Letztes Spiel:
0:2

Was ein Derby! Steelers besiegen Heilbronn mit 3:2 n.V.

Sonntag, 11.02.2018, Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken
3:2 n.V.

Derbytime hieß es am heutigen Sonntagabend im Ellental – die Steelers empfingen die Falken aus Heilbronn. Beim Team von Kevin Gaudet fiel neben Max Prommersberger und Justin Kelly auch Max Lukes aus. Bei den Gästen wurde ihr Toptorjäger Justin Kirsch kurz vor dem ersten Bully aus der Aufstellung genommen. Im Tor des Tabellenführers startete erneut Ilya Sharipov, bei den Gästen war es Leon Frensel, der für die eigentliche Nummer Eins Marcel Melichercik begann.

Von einem Abtasten auf beiden Seiten konnte vor den 3.906 Zuschauern keine Rede sein, denn die Mannschaften begannen mit viel Schwung, die richtig dicke Chance war jedoch nicht dabei. Am gefährlichsten wurde es dann zufällig, denn Marcus Sommerfelds Schuss war eigentlich weder hart noch platziert, doch vom Handschuh Leon Frensels, landete der Puck am Pfosten. In der sechsten Minute klingelte es dann aus Sicht der Steelers aber auf der falschen Seite. Jonas Schlenker bediente Brandon Alderson, der Goldhelm ließ Ilya Sharipov keine Chance – 0:1. Die Hausherren drängten auf die schnelle Antwort, hatten im Abschluss jedoch ein wenig Pech. In der neunten Minute schnappte sich Rob Brown den Heilbronner Kevin Lavalée und ging aus dem Faustkampf als klarer Sieger hervor. Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Strafe gegen Shawn Weller angezeigt. Rob Brown erhielt vom Schiedsrichtergespann Stefan Vogl und Martin Holzer eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf, den er zuvor begangen hat. Kevin Lavallèe erhielt eine kleine Strafe, so dass es mit einer einfachen Überzahl für die Gäste weiterging. In dieser brachten die Falken 2:40 Minuten wenig aufs Eis, dann bekam Torschütze Brandon Alderson eine Strafe wegen Behinderung. Bei Vier gegen Vier enteilte Tyler McNeely und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Patrick Kurz erhielt zwei Minuten wegen Haltens – Powerplay Bietigheim. In diesem verpasste einmal Shawn Weller am langen Pfosten den Ausgleich und Norman Hauner scheiterte an einer klasse Parade von Leon Frensel. Doch es ging nicht lange weiter mit Fünf gegen Fünf, den Andrew McPherson erhielt wegen Beinstellens eine Strafe. Auch dieses Powerplay ließen die Falken liegen. Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe war es wieder Zeit für eine Strafe gegen beide Teams. Brad Ross und Benjamin Hüfner saßen wegen Stockschlags. 3:23 Minuten vor der ersten Sirene wurde es vor Leon Frensel kurz hektisch, als René Schoofs schoss, doch auch nach Sichtung des Videobeweises war klar, dass die Scheibe nicht im Tor war. Auch in der Folgezeit ging es mit der Strafenverteilung weiter – Adam Borzecki soll ein Bein gestellt haben und musste raus. Auch im bisher besten Powerplay gelang den Falken kein Treffer, da Ilya Sharipov zweimal überragend hielt. 46,8 Sekunden vor dem Ende passierte etwas, was man eher aus der NHL kennt und nicht aus dem Ellental. Adam Borzecki checkte seinen Gegenspieler so gegen die Scheibe an der Strafbank, dass diese in sämtliche Bestandteile zerbrach. Die Pause wurde daraufhin vorgezogen.

Nach 47 Sekunden Restspielzeit wurden die Seiten gewechselt und das zweite Drittel konnte beginnen. In der 23. Minuten wäre beinahe der Ausgleich gefallen, Andrew McPherson spielte einen Traumpass auf Alex Preibisch, der am starken Leon Frensel scheiterte. Doch nur eine knappe Minute spaäter war es dann soweit. Adam Borzecki rettete an der blauen Linie die Scheibe und schoss, Norman Hauner bediente Tyler McNeely im Slot und dieser traf zum Ausgleich. Nach diesem Treffer hatten beide Teams mehrfach die Führung auf der Kelle. In der 27. Minute Powerplay für die Hausherren, da Tim Bernhardt wegen eines Stockschlags raus musste. Trotz eines zweiminütigen Dauerdrucks der Schwaben wollte der Treffer nicht gelingen. Mit Ablauf der Strafe bekam Tim Bernhardt die Scheibe auf dem Silbertablett präsentiert, bei seinem Alleingang klingelte es an den Pfosten, doch war die Scheibe hinter der Linie? Der Videobeweis musste Abhilfe leisten und er tat es – 1:2 für Heilbronn in der 29. Minute. Der Treffer war Wind unter den Flügeln der Falken, denn sie bestimmten das Tempo im Anschluss. Doch als Falkenjäger betätigte sich dann Shawn Weller, der bereits mehrfach von Sprechchören aus dem Heilbronner Block motiviert wurde. Er traf nach Scheibenverlust der Unterländer mit der Rückhand zum 2:2! Die Arena stand Kopf. Im Anschluss waren die Falken wieder mit Überzahl dran, Alex Preibisch saß, doch Tyler McNeely vergab bei einem Breakaway die Chance auf den Shorthander. Als die Steelers wieder komplett waren, schnellten wenige Sekunden vor der zweiten Sirene einige Hände in die Höhe, da der Schuss von Adam Borzecki vermeintlich hinter der Linie war, doch die Schiedsrichter waren sich auch ohne Videobeweis sicher, dass er es nicht war. So ging es mit dem 2:2 in die letzte Pause.

Zum letzten Drittel kamen die Schiedsrichter ein wenig früher zurück und zogen doch noch den Videobeweis zurate, doch sie blieben bei ihrer Entscheidung....naja.... Oben drauf gab es noch eine Bankstrafe gegen Bietigheim und Powerplay für Heilbronn, welches erneut ohne Erfolg blieb. Bei beiden Teams merkte man an, dass es erstmal um Fehler vermeiden ging, denn jeder könnte sofort bestraft werden. In der 49. Minute der erste „Fehler“ auf Seiten der Falken, denn es gab eine Strafe gegen Jordan Heywood wegen Haltens. Kaum waren die Unterländer komplett leistete sich Brandon Alderson einen üblen Check gegen Adam Borzecki, der nur mit zwei Minuten geahndet wurde. Doch auch im zweiten Überzahlspiel wollte der dritte nicht fallen. 7:22 Minuten wurde es wild, Shawn Weller wollte sich Brad Ross schnappen, dieser igelte sich auf dem Eis ein und des kam nicht zum Fight. Der Bietigheimer bekam für diese Aktion 2+10 Minuten aufgebrummt. Im Powerplay der Falken war am heutigen Sonntag der Wurm drin, klare Möglichkeiten konnten nicht erspielt werden. Bei Fünf gegen Fünf im Anschluss war man weitaus gefährlicher. Doch ein Tor wollte keinem mehr gelingen, es ging in die Verlängerung.

In der Overtime ging es dann relativ schnell! Scheiterte zunächst noch Alex Preibsich an Leon Frensel, war es Norman Hauner, der mit einer starken Aktion Dominc Auger in Szene setzte. Der Routinier nette dann überlegt und mit stoischer Ruhe links unten ein! Der Rest war nur noch Jubel!

 Jeder Steeler ist ein Derbysieger!

von Patrick Jonza

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