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Vierter Sieg im vierten Spiel - 3:1-Erfolg in Garmisch!

Sonntag, 25.09.2016, SC Riessersee - Bietigheim Steelers
1:3
Freddy Cabana erzielte das 2:0 für die Steelers

Nach drei Siegen in Folge mit neun Punkten und 16:2 Toren gastierten die Steelers bei bestem Wetter in Garmisch-Partenkirchen. Der SC Riessersee konnte zwei der ersten drei Partien gewinnen und belegt in der Frühphase der Saison den 5. Platz der Tabelle. Bei den Schwaben musste Trainer Kevin Gaudet neben den ohnehin fehlenden Markus Gleich, Justin Kelly, Shwan Weller und Dominic Auger auch auf Tim Heffner verzichten. Vom Kooperationspartner aus Sonthofen stand Stürmer Fabian Voit im Aufgebot. Der am Freitag hart gecheckte Andreas Schwarz war wieder mit von der Partie. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere lief Neuzugang Benjamin Zientek mit dem goldenen Helm des Topscorers auf. Vier Tore und Vier Vorlagen sind nicht nur Teamintern Platz eins, sondern auch Ligaspitze! 

Bereits in der ersten Minute in der Olympiahalle vor 1.511 Zuschauern, darunter ca. 80 Schwaben, bekamen die Gäste ein Powerplay zugesprochen. Michael Rimbeck musste wegen Hakens zwei Minuten sitzen.  Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte René Schoofs die erste Möglichkeit, scheiterte jedoch am heute im Garmischer Tor stehende Ilya Sharipov. Kurz vor Ablauf der Strafe erwischte es mit Robin Just den ersten Bietigheimer, der in die Kühlbox „durfte“. Ihm folgte wenig später Freddy Cabana wegen Stockschlags – 58 Sekunden musste man mit zwei Mann weniger auskommen. Mattias Beck hatte für den SCR die große Chance zur Führung, sein Schuss prallte zum Glück für Silo Martinovic gegen den Pfosten. Die Schwaben waren kaum komplett, da hatte Freddy Cabana ebenfalls die Führung auf der Kelle. Auch sein Schuss fand aber nicht den Weg ins Tor. Das Spiel in den ersten Minuten flott und ausgeglichen. In der 10. Minuten setzte sich dann Freddy Cabana in der Ecke durch und passte auf Goldhelm Benjamin Zientek, dieser untermauerte warum er diesen Helm trägt und zimmerte die Scheibe durch die Beine von Ilya Sharipov zur Führung in die Maschen - 1:0 für Bietigheim! Zwei Minuten später war es erneut der Torschütze, der beinahe wieder einen Doppelpack schürte, diesmal ging die Scheibe jedoch knapp am Kasten vorbei. Kurz darauf half erneut der Pfosten Silo Martinovic bei einem Schuss von Christian Hummer, die Nachschüsse parierte Silo bravourös. In der 16. Minute war es wieder einmal die Reihe um Benny Zientek, Max Lukes und Freddy Cabana die groß aufspielte. Max Lukes auf Benny Zientek und dieser weiter auf Freddy Cabana –  im Nachschuss traf die Nummer #97 zum 2:0! Kurz vor Ende nochmal gute Möglichkeiten für beide Teams. Für den SCR verzogen Michael Rimbeck und Christian Hummer, für die Bietigheimer Benjamin Zientek und David Wrigley. Drei Sekunden vor der Sirene schickte Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz Bastian Steingroß noch in die Kühlbox.

In Unterzahl begann man den Mittelabschnitt und konnte diese schadlos überstehen. Die Garmischer kamen mit gefühlt mehr Schwung aus der Kabine, richtig gefährlich wurde es aber selten. In der 26. Minute schoss Simon Mayr die Scheibe einfach mal vor das Tor von Silo Martinovic und irgendwie fand sie den Weg hinter die Linie. Nur noch 2:1. Wenige Sekunden später dann die bis dato unschönste Szene des Spiels – Christian Hummer fuhr im Drittel der Schwaben Max Lukes mit einem Kniecheck über den Haufen – die logische Konsequenz war eine Spieldauerdisziplinarstrafe! Max Lukes musste in der Kabine behandelt werden. Auf diese fünf Minuten Überzahl hätte man auch verzichten können, ein gesunder Max Lukes ist wichtiger! Im Powerplay schnürte man die Hausherren regelrecht ein. 43 Sekunden vor Ablauf der Strafe dann Premiere für die Schwaben in dieser Saison – der Videobeweis musste zu Rate gezogen werden. War Matt McKnight sein Schuss hinter der Linie oder nicht? Er war es und es stand 3:1! Ein super Beweis wie wichtig die Einführung dieser Technik war, denn der Hauptschiedsrichter erkannte das Tor im ersten Moment nicht an. In der Folgezeit übernahmen die Schwaben die Kontrolle über die Partie und hatten mehrfach den vierten Treffer auf der Kelle, der aber nicht fiel. Die letzten beiden Minuten durften man zudem noch in Überzahl ran. Wegen falschen Anspiels (zweimal vom Bullypunkt weggeschickt) hatte Scott Campbell früher Pause. In Unterzahl hatten die Garmischer bei einem Break die Chance zu verkürzen, Silo Martinovic wusste dies zu verhindern. Mit der erneuten 2-Tore-Führung ging es in den Schlussabschnitt.

Die gute Nachricht zu Beginn des dritten Drittels war, dass Max Lukes wieder mit von der Partie war! Die Hausherren drängten in den Anfangsminuten auf das Tor der Steelers, die Versuche aber allesamt sichere Beute für Silo. Die Schwaben hatten auch Möglichkeiten, doch auch Ilya Sharipov war stets auf der Hut und konnte die Vorentscheidung verhindern. Der Vizemeister spielte fortan clever, ließ wenig zu und setzte vorne Nadelstiche und beschäftigte die Hintermannschaft der Bayern. Zu dieser Phase des Spiels, ca. 10 Minuten vor Schluss, reichte es zu reagieren, denn Garmisch brauchte die Tore. Siebeneinhalb Minuten vor Schluss saß Kapitän Adam Borzecki wegen eines hohen Stocks auf der Strafbank. 54 Sekunden wurde es voller auf der Strafbank. Im Slot unterlief Max Prommersberger ein Stockschlag und auch er musste raus. Die große Chance für den SCR. Doch weder in doppelter noch in einfacher Überzahl wollte den „Blauen“ was gelingen. Stattdessen foulte Scott Campbell in der 56. Spielminute und es ging mit Vier gegen Vier weiter. In der knapp eine Minute langen Überzahl trafen Marcus Sommerfeld mit seinem Hammer und Freddy Cabana nur die Latte. Dann Meinungsverschiedenheiten vor dem Tor von Ilya Sharipov. Adam Borzecki traf es mit 2+2 Strafminuten und Simon Mayr mit zweien. Erneut Powerplay für die Hausherren. 2:22 Minuten vor Ende nahm Coach Tim Regan seinen Goalie vom Eis. Doch alles Anrennen brachte nichts mehr ein – die Steelers siegen dank einer tollen Mannschaftsleistung mit 3:1 unter der Zugspitze!

Am kommenden Freitag geht es dann um 19:30 Uhr gegen die Eispiraten Crimmitschau in der EgeTrans Arena weiter.

von Patrick Jonza

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