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Zweiter Derbysieg perfekt - Norman Hauner und Matt McKnight schießen Steelers zum 4:3-Erfolg

Sonntag, 26.11.2017, Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken
4:3
Der Augenblick des 3:0 - Norman Hauner trifft zum zweiten Mal

Am heutigen Sonntagnachmittag war zum ersten Mal in dieser Saison das Derby im Ellental angesagt, denn die heimischen Steelers trafen auf die Falken aus Heilbronn. Beim Team von Trainer Kevin Gaudet kehrte neben dem am Freitag gesperrten Shawn Weller auch Rob Brown ins Aufgebot zurück.  Beide Teams konnten die Generalprobe am Freitag gewinnen, so dass man sich auf ein spannendes Spiel einstellen konnte, was dann auch am Ende der Fall war. Doch der Reihe nach...

Die Gastgeber legten vor den 4.012 Zuschauern los wie die Feuerwehr und bereits in der ersten Minute hatten Rob Brown und Tyler McNeely die Führung auf der Kelle, doch beide Male behielt der Falken-Schlussmann Andrew Hare die Oberhand. Doch in der dritten Minute war es soweit, Benjamin Zientek leitete gekonnt auf Matt McKnight weiter und der Kanadier lochte aus spitzem Winkel gekonnt über die Schulter des Falken-Keepers zur Führung ein – ein starker Auftakt der Steelers ins Derby. Doch nur wenige Sekunden später mussten die Schwaben eine Strafe ziehen, es traf den Vorlagengeber von eben, Benjamin Zientek wegen Bandenchecks. Doch durch ein starkes Unterzahlspiel blieb Ilya Sharipov im Gehäuse weiter ohne Gegentor. Die erste nennenswerte Szene der Falken hatte Dennis Palka, der bei angezeigter Strafe gegen Bietigheim knapp am Tor vorbeischoss. Dann musste Andrew McPherson in die Kühlbox, doch da sich Tim Bernhardt 22 Sekunden eine Behinderung leistete, ging es mit Vier gegen Vier weiter, doch was Zählbares sprang für keinen raus. Die Unterländer zur Mitte des ersten Abschnitts zwar besser im Spiel, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Dies änderte sich auch nicht, als René Schoofs wegen Hakens auf die Strafbank musste. Zwar erzeugte man mehr Druck aber wirklich zwingend war das ebenfalls nicht. Kaum wieder vollzählig, gelang dem Tabellenführer der zweite Treffer des Abends. Norman Hauner holte sich an der Bande den Puck, lief in die Mitte und zog ab – 2:0 in der 18. Minute! Beinahe wäre auch der dritte Treffer vor der ersten Sirene gefallen, doch Benjamin Zientek scheiterte knapp. 29 Sekunden vor der Pause gab es das erste Scharmützel des Spiels, nach dem Andrew McPherson und Brandon Alderson in der Kühlbox Platz nahmen. Passiert ist im Anschluss nichts mehr.

Somit startete der Mittelabschnitt mit jeweils einem Spieler weniger auf beiden Seiten, was die Hausherren einfach besser spielten, denn erneut war es Norman Hauner, der für sein traf. Erneut war es ein satter Schuss, der den Weg in die Maschen fand – 3:0! Die Falken wollten direkt zurückschlagen, was beinahe gelang, wenn Brad Ross nach tollem Pass von Justin Maylan nicht ein Luftloch schlug. Auch ein Powerplay direkt im Anschluss an diese Chance ließ man wieder ungenutzt und musste stattdessen selbst in Unterzahl agieren, als Jordan Heywood wegen Stockschlags raus musste. Die zweite Chance ließ sich der Spitzenmeister nicht nehmen und schraubte das Ergebnis auf 4:0 hoch. Shawn Weller und Tyler McNeely spielten auf Matt McKnight, der hinter dem Tor stehend Andrew Hare anschoss und plötzlich lag die Scheibe im Netz. Dies war dann auch der Schlusspunkt für den Falken-Goalie, der das Eis verließ. Es kam Backup Leon Frensel für die letzten knapp 33 Minuten. Derby und 4:0 Führung – da war doch was gestern in der Fußball Bundesliga.... Doch noch gab es keine Anzeichen dafür, dass die Heilbronner den Part der Schalker übernehmen werden, denn Leon Frensel musste erst gegen Benjamin Zientek in höchster Not retten und kurz danach saßen zwei Heilbronner in der Kühlbox. Doch da sich 46 Sekunden später Tyler McNeely ein Beinstellen leistete, war dieser Vorteil dahin. Als beide Teams mit vier Mann agierten, rettete Ilya Sharipov gegen Jordan Heywood in höchster Not. Als alle in der Arena dachten, dass es mit dem 4:0 in die zweite Pause geht, traf Mark Heatley 1,5 Sekunden vor Schluss zum ersten Mal für die Falken und großer Jubel unter den ca. 450 mitgereisten Heilbronnern! So ging es mit dem dennoch komfortablen 4:1 Vorsprung in den Schlussabschnitt. Aber da war ja gestern was....

Im letzten Drittel mussten die Steelers ohne Tyler McNeely auskommen, der in der Kabine blieb. In der 43. Minute kassierte Rob Brown eine Strafe wegen Ellbogenchecks, die erneut ohne Folgen blieb, obwohl es nach der Chance auf den Shorthander von Alex Preibisch kurzzeitig vor dem Bietigheimer Tor brannte. Die Falken waren nun präsenter und die tonangebende Mannschaft. Lediglich durch Benjamin Zientek und Matt McKnight gab es noch Entlastung, die jedoch sichere Beute für Leon Frensel war. Exakt nach 55 Minuten traf dann nach perfekt gespieltem Bully von Kyle Helms, Kevin Lavallée zum 4:2, indem er direkt nach Gewinn des Anspiels direkt in die Maschen traf. 20 Sekunden später war der Doppelschlag perfekt – Kyle Helms spielte die Scheibe scharf in den Slot, Bastian Steingroß wollte klären und von seinem Schläger sprang die Scheibe unglücklich zum Anschlusstreffer ins Tor, nur noch 4:3. Das Revierderby war plötzlich omnipräsent im Ellental! Als dann 3:10 Minuten vor dem Ende Alex Preibsich wegen eines angeblichen Beinstellens in die Kühlbox musste, wurde es richtig spannend. An dieser Stelle gute Besserung an Corey Mapes, der unglücklich in die Bande krachte. Doch mit vereinten Kräften stemmten sich die Steelers gegen den Ausgleich und konnten, nach der vielleicht längsten Sekunde der Derbygeschichte (die Uhr wurde zurückgestellt), die Hände zum elften Mal in Folge in der EgeTrans Arena in die Höhe reißen! Der neunte Derby-Heimsieg in Serie war perfekt, denn die Schwaben siegten am Ende verdient mit 4:3 und machten es somit besser als der BVB gestern. 

von Patrick Jonza

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