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Vizemeister schlägt Meister - Steelers gewinnen 6:2 gegen Kassel

Dienstag, 22.11.2016, Bietigheim Steelers - Kassel Huskies
6:2
Glänzte mit einem Doppelpack - Matt McKnight

Beim Gipfeltreffen im Nachholspiel des 15. Spieltages trafen in der EgeTrans Arena der amtierende Meister aus Kassel auf den Tabellenführer und Vizemeister, welcher am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Spielzeit bei beiden Spielen punktlos geblieben ist, aufeinander. Der Vorsprung der Schwaben auf die Verfolger Frankfurt  und Kassel verringerte sich deshalb auf drei bzw. vier Punkte. Aber auch die Nordhessen konnten in ihrem letzten Spiel gegen Dresden weder richtig überzeugen noch punkten und wurden zudem von den Ellentälern beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison zuhause mit 0:8 abgefertigt. Somit standen bei beiden Teams die Zeichen auf Wiedergutmachung.

Auf die Reise ins Ellental konnte Trainer Rico Rossi alle seine Schlittenhunde mitnehmen. Steelers-Coach Kevin Gaudet hingegen musste weiterhin auf Justin Kelly, Markus Gleich, Andreas Schwarz, Freddy Cabana sowie Max Lukes verzichten. Unterstützt wurden die Schwaben erneut von Marcel Kahle und Denis Shevyrin des Kooperationspartners Iserlohn.

Nach dem Eröffnungsbully gingen die Gäste sehr zielstrebig und aggressiv auf den Puckführenden konnten jedoch in der Anfangsphase keine bedeutenden Akzente setzen. Die Hausherren zunächst etwas auf Scheibensicherheit bedacht und in der dritten Spielminute knallte Matt McKnight die Scheibe ans Gehäuse von Markus Keller. Im weiteren Verlauf erhöhten die Steelers den Druck und Markus Keller parierte erst einen platzierten Schuss von Marcel Kahle und kurz darauf einen weiteren Schuss von Marcus Sommerfeld. Die erste kurze Auszeit nahm sich Marcel Kahle. Im folgenden Powerplay schienen die Huskies nur zögerlich ins Drittel der Schwaben zu wollen und der einzige Schuss verschwand souverän in der Fanghand von Silo Martinovic. Der Partie nahm an Nicklichkeiten  zu, wurde hitziger und dies übertrug sich auch auf die 2.385 Zuschauer in der EgeTrans Arena. Es folgten mehrere Strafen auf beiden Seiten. Die Hausherren relativ sicher in Unterzahl aber in der Überzahl dauerte es etwas, bis sie die Aufstellung gefunden hatten. Die Scheibe lief, jedoch die zwingenden Chancen fehlten. Es waren noch 1:38 zu spielen als Carter Proft und Shawn Weller wegen unnötiger Härte in die Box mussten. Im Spiel 4 gegen 4 konnten sie Hausherren deutlich mehr mit der Scheibe, sowie dem übrigen Platz anfangen und René Schoofs traf  zum erlösenden 1:0 ins Kassler Gehäuse bei einer Restspielzeit von 1:14 Minuten. Es waren noch 30 Sekunden zu spielen als der Kassler Toni Ritter auf der Strafbank Platz nehmen durfte und es ging beim Stand von 1:0 in die Pause.

Im Mitteldrittel begannen die Steelers in Überzahl und es klingelte recht schnell nach einem Schuss von Marcus Sommerfeld erneut das Gestänge von Markus Keller. Als der Kassler Toni Ritter wieder aufs Eis zurückkam erhielt er sofort die Scheibe und tauchte alleine vor Silo Martinovic auf – dieser behielt die Nerven und die Hartgummischeibe verschwand in seiner Fanghand. Die Schwaben wurden sichtbar druckvoller aber es dauerte noch bis zur 28. Minute ehe Shawn Weller einen Schuss von Rob Brown unhaltbar abfälschen konnte. Die Hausherren wurden sicherer im Spielaufbau und zogen ihr Spiel auf. Alles lief eigentlich gut, bis die Huskies in der 33. Minute durch Manuel Klinge und nur zwei Minuten später durch Michael Christ mit zwei schnellen Gegenzügen ausgleichen konnten. Knapp vier Minuten vor dem Ende des Drittels versuchte es Marcel Kahle mit einem satten Schuss von der blauen Linie, welcher aber auch in der Fanghand von Markus Keller landete und somit blieb es beim Spielstand von 2:2 zur zweiten Pause.

Den Schlussabschnitt mussten die Hausherren zunächst in Unterzahl beginnen, da Max Prommersberger kurz vor der Pause eine Strafe wegen unnötiger Härte verordnet bekam. Hier waren die Ellentäler immer einen Schritt schneller als die Nordhessen und meisterten die Unterzahl sehr souverän. Wieder vollzählig erhöhte  Matt McKnight in der 44. Spielminute zum wichtigen 3:2 für den Tabellenführer. Die Erleichterung der Spieler war sichtbar und die Gastgeber machten weiter Druck. Nur drei Minuten später ließ Robin Just dem Kasseler Goalie Markus Keller keine Chance und zimmerte den Puck unhaltbar unter die Latte zum 4:2. Nach weiteren 26 Sekunden zog Denis Shevyrin von der linken Außenbahn ab und krönte seine gute Leistung an diesem Abend mit dem sehenswerten Treffer zum 5:2. Nach diesem Tor schien die Partie entschieden und der Vizemeister bekam wieder die Scheibensicherheit der vorherigen Spiele. Aus diesem sicheren Spiel war es erneut Matt McKnight, welcher nach 53 gespielten Minuten zum Endstand von 6:2 erhöhte. Der amtierende Meister zeigte sich nicht unbedingt als guter Verlierer und dies endete 3:37 Minuten vor Spielende nach einem unschönen Check in einer handfesten  Auseinandersetzung zwischen Benjamin Zientek, Shawn Weller, Michael Christ und Marco Müller. Für diese Einlage durften alle Hauptdarsteller die Eisfläche vorzeitig verlassen. In der verbleibenden Spielzeit wurde dann auch wieder Eishockey gespielt. Spieler des Abends waren bei den Kassel Huskies Manuel Klinge und bei den Steelers Silo Martinovic. 

Die Steelers zeigten nach dem vergangenen Wochenende Moral und kämpften sich wieder eindrucksvoll auf die Siegerstraße zurück. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken geht es im nächsten Spiel zu den Roten Teufel nach Bad Nauheim.

Bericht: Ralf Endres                                                                                                                                                                                                                                                                          

von Bietigheim Steelers

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