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Zwei verdiente aber hart erkämpfte Punkte für die Steelers!

Freitag, 11.11.2016, Ravensburg Towerstars - Bietigheim Steelers
3:4 n.P.
Lies Ravensburgs Penaltyschützen verzweifeln - Silo Martinovic

Nach zwölf Tagen Pause kehrten die Bietigheim Steelers heute Abend erfolgreich aufs Eis zurück. Beim bisherigen Tabellenachten Ravensburg wurde dem Spitzenreiter alles abverlangt, nach einer schnellen 2-Tore-Führung der Steelers glichen die Towerstars bis zum Ende des zweiten Drittels die Partie wieder aus. Aufgrund eines 1:1 im Schlussabschnitt musste der Sieger dann nach einer kuriosen Overtime schlussendlich im Penaltyschießen gesucht werden. Hier avancierte dann Marcus Sommerfeld zum Matchwinner!

Mit fünf Verteidigern und zehn Stürmern traten die Bietigheim Steelers am heutigen Abend bei den Ravensburg Towerstars an, die nach einem schwachen Saisonstart auf der Kommandobrücke bereits einen Wechsel vollzogen haben, für Danny Naud ist mittlerweile Toni Krinner in der Verantwortung. Dies zeigte Wirkung, sechs Punkte holten die Oberschwaben aus den beiden Spielen gegen Frankfurt und Bad Nauheim unmittelbar vor der Deutschland Cup Pause! Aus dieser Pause kamen die Ellentaler perfekt zurück auf das Eis, Kapitän Adam Borzecki zog nach 81 gespielten Sekunden erstmals ab, Ravensburgs Goalie Jonas Langmann lies prallen und jenen Rebound versenkte Borzecki vor 2.854 Zuschauern dann im Nachschuss, 0:1! Fünf Minuten später trat der Ex-Ravensburger Freddy Cabana dann in den Mittelpunkt der Bietigheimer Angriffsbemühungen. Nach schönem Zusammenspiel mit Max Lukes erzielte der Mann mit der Nummer 97 aus zentraler Position den zweiten Treffer des Abends für den Tabellenführer, die gut 250 mitgereisten Fans bejubelten den Spielstand von 0:2. In der neunten Spielminute lieferten dann die Hausherren aus der Spiele-Stadt ihr erstes Lebenszeichen, der Kanadier Mathieu Tousignant lies Silo Martinovic bei angezeigter Strafe keine Chance und versenkte die Hartgummischeibe zum 1:2 Anschluss. Nach einer Unterzahlsituation aufgrund zu vielen Spielern auf dem Eis in der zwölften Minute, musste die Bietigheimer Unterzahlformation auch kurz vor Drittelende nochmals hart arbeiten, Shawn Weller wurde nach exakt 19 Minuten wegen übertriebener Härte vom Unparteiischen Ulpi Sicorschi in die Kühlbox beordert. Zur ersten Pause hatte die knappe Führung Bestand!

Bei Wiederanpfiff konnte sich Silo Martinovic auf seine Vorderleute Max Prommersberger, Bastian Steingroß, Matt McKnight und Marcus Sommerfeld verlassen, die den größten Teil der verbleibenden Minute Unterzahl schadlos überstehen konnten. 3:13 Min. im zweiten Drittel zeigte die Anzeigetafel in der Eissporthalle Ravensburg an, als sich erstmals an diesem Abend auch die Strafbanktür der Hausherren öffnete, Lukas Slavetinsky durfte nach einem Haken die Partie für zwei Minuten durch das Plexiglas verfolgen. Im anschließenden Powerplay ließen die Grün-Weißen die letzte Entschlossenheit etwas vermissen, es blieb bei der knappen 1-Tore-Führung. In der 30. Minute, die Steelers bis dato mit 142 Strafminuten das fairste Team der DEL2, zeigte Silo Martinovic während der insgesamt vierten Unterzahl seine ganze Klasse, rettete seinem Team zu diesem Zeitpunkt die 2:1 Führung. Bietigheims Schlussmann konnte sich in dieser Phase des Spiels nicht über mangelnde Beschäftigung beschweren, zwischen der 32. und 34. Minute saß erneut Shawn Weller zwei Minuten auf der Strafbank, die Ravensburger mittlerweile Stammgast im Steelers-Drittel. Knapp 100 Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels passierte es dann, Stephan Vogt nutzt einen Ausrutscher in der Steelers-Defensive und taucht plötzlich allein vor dem Bietigheimer Tor auf – 2:2.

In den ersten fünf Minuten des dritten Drittels ging es munter hin und her, Tore fielen vorerst keine, die erste Strafe des Schlussabschnitts kassierte Philipp de Paly zum Nachteil seiner Towerstars in der 46. Minute. Und diese Strafe sollte Folgen nach sich ziehen! Erstmals am heutigen Abend sorgte ein Specialteam für einen Treffer, Shawn Weller und Robin Just legten auf, Kapitän Adam Borzecki gelang sein zweiter Treffer an diesem Abend und sorgte damit für die neuerliche Führung des Tabellenführers, 2:3 hieß es nach 46:43 Min.! Doch die Freude bei den mitgereisten Steelers Fans hielt nicht lange an, Hans Detsch glich bei Fünf gegen Fünf in der 51.Minute für seine Ravensburger aus – 3:3. So sollte es auch zum Ablauf der regulären Spielzeit stehen – die Verlängerung bzw. im Fall der Fälle ein mögliches Penaltyschießen musste die Entscheidung herbeiführen.

Gleich zu Beginn der fünfminütigen Verlängerung dann eine Kuriosität! Seit Beginn der Saison 2016/2017 wird die Verlängerung mit Drei gegen Drei Feldspielern absolviert. Aufgrund einer Strafe gegen Max Prommersberger durften die Towerstars zum Erlangen einer Überzahl einen vierten Feldspieler auf das Eis schicken, die Steelers spielten mit der Mindeststärke von drei Feldspielern weiter. Jetzt setzte Towerstars-Coach Toni Krinner alles auf eine Karte und nahm zusätzlich seinen Goalie vom Eis – Ravensburg somit in Überzahl mit Empty Net Goal und fünf Feldspielern, die Steelers kämpften mit Martinovic und drei Feldspielern gegen den drohenden KO und sollten die brenzlige Situation überstehen. Am Ende eines spannenden Eishockeyabends musste dann das Penaltyschießen entscheiden. Für die Steelers traten Shawn Weller, Marcus Sommerfeld und Freddy Cabana an, für die Oberschwaben versuchten Fabio Carciola, Daniel Pfaffengut und Mathieu Tousignant ihr Glück. Die „Lotterie“ konnten schließlich Marcus Sommerfeld als einziger erfolgreicher Schütze und Silo Martinovic mit einem „Shootout Shutout“ für sich und somit ihre Steelers entscheiden – der Tabellenführer entführt zwei hart erkämpfte aber hochverdiente Punkte aus Ravensburg und freut sich jetzt auf eine „volle Hütte“ am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr gegen den SC Riessersee!

von Sebastian Marjan

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