Das Nachholspiel vom 8. Spieltag stand heute auf dem Programm der Steelers. Es ging nach Niederbayern zum EV Landshut. Daniel Naud schenkte Leon Doubrawa an seiner alten Wirkungsstätte das Vertrauen zwischen den Pfosten. Ohne Kapitän Niki Goc, Goalie Cody Brenner und die Stürmer Robert Kneisler sowie Alex Preibisch, holten die Schwaben dennoch zwei wichtige Punkte.

Bei den Landshutern kehrte Routinier Dimitri Pätzold zurück ins Tor, so dass die beiden Keeper ganze 18 Jahre trennten. Der Youngster der Schwaben hatte nach knappen zwei Minuten Glück, dass der Schuss von Fabian Baßler gegen den Pfosten prallte. Ansonsten war die Partie in der Anfangsphase sehr ausgeglichen. Als die Schiedsrichter Stephan Bauer und Markus Schütz den Steeler Max Prommersbeger wegen Beinstellens hinausstellten, zeigten die Ellentaler, dass es auch ohne Alex Preibisch gut im Penaltykilling funktioniert. Eine tolle Kombination über Norman Hauner und C.J. Stretch brachte beinahe die Führung, doch Dimitri Pätzold hielt stark. Ein weiteres Mal mit einem Mann weniger konnte man erneut überstehen, ehe man selbst das erste Mal im Powerplay ran durfte (Stephan Kronthaler musste wegen Stockschlag raus). In diesem war es Matt McKnight, der aus der Distanz zum 1:0 in der 13. Spielminute traf. Mit einem schönen Move verpasste Riley Sheen nur wenig später das 2:0. Auf der anderen Seite fiel der Ausgleich ein wenig glücklich. Ein Schuss von Top Scorer Zach O´Brien rutschte Leon Doubrawa durch – 1:1. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach 20 ausgeglichenen Minuten.

Zu Beginn des Mittelabschnitts gehörten die guten Chancen den Steleers. Doch weder zweimal Matt McKnight, noch Calvin Pokorny nach toller Vorarbeit von Benjamin Zientek, konnten Dimitri Pätzold bezwingen. Leon Doubrawa zeigte sein Talent gegen Zach O´Brien und hielt seinen Schuss bravourös. Die dritte Strafe des Abends für die Schwaben zog C.J. Stretch, doch auch in dieser hielt man sich schadlos. Sechs Minuten vor der zweiten Sirene hatte Yannick Wenzel die erneute Führung auf der Kelle, doch wieder war es Dimitri Pätzold, der hervorragend parierte. Nach einer erneuten Strafe gegen Max Prommersberger, die man wieder überstehen konnte, verpasste kurz vor dem Ende C.J. Stretch nur knapp. Es blieb beim 1:1 nach 40 Minuten.

Der Schlussabschnitt begann jeweils vier Feldspielern, da sich Lukas Mühlbauer und Tim Schüle nach der Schlusssirene des zweiten Drittels in die Haare bekamen. In diesen zwei Minuten hatten die Steelers durch Riley Sheen und Brett Breitkreuz zwei Möglichkeiten, ein Treffer gelang nicht. Max Forster scheiterte im Anschluss an Leon Doubrawa,, so dass die Spannung mit abnehmender Spielzeit immer mehr zunahm. Bei eigener Überzahl tat man sich gegen gut verteidigende Landshuter schwer, lediglich C.J. Stretch hatte eine Möglichkeit, scheiterte aber an Pätzold. 59 Sekunden vor dem Ende unterlief den Schwaben ein Wechselfehler und man musste nochmals in Unterzahl ran. EVL-Trainer Leif Carlsson nahm daraufhin seine Auszeit. Auswirkungen hatte dies in der regulären Spielzeit keine mehr – es ging in die Verlängerung.

In dieser ging es mit einem Mann weniger los, doch auch diese heikle Minute konnte man überstehen. In der Verlängerung gaben die Schwaben den Ton an und kamen 76 Sekunden vor dem Penaltyschießen durch Benjamin Zientek zum 2:1-Siegtreffer.

Ein starker Leon Doubrawa im Tor, konzentriertes Auftreten bei fünf gegen fünf und erneut starke Specialteams entscheiden dieses Nachholspiel zugunsten der Schwaben. Die Steelers nehmen dadurch zwei wichtige Punkte mit ins Ellental. Weiter geht es bereits am Freitag um 20:00 Uhr im Heimspiel gegen Bayreuth. Auch dieses Spiel gibt es live bei Sprade.TV.

Bild: Christian Fölsner / DEL2