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24.02.2017
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4:1

Zwei Rosen für die Steelers am Valentinstag - 4:3-Sieg n.V. in Crimmitschau

Dienstag, 14.02.2017, Eispiraten Crimmitschau - Bietigheim Steelers
3:4 n.V.
Erzielte das goldene Tor in Overtime - Bastian Steingroß

Am heutigen "Tag der Liebe" kam es vor lediglich 564 Zuschauern im Sahnpark zur Begegnung des Tabellenführers aus Bietigheim gegen den Letzten aus Crimmitschau. Doch das dies nichts heißt, bewiesen die Eispiraten bereits zweimal in dieser Saison und gingen als Sieger vom Eis. Beim Team von Kevin Gaudet kehrte Shawn Weller für David Wrigley zurück, Robin Just fiel verletzt aus. Bei den Hausherren musste Trainer John Tripp auf seine Nummer eins Ryan Nie verzichten, genauso wie auf Jason Pinizzotto. Dafür spielte mit Chris St. Jacques ein weiterer ehemaliger Bietigheimer.

Bereits nach 50 Sekunden hatten die Gäste durch Freddy Cabana die erste gute Möglichkeit, doch Henning Schroth im Gehäuse konnte den Schuss parieren. In den Folgeminuten übten die Schwaben weiter Druck aus, doch die Defensive der Westsachsen hielt diesem Stand. Die erste Chance auf Seiten der Hausherren hatte in der fünften Minute Mark Lee, der mit seinem Schuss den Pfosten traf.  Dies war der Startschuss für weitere Offensivaktionen der Eispiraten, denn nur eine knappe Minute später passte Patrick Pohl zurück auf Martin Bartek, der mit seinem Schuss genau ins Kreuzeck traf – 1:0 für Crimmitschau und gleichzeitig der 100. Gegentreffer der Steelers.  Kurz darauf verpasste erneut Mark Lee den Doppelschlag. In der achten Spielminute dann die erste Strafe des Spiels. Schiedsrichter Carsten Lenhart schickte Max Prommersberger wegen Beinstellens auf die Strafbank. Doch den Eispiraten fiel nicht viel ein, so dass es beim knappen Rückstand blieb. Kaum komplett spielte Justin Kelly bei einem Konter Benny Zientek frei, der an Henning Schroth scheiterte. Nach dieser Chance nahm der Tabellenführer das Spiel wieder in die Hand. Binnen weniger Minuten hatte man zahlreiche Möglichkeiten zum Ausgleich, fallen wollte dieser jedoch nicht. Wenn die Eispiraten mal in Scheibenbesitz kamen, nutzten sie diesen um sie rauszuspielen und zum Wechseln zu fahren. Das Spiel fand nur in der Zone des Tabellenletzten statt. Lediglich bei einem Konter ca. dreieinhalb Minuten vor Ende des ersten Drittels hatte man Glück, das Daniel Bucheli nicht genügend Druck auf die Scheibe bekam. Eine Minute später verpasste dann Marcel Rodman den ersten Treffer, er verzog knapp mit der Rückhand. In der letzten Spielminute hielt dann Henning Schroth einen Gewaltschuss des Kapitäns Adam Borzecki sensationell.  Die Schussstatistik von 14:4 nach 20 Minuten zugunsten der Steelers, spiegelte den Spielverlauf sehr gut wieder. Die Möglichkeiten waren da, nur das Tor wollte nicht fallen.

Die Eispiraten kamen mit Schwung aus der Kabine und hatten auch guten Chancen, die für Silo Martinovic keine große Hürde bedeuteten. Das Spiel in den ersten Minuten des Mitteldrittels nun offener und ausgeglichen. In der 26. Minute die bis dato beste Gelegenheit, doch Matt McKnight scheiterte nach guten Zuspiel von Marcus Sommerfeld an Henning Schroth. Kurz darauf hielt Silo sicher nach Schüssen von Ivan Ciernik und Martin Bartek. In der 29. Minute hatte Shawn Weller den Ausgleich auf der Kelle, doch Henning Schroth blieb erneut Sieger. Und wenn du es schon selber nicht schaffst den Puck im Gehäuse unterzubringen, dann muss es halt der Gegner machen. Marcel Rodman spielte scharf in den Slot und vom Schlittschuh von Philipp Halbauer prallte die Scheibe ins Tor – 1:1 in der 30. Minute. Vom Bully weg aber beinahe die erneute Führung für den ETC, doch Silo Martinovic hielt gegen Daniel Bucheli überragend. Das Spiel weiter offen und ausgeglichen, beide Keeper mit einer starken Leistung. In der 38. Minute dann die erneute Führung für den ETC, ein Schuss von Chris St. Jacques prallte von der Bande zu Martin Bartek, der den freistehenden Ivan Ciernik bediente und dieser hatte wenig Mühe einzuschießen – 1:2 aus Sicht der Schwaben. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Pause und Kevin Gaudet und Marc St. Jean mussten sich zwingend was einfallen lassen, damit man das Spiel heute noch gedreht bekam.

Den ersten Schuss im letzten Drittel gab Shawn Weller ab, der aber sichere Beute für Henning Schroth war. In der sehr fairen Partie gab es das erste Powerplay für die Steelers in der 43. Minute, als André Schietzold wegen Hakens in die Kühlbox musste. Und auch der zweite Ausgleich fiel ein wenig kurios – am kurzen Eck stand Justin Kelly frei und dank seiner großen Reichweite bugsierte er die Scheibe zum Ausgleich über die Linie – 2:2 und die Schwaben wieder im Spiel. Großer Jubel unter den ca. 15 mitgereisten Steelers-Fans (an dieser Stelle großen Respekt, dass ihr unter der Woche die lange Reise auf euch genommen habt um das Team zu unterstützen). War dies die Initialzündung? Zumindest spielten die Ellentäler munter nach vorne. Doch auch die Eispiraten zeigten sich in der Offensive und waren stets gefährlich.  Doch das Heft hatten klar die Schwaben in der Hand. Und die Erlösung gab es in der 53. Minute, als Freddy Cabana einen Schuss von Adam Borzecki zum 3:2 abfälschte! Doch wer dachte, dass der Ligaprimus das Spiel nun nach Hause bringt, der irrte. Nur wenige Augenblicke später tankte sich Christoph Kabitzky über links durch und traf sehenswert zum Ausgleich – 3:3. Wieder war das Spiel offen und beide Teams suchten die Entscheidung. 49 Sekunden vor dem Ende nahm Kevin Gaudet seine Auszeit und schwor sein Team nochmals ein. Doch in der regulären Spielzeit wollte nichts mehr gelingen. Die Overtime sollte die Entscheidung bringen.

In dieser hatten beide Teams die Entscheidung auf dem Schläger, doch es war Bastian Steingroß, der in der dritten Minute der Verlängerung mit seinem Schuss für die Entscheidung sorgte! Die Steelers gewinnen mit 4:3 n.V. und nehmen zwei Punkte mit ins Ellental. Durch die Niederlage der Frankfurter in Dresden baute man den Vorsprung sogar auf 10 Punkte aus. Am Freitag geht es in Rosenheim weiter, ehe es am Sonntag vor hoffentlich vollem Haus ins Derby gegen Heilbronn geht.

von Patrick Jonza

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