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Wir stellen vor - die Lausitzer Füchse

Heute befassen wir uns mit dem ersten von drei Teams aus Sachsen, dem letztjährigen Tabellensechsten aus Weißwasser.

Würde man die Fans fragen, würden sie einen erneuten sechsten Platz nach Ende der Hauptrunde wohl sofort unterschreiben. Das Team vom letztjährigen Trainer des Jahres aus der DEL2, Hannu Järvenpää, gelang die direkte Playoff-Qualifikation, nachdem man im Jahr zuvor noch gegen den Abstieg kämpfte. Im Viertelfinale war dann jedoch nach fünf Spielen gegen die Kassel Huskies, die dennoch erfolgreiche Saison beendet. In diesem Jahr soll es einen erneuten Angriff auf die Endrunde geben.

Diesen muss das Team aber ohne die fünf besten Scorer aus dem Vorjahr bestreiten. Dennis Swinnen wechselte nach Ingolstadt in die DEL. Den Kanadier Jeff Hayes zog es gemeinsam mit dem finnischen Top-Verteidiger Patrik Parkkonen nach Schweden. Jakub Svoboda heuerte beim Ligakonkurrenten aus Ravensburg an, der ehemalige Steeler Dennis Palka wechselte nach Heilbronn.

Mit dem Kanadier Kyle Just konnte man einen sehr wichtigen Stürmer jedoch halten. Er kam erst im Januar in die Lausitz, mauserte sich aber binnen kürzester Zeit zu einem Leistungsträger. Leider ist er derzeit verletzt, an dieser Stelle gute Besserung und hoffentlich ist er zum Saisonstart wieder fit. Neu im Team ist der ungarische Nationalstürmer Christopher Bodó, der ursprünglich aus Kanada stammt. Der 26-jährige kam vom ungarischen EBEL-Vertreter aus Fehévár, für den er in 53 Spielen 29 Punkte verbuchen konnte. Zwei Spieler gingen nach Schweden, einer kam dafür aus dem Norden nach Weißwasser - der 32-jährige Schwede Anders Eriksson. Mit der Erfahrung aus 234 Spielen (53 Punkte) in der starken ersten Liga seines Heimatlandes und 299 Partien (161 Punkte) in der zweiten, kann er zu einem Schlüsselspieler im Team werden. Aus Kassel holte man den 24-jährigen Feodor Boiarchinov zurück nach Sachsen, wo er im Trikot der Dresdner Eislöwen seine bisher beste Zeit hatte. Für die Huskies brachte er es in der vergangenen Spielzeit auf 16 Punkte in 57 Partien. Aus Heilbronn wechselte der 22 Jahre junge Marius Stöber zurück in seine Heimat, er entstammt aus der Jugend des ES Weißwasser. Derzeit trainiert der 23-jährige Schwede Viktor Lennartsson bei den Füchsen, er kam in Bremerhaven nicht zum Zug und versucht es nun in der Lausitz. Vom Absteiger aus Rosenheim heuerte man mit Christian Neuert einen DEL- und DEL2-erfahrenen Stürmer an. Try-out Verträge haben der noch für den Kooperationspartner aus Berlin in der DNL stürmende Philipp Kuschel und den ein oder anderen aus seiner Jugendzeit bekannten ehemaligen Steeler Artur Tegkaev. Der 27-jährige spielte in den vergangenen Jahren 329-mal in der Oberliga und kam dabei auf stolze 334 Punkte. Nun versucht er sein Glück eine Etage höher. Aus Berlin erhalten Vincent Hessler und Charlie Jahnke eine Förderlizenz. 

In der Defensive kann der Weggang von 50-Punkte-Mann Patrik Parkkonen wehtun, muss er aber nicht. Mit dem Kanadier Chris Owens holte man wie Christopher Bodó, einen weiteren Spieler aus Fehévár. Dort kam er auf 15 Punkte, zeigte jedoch zu seiner Zeit am College, dass er auch durchaus weiß wo das Tor steht. Doch auch er laboriert gerade an einer Verletzung - alles Gute! Mit dem ehemaligen tschechischen Juniorennationalspieler Jakub Kania, stattete man einen zweiten Kontingentverteidiger mit einem Try-out Vertrag aus. Der 26-jährige kann von seiner reichlichen Erfahrung aus der ersten und zweiten Liga seiner Heimat profitieren und hofft zudem auf einen deutschen Pass, was einer Verpflichtung des Schwedens Lennartssons entgegenkommen würde. Vier Jahre lang verteidigte Steven Bär für Heilbronn, jetzt tut er dies für die Füchse. Ebenfalls aus Baden-Württemberg holte man Yannik Mund, der für Freiburg und Schwenningen auflief. 17-mal in der DEL für die Wild Wings, 37-mal für die Wölfe in der DEL2. Mit Roberto Geiseler, Erik Hoffman und dem letztjährigen Kapitän und Kopf der Mannschaft, André Mücke, bleiben nur drei Defender bei den Füchsen. Hier gilt es die richtige Formation zu finden. Vom Kooperationspartner Berlin erhält Max Adam, wie im vergangenen Jahr, eine Förderlizenz. Da kam der 19-jährige nur auf sechs Einsätze, da er 37-mal in der DEL verteidigte.

Im Tor wagte man in der letzten Saison das Experiment mit ausschließlich jungen, deutschen Goalies - es ging mehr als auf! Mit dem 21-jährigen Maximilian Franzreb, dem gleichaltrigen Konstantin Kessler und dem 23-jährigen „Oldie“ Marvin Cüpper konnte man die drei wichtigsten Stützen zwischen den Pfosten, auch dank der Kooperation mit den Eisbären, halten. Nummer vier ist der aus Augsburg kommende 20 Jahre „alte“ Niklas Zoschke. Spielen diese Jungs eine ähnlich starke Saison wie die letzte, werden sie wieder für verzweifelte Stürmerblicke sorgen.

In den bisherigen Testspielen gab es für die Füchse drei Siege und vier Niederlagen. Am Wochenende gingen sie bei einem Turnier in Ungarn zwar drei Mal als Verlierer vom Eis, dennoch zeigte man gegen hochklassigere Teams eine ansprechende Leistung.

Wir können gespannt sein, wie sich eines der jüngsten Teams der Liga schlagen wird und freuen uns auf den Besuch der Füchse im Ellental.

von Patrick Jonza

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