Nächstes Spiel:
HEUTE
19:30 Uhr
Letztes Spiel:
6:1

Überstunden unter der Zugspitze - Steelers siegen 4:3 n.P.

Montag, 26.12.2016, SC Riessersee - Bietigheim Steelers
3:4 n.P.
Hatten am Ende beide Grund zum Jubeln - Fans und Team

Am zweiten Weihnachtsfeiertag lotste der Spielplan der DEL2 die Bietigheim Steelers ins Werdenfelser Land zum Gastspiel beim SC Riessersee. Hierbei konnte Kevin Gaudet wieder auf die Dienste von David Wrigley zurückgreifen, der seine Sperre in den Partien gegen Ravensburg, Kassel und Dresden abgesessen hatte.

Die erste große Chance der Partie hatten die Hausherren nach exakt 100 Sekunden durch Mattias Beck, der nach schönem Diagonalpass plötzlich allein vor Goalie Silo Martinovic auftauchte, doch der Schlussmann der Steelers blieb in diesem Duell der Sieger. Unmittelbar nach einer guten Einschusschance von Michael Fink musste selbiger als Erster an diesem Abend den Gang in die Kühlbox antreten, zwei Minuten für Beinstellen wurden ihm zur Last gelegt. Doch anstatt eines Sturmlaufs der Hausherren zu bestaunen, hatten erst einmal die Steelers die Möglichkeit zum Unterzahltreffer, Ilya Sharipov und Andreas Driendl hatten Abstimmungsprobleme und eröffneten Matt McKnight die Möglichkeit zur Führung, doch der Garmischer Goalie konnte im letzten Moment die Gästeführung vereiteln. Als das Powerplay der Bayern nahezu abgelaufen war, klingelte es dann doch noch! Sieben Sekunden standen noch auf der Strafzeit-Uhr, als Andreas Driendl seine Farben etwas glücklich mit 1:0 in Führung bringen konnte. Zur Mitte des Spieldrittels erhöhten die Steelers dann den Druck aufs Tor des SCR, bauten kurzzeitig bei Fünf gegen Fünf ein Powerplay auf, doch ein Tor wollte nicht gelingen – es blieb bis zum ersten Pausentee bei der knappen Führung der Hausherren.

Vier Minuten waren im zweiten Spielabschnitt gespielt, als sich erstmals im Olympia-Eissport-Zentrum die Strafbanktür der Gastgeber öffnete, Manuel Malzer musste wegen Stockschlags zwei Minuten zuschauen. Das Quintett Marcus Sommerfeld, David Wrigley, Matt McKnight, Dominic Auger und Adam Borzecki biss sich zwar fast 100 Sekunden im Angriffsdrittel fest, doch ein Treffer wollte zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelingen. Die Garmischer waren gerade einmal fünf Sekunden komplett, da erwischte es Robin Just mit einer Strafe. Der Mann mit der # 17 musste ebenfalls wegen Stockschlags auf die Strafbank und jetzt waren die Steelers im Bunde mit dem Glück, Mattias Beck traf nur den Pfosten – es blieb beim Spielstand von 1:0. In der 31. Minute dann erstmaliger Jubel im Block der mitgereisten Steelers Fans, Ex-Steeler Benjamin Hüfner sorgte für erneut dezimierte Garmischer und dieses Mal funktionierte die Powerplayformation des Tabellenführers! Nach Zuspiel von David Wrigley und Matt McKnight zog der zweifache Torschütze vom Freitagabend, Dominic Auger, ab und sorgte im Zusammenspiel mit dem Innenpfosten für den verdienten 1:1 Ausgleich. Zwei Minuten später standen dann René Schoofs und Benjamin Zientek im Mittelpunkt, als Bietigheims Urgestein mit einem sehenswerten Zuspiel Benjamin Zientek freistehend vor dem Tor bediente und dieser aus Torschützensicht oben rechts einnetzte – 1:2 nach 33 Minuten. In den Folgeminuten kamen beide Teams zu weiteren Möglichkeiten, bei den Hausherren scheiterten kurz vor der zweiten Pause Roope Rante und Michael Rimbeck mit zwei hochkarätigen Möglichkeiten am glänzend aufgelegten Silo Martinovic.

Das Schlussdrittel begann dann zunächst wie nach Plan, der SC Riessersee musste Unterzahl spielen und die Steelers wirbelten im Angriff. Bastian Steingroß schoss aus Bluliner-Position und Benjamin Zientek fälschte unhaltbar für Ilya Sharipov ab, 1:3 leuchtete es auf der Anzeigetafel auf, gut 15 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. Doch das Team von Tim Regan gab vor 2.680 Zuschauern nicht auf, die Weiß-Blauen spielten weiterhin mutig nach Vorne und brachten den Tabellenführer immer wieder kurzzeitig in Not. Zwischen der 49. und 54. Minute passierte es dann auch. Zuerst verkürzte Mattias Beck und fünf Minuten später war es dann Roope Ranta, der den 3:3 Ausgleich erzielte – Überstunden an Weihnachten waren angesagt!

In der fünfminütigen Overtime sprang für keines der beiden Teams etwas Zählbares heraus, so dass zur Vergabe des dritten Punkts das Penaltyschießen nötig war. Hier hatten die Steelers am Ende das Glück auf ihrer Seite, Matt McKnight und David Wrigley versenkten die Hartgummischeibe im Garmischer Gehäuse, bei den Hausherren war nur Roope Ranta erfolgreich. Die Steelers siegen somit mit 4:3 nach Penaltyschießen - offizieller Torschütze des vierten Treffers war David Wrigley.

Bereits am kommenden Mittwoch, den 28.12. geht es für die Kufencracks aus dem Ellental weiter, dann gastieren die Eispiraten Crimmitschau um 19:30 Uhr in der EgeTrans Arena. Seid dabei und unterstützt das Team!

von Sebastian Marjan

Zurück