Am morgigen Sonntag steigt in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena das Derby zwischen den Heilbronner Falken und den Steelers. Spielbeginn im Unterland ist um 17:00 Uhr. Wer das Team nicht mit in die Käthchenstadt begleiten kann, der kann sich das Spiel auch live bei Sprade.TV anschauen. Nach dem gestrigen wichtigen Sieg gegen Bad Tölz fährt das Team von Trainer Hugo Boisvert mit einem Erfolgserlebnis im Rücken die wenigen Kilometer gen Norden – hoffentlich zahlreich unterstützt von zahlreichen Fans in grün! Eure Unterstützung in den letzten Tagen war der Wahnsinn!

Wir bitten zu beachten, dass morgen in Heilbronn “Tag der offenen Tür” ist und es zu einer angespannten Parkplatzsituation kommen kann. Als Alternative kann mit dem Zug angereist werden. Die Fans treffen sich um 14:30 Uhr am Bietigheimer Bahnhof und fahren gemeinsam nach Heilbronn. Der Zug fährt um 15:03 Uhr ab.

Der Saisonstart der Falken kann als erfolgreich bezeichnet werden. Trotz zum Teil großer Verletzungssorgen konnte man aus den ersten sieben Spielen 12 Punkte erobern und hat damit dieselbe Anzahl wie die Bietigheimer. Am gestrigen Freitag hatte man die bis dato ungeschlagenen Ravensburger am Rande einer Niederlage, musste dann jedoch mit 2:3 nach Verlängerung die Segel streichen.

Trainiert werden die Falken seit dieser Saison vom 38-jährigen Österreicher Alexander Mellitzer. Er löste seinen Landsmann Gerhard Unterluggauer ab, der nun Villach in der EBEL coacht. Mit Jordan Heywood (Dresden) und Brandon Alderson (Villach/EBEL) musste man zwei Schlüsselspieler ersetzen. Das gelang mit dem Finnen Roope Ranta, den man aus Weißwasser holte, optimal. In den ersten sieben Spielen traf der „nur“ 1.72m große Stürmer siebenmal und gab dazu drei Vorlagen. Aus Dänemark verpflichtete man Greg Gibson, der in der Saison 16/17 auch vier Spiele für die Steelers absolvierte. Der schnelle Mann traf bereits viermal und legte fünf Tore auf. Mit Justin Kirsch (5 Tore), Kevin Lavalleè (5 Punkte) und Kyle Helms (4 Punkte), konnte man drei überragende und wichtige deutsche Stürmer halten. Vor allem Justin Kirsch war in der vergangenen Saison mit 33 Toren maßgeblich am Erfolg der Falken beteiligt. Mit Derek Damon konnte man einen erfahrenen und torgefährlichen Stürmer aus Dänemark holen. Der 37-jährige spielte für Kassel in der Saison 2009/10 in der DEL und sammelte dabei 56 Punkte! Er ist zudem der neue Kapitän der Unterländer. Der 19-jährige Pierre Preto ist Förderlizenzspieler der Adler Mannheim und stammt von den Jungadlern. Er traf bereits zweimal in seiner Debütsaison als Profi. Aus Iserlohn verpflichtete man Noureddine Bettahar nach, der nicht ganz so viel Erfahrung aus der DEL mitbringt wie Brad Ross aber denn och ein starker Offensivspieler ist. Brad Ross bringt zudem körperliche Präsenz mit, die in einem Derby durchaus von Vorteil ist. Tim Bernhardt und Markus Eberhardt komplettieren den Sturm, der noch von Förderlizenzspielern der Adler aufgefüllt werden kann.

In der Defensive konnte der Weggang von Jordan Heywood nicht ganz kompensiert werden aber mit Brock Maschmeyer, der letzte Saison in Bremerhaven und Crimmitschau aktiv war, konnte man einen Topmann holen, der auch in der Offensive überzeugt. Aus Bayreuth verpflichtete man Jan Pavlu, der auch als Stürmer spielen kann und bereits sechs Punkte sammelte. Corey Mapes und Marcus Götz sind erfahrene und starke DEL2-Defender die jeder Abwehr gut zu Gesicht stehen würden. Aus Mannheim könnte auch der junge Tobias Möller mitwirken, der parallel noch bei der U20 der Mannheimer spielt.  

Auch im Tor war der Weggang von Marcel Melichercik nicht einfach zu verkraften, doch Mirko Pantkowski, der auch von den Adlern abgestellt wird, stellt sich bisher als Glücksgriff heraus. Der 20-jährige spielte letzte Saison bereits in Kassel stark und führt dies im Unterland weiter fort. Als Backup hat man mit Leon Frensel ein weiteres Talent zwischen den Pfosten.

Bei den Specialteams gibt es sowohl in Über- als auch in Unterzahl noch Luft nach oben. Doch dies gilt noch für alle Teams so kurz nach Saisonstart.

Derbys sind immer etwas ganz Besonderes, vor allem das zwischen den Steelers und den Falken. Die letzte Playoffserie beider Mannschaften hat die Rivalität noch ein wenig mehr angeheizt und morgen wird es einen heißen Tanz geben. Wir wünschen allen Fans ein spannendes aber vor allem faires Derby auf dem Eis, auf den Rängen und vor der Arena – WIR SIND ALLE EISHOCKEYFANS – auch im Derby!