Nächstes Spiel:
20.10.2017
19:30 Uhr
Letztes Spiel:
5:4 n.V.

Wir stellen vor - der EC Bad Nauheim

Frankfurt, Kassel, Bad Nauheim – alle drei hessische Vertreter hintereinander zum Saisonauftakt als Gegner zu haben, ist wohl eine einmalige Sache in der DEL2. Mit drei Punkten haben die Roten Teufel dieselbe Punkteanzahl wie die Steelers, aufgrund des besseren Torverhältnisses belegen sie nach dem ersten Wochenende den fünften Platz. Am vergangenen Freitag feierte das Team von Trainer Petri Kujala einen 3:0-Heimsieg gegen Heilbronn, am Sonntag verlor man, trotz 2:0-Führung, noch mit 3:4 gegen Ravensburg.

Mit insgesamt 13 Abgängen im Sommer, galt es für die Verantwortlichen in der Kurstadt einen Umbruch einzuläuten. Man musste unter anderem die Wechsel von Topscorer Nick Dineen und Torhüter Mikko Rämo auffangen, auch Defender Joel Johansson, Charlie Sarault und Eugen Alanov verließen die Wetterau.

Im Sturm konnten wichtige Stützen wie Andreas Pauli und Radek Krestan gehalten werden. Mit drei Treffern zum Auftakt zeigte der 23-jährige Pauli gleich seine Qualität. Auch Routinier Krestan hatte über den Sommer nichts verlernt und traf am Wochenende doppelt. Der 27-jährige kanadische Neuzugang James Livingston, der aus der EBEL kam, konnte sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen. Mit der Erfahrung aus über 200 Spielen in der AHL erhofft man sich sehr viel vom Außenstürmer. Livingston kam im Doppelpack mit Landsmann Cody Sylvester aus Dornbirn. Er ging vor zwei Jahren insgesamt 69-mal für Iserlohn in der DEL auf das Eis und kam auf 19 Punkte. Sein Bruder Dustin war einst für die Wölfe Freiburg in der zweiten Liga unterwegs und schoss 34 Tore in 48 Spielen! Aus Iserlohn ist in dieser Saison Noureddine Bettahar für die Teufel unterwegs. Dem 22-jährigen gelangen zum Start zwei Assists. Der passionierte Gitarrenspieler Mike McNamee, er stellte sich Gitarre spielend bei der Teampräsentation vor, kommt direkt von der Uni aus Nordamerika nach Hessen. 12 Spiele in der AHL konnte der 24-jährige dennoch für sich verbuchen. Gegen Heilbronn machte er sein ersten und bisher einzigen Assist für seinen neuen Club. In sein viertes Jahr als Teufel geht der 36-jährige Dusan Frosch, der weiter für viel Gefahr sorgen wird. Auch Harry Lange zählt seit sechs Jahren zum Stammpersonal und ist ein erfahrener Spieler in der DEL2. Dominik Meisinger möchte in dieser Saison den nächsten Schritt nach vorne machen, nachdem ihm im letzten Jahr starke 26 Punkte in 51 Spielen gelangen. Mit Nico Kolb, Leon Niederberger und Marvin Ratmann hat man junge und hungrige Spieler im Kader.

In der Defensive musste man kurz vor Saisonstart eine Hiobsbotschaft verkraften – US-Neuzugang Eric Meland verletzte sich und fällt nach wie vor aus. Man reagierte jedoch schnell und konnte mit Esa Lehikoinen einen erfahrenen Mann mit DEL2-Erfahrung für sechs Wochen verpflichten. In der vergangenen Saison verteidigte der Finne noch für Kassel. Mit dem italienischen Nationalverteidiger Alex Trivellato gelang den Wetterauern ein Coup. In den letzten beiden Jahren ging der 24-jährige 104-mal im Trikot der Schwenninger Wild Wings in der DEL aufs Eis. Zwei Vorlagen gelangen ihm in den ersten beiden Spielen. Viel Potential bringt der aus Regensburg gekommene Daniel Stiefenhofer mit, der in den letzten Jahren jedoch unter Schulterproblemen leiden musste. Mit Steve Slaton, Daniel Ketter und Mac Kohl haben die Hessen erfahrene und solide Defender halten können. Marius Erk ist 21 Jahre jung und mit viel Talent ausgestattet, dass er in seinem zweiten Jahr voll ausschöpfen möchte.

Im Tor ist Felix Bick die neue Nummer 1.Der 24-jährige war in den letzten beiden Jahren Backup bei der DEG in der DEL und ist erstmals Chef zwischen den Pfosten in seiner Karriere. Für seinen „neuen“ Club bestritt er in der Saison 15/16 als Förderlizenzspieler bereits acht Partien. Als Nummer 2 war eigentlich Jan Guryca eingeplant. Der erfahrene Golie riss sich jedoch das Kreuzband und fällt für einen lange Zeit aus. Mit Ansgar Preuß, Patrick Klein und dem ehemaligen Rosenheimer Timo Herden (der jetzt bei der DEG Backup ist), hat man drei Alternativen.

Die Statistiken der Specialteams geben nach zwei Spielen noch wenig her, doch noch gelang den Teufeln kein Tor in Überzahl, in Unterzahl musste man zwei Schlucken. Mit erst 14 Strafminuten kassierte man wenig Strafen, die Steelers kommen bereits auf 36 (eine „10er“).

Wir wünschen allen Fans die das Team nach Bad Nauheim begleiten eine gute Anfahrt und ein spannendes Spiel, an dem am Ende hoffentlich der erste „Dreier“ für die Steelers eingefahren werden kann.

von Patrick Jonza

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