Der dritte Spieltag führte die Steelers nach Oberbayern, in der weeArena trafen die Jungs von Daniel Naud und Fabian Dahlem auf die Tölzer Löwen. Bei den Schwaben konnten die Coaches auf dasselbe Team wie am Dienstag bauen. Ein Wiedersehen gab es heute mit Bastian Steingroß, der die Partie gemeinsam mit Stephan Bauer leitete. Beide waren als Spieler für die Steelers aktiv.

Die Schwaben fahren von Beginn an bedacht, der Herr in der Arena zu sein und kontrollierten das Geschehen auf dem Eis. Die Tölzer fanden schwer ins Spiel und zogen früh viele Strafen. Die erste blieb jedoch noch ohne Folgen. Ein Fehler von Kenney Morrison in der siebten Minute nutzten die Steelers zur Führung. Yannick Wenzel fing einen Pass ab und setzte Riley Sheen in Szene. Seinen Schuss konnte Max Franzreb im Löwen-Tor noch halten, doch den Abpraller setzte Matt McKnight über die Linie. Im Anschluss mussten die Oberbayern erneut zweimal in Serie in Unterzahl agieren. Beim zweiten Powerplay schlugen die Ellentaler zu. Der Torschütze war wieder Matt McKnight, der mit einem trockenen Schuss abschloss. Ein wenig aus dem Nichts erzielten die Tölzer in der 17. Minute den Anschlusstreffer. Sasa Martinovic schoss aus spitzem Winkel, die Scheibe schien zwischen dem Pfosten und Cody Brenner eingeklemmt, doch Andrej Bires stocherte den Puck über die Linie. Im ersten Abschnitt schossen die Schwaben 22-mal aufs Tor von Franzreb, was die Überlegenheit zeigte.

Ein anderes Bild zeigte das der zweite Abschnitt. Hier waren es die Hausherren, die den Ton angaben. Geschuldet war dies auch der drei Strafen gegen zweimal C.J. Stretch und Tim Schüle in den ersten zehn Minuten. Die größten Chancen für die Löwen hatten Marco Pfleger und Tyler McNeely, die an Cody Brenner scheiterten. Einmal rettete die Latte für den Schlussmann. In der 32. Minute war es dann soweit. Luca Tosto spielte einen starken Pass auf Philipp Schlager, der unhaltbar ins lange Eck traf – 2:2. Die „Buam“ machten weiter Druck, die Steelers lauerten auf Konter, die jedoch nicht druckvoll zu Ende gespielt wurden. Die Führung für Tölz hatte Max French auf der Kelle, doch Cody Brenner hielt seinen Alleingang stark. Mit der Schlusssirene des zweiten Drittels flog bei einem Klärungsversuch von Norman Hauner die Scheibe über die Bande, so dass der Schlussabschnitt mit Unterzahl für die Schwaben begann.
In Unterzahl agierten die Schwaben geschickt und verteidigten das Unentschieden. Kaum komplett, musste man wieder mit einem Mann mehr auskommen, doch auch hier gelang den Löwen kein Treffer. In den Folgeminuten waren die Steelers wieder am Zug, doch weder Matt McKnight, Brett Breitkreuz und Alex Preibisch konnten Max Franzreb überwinden. Beide Mannschaften durften jeweils noch einmal im Powerplay spielen, doch es blieb beim 2:2 nach 60 Minuten.

In der Overtime hatte Norman Hauner zweimal den Siegtreffer vor Augen. Beim ersten Mal ging die Scheibe vorbei und beim zweiten Mal wurde er unfair von Thomas Merl gestoppt, so dass es erneut Überzahl für Bietigheim gab. Diesmal ließen es sich die Schwaben nicht nehmen und kamen zum Siegtreffer. Auf Zuspiel von Matt McKnight und Max Renner, traf C.J. Stretch mit einem platzierten Schuss zum umjubelten 3:2.

Für die Steelers geht es am Sonntag um 17:00 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg weiter. Dieses Spie gibt es live bei Sprade.TV zu buchen.

Bild: Martin Vogel / DEL2