Wir schreiben das Jahr 1999 – Gerhard Schröder ist Bundeskanzler, der FC Bayern München wird mal wieder „völlig überraschend“ mit 15 Punkten Vorsprung Deutscher Meister, in den Charts dominieren Britney Spears, die Backstreet Boys und Eifel 65. In der DEL werden die Adler Mannheim Meister und „The Great One“ Wayne Gretzky beendet bei den New York Rangers seine Karriere. Der größte des Eishockeysports verlässt die Bühne und im 6.239 km entfernten Bietigheim-Bissingen betritt der 14-jährige René Schoofs erstmals das Eis im Ellental als Steeler. Seit jenem Tag sind mittlerweile 22 Jahre vergangen.
René debütierte am 14.12.2001 im Profiteam „seiner“ Steelers im Spiel gegen Bad Nauheim, was leider mit 6:7 nach Penalty verloren ging. Sein damaliger Trainer Gary Prior ließ ihn jedoch das gesamte Spiel auf der Bank sitzen. Im Kader waren damals Spieler wie Martin Ancicka, Darren Ritchie und der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Michael Wolf. In den folgenden Jahren pendelte er zwischen den Junioren und Profis, ehe er im Jahr 2006 den ersten Titel seiner Karriere feiern konnte. Als Kapitän der Steelers-Junioren führte er seine Mannschaft zur Deutschen Meisterschaft. Mit 36 Scorerpunkten in 16 Spielen, hatte René maßgeblichen Anteil zu diesem großen Erfolg. Fortan war er eine feste Größe im Kader der Profis. In seinen bisherigen Jahren bei den Steelers hatte René zehn verschiedene Trainer. Unter seinem jetzigen Trainer Daniel Naud, Uli Liebsch (zweimal) und dem im Jahr 2015 leider verstorbenen Dany Held (dreimal), durfte er sogar mehrmals trainieren und spielen. Seine weiteren Trainer waren Gary Prior, Markus Berwanger, Michael Komma, Christian Brittig, Kevin Gaudet, Hugo Boisvert und Marc St. Jean.
Alle seine Trainer waren und sind froh, einen Spieler wie René im Kader zu haben – einen Musterprofi. Der eigentlich gelernte Stürmer musste, oder besser gesagt durfte in seiner Karriere bislang jede Position spielen, die ein Feldspieler innehaben kann. Sein Einsatz für die Steelers auf, aber auch abseits des Eises waren und sind vorbildlich. René ist ein Vorbild für den Eishockeynachwuchs in der Region. Wir sind stolz darauf, dass uns René über all die Jahre die Treue gehalten hat und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.
Was für immer in all unserer Erinnerung bleiben wird, sind die Meisterschaften 2009, 2013, 2015 und 2018. Ebenso die beiden Pokalsiege 2012 und 2013. In seinen bisher 1.000 Spielen für die Steelers erzielte René 140 Tore und gab 260 Vorlagen.
Zu seinem 700. Spiel fragten wir René im Jahr 2016, ob wir ihn auch in seinem 1.000 Profispiel im Trikot der Steleers sehen werden. Er antwortete damals, dass es bis dahin ja „noch ein paar Jährchen sind“ und er sich voll und ganz auf die aktuelle Runde konzentriert. Tja lieber René, so schnell vergeht die Zeit und du hast die 1.000 Spiele erreicht. Eine Leistung auf die du mehr als Stolz sein kannst!
Leider hat es gestern im 1000. Spiel nicht zu einem Sieg gereicht, doch die Emotionen, Erinnerungen und der Respekt, vom Gegner und allen Anwesenden, hat darüber hinweggetröstet.
Wir sind stolz darauf, einen Spieler wie dich über all die Jahre im Ellental bewundern zu dürfen und freuen uns nach wie vor. Du bist Mr. Bietigheim und wirst es immer sein!
Wie beliebt und welche Anerkennung du in der ganzen Eishockeywelt genießt, zeigt auch dieses Video. Zahlreiche schöne Momente und genau so viele Gratulanten ließen es sich nicht nehmen, ein paar Worte an dich zu richten.
Keep it going Bürgermeister – genieß diesen einmaligen Meilenstein.