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Überragendes Powerplay ebnet den Weg ins Finale! Steelers siegen mit 7:3 in Kaufbeuren

Freitag, 07.04.2017, ESV Kaufbeuren - Bietigheim Steelers
3:7

In Spiel 4 hatten am heutigen Freitagabend die Steelers den ersten Matchpuck in der Sparkassenarena in Kaufbeuren. Beim Team von Trainer Kevin Gaudet waren alle Mann an Bord. Als überzähliger Kontingentspieler war Justin Kelly nicht im Kader, für ihn rückte David Wrigley zurück in die Mannschaft.

Wie im ersten Duell im Allgäu legte der ESVK mit hohem Tempo los. Aus diesem Tempo resultierte auch die die Führung in der zweiten Minute. Michael Fröhlich spielte einen Zuckerpass auf dem im Slot lauernden Max Schmidle und dieser traf vorbei an Silo Martinovic zur frühen Führung. Nur 14 Sekunden später die erste Strafe gegen die Schwaben, Schiedsrichter Stefan Vogl schickte Kapitän Adam Borzecki in die Kühlbox. Die Steelers mit starkem Penaltykilling, so dass man weiter nur knapp zurücklag. Erst in der fünften Minute das erste offensive Zeichen der Ellentaler als Rob Brown Stefan Vajs im Joker-Tor prüfte. Bietigheim nun besser im Spiel, doch kaum war man dies, fing man sich erneut durch Max Schmidle den zweiten Gegentreffer. Ondrej Pozivil zog von der blauen Linie ab, den Abpraller verwertete der ESVK-Stürmer zum Doppelpack. Dann wurden die Strafbanktüren in der Sparkassen Arena auf Tauglichkeit geprüft, denn Stefan Vogl steckte im Minutentakt Spieler beider Teams auf die Strafbank. Den Auftakt machte in der siebten Minute Christoph Kiefersauer. In Unterzahl hatten seine Kollegen zwei gute Möglichkeiten, doch Silo war zur Stelle. Als die Überzahlbox dann stand, gelang Marcus Sommerfeld mit einem klasse Schuss der 1:2 Anschlusstreffer. Dann durften erst Rob Brown und direkt nach Ablauf seiner Strafe Adam Borzecki für zwei Minuten zuschauen. Im bisher besten Powerplay der Allgäuer rettete einmal die Latte und zweimal Silo hervorragend. Da Rob Brown ja schon über zwei Minuten nicht mehr in der Kühlbox war und er den Weg kannte, durfte er erneut in selbiger für zwei Minuten verweilen. Sein Vergehen diesmal ein Haken. Bei einem Konter in Unterzahl schlug Michele Fröhlich gegen den Stock von Freddy Cabana und musste auch runter. Doch nur 30 Sekunden später gesellte sich Bastian Steingroß zu Kollege Brown und es ging mit vier gegen drei weiter. Passiert ist jedoch nichts. Beide Teams dann nur kurz vollzählig, da Florin Ketterer einen Bandencheck gegen Marcel Rodman ansetzte und runter musste. Im zweiten „richtigen“ Powerplay schlugen die Schwaben zum zweiten Mal zu. Marcel Rodman spielte einen Traumpass zu Bastian Steingroß, der am langen Pfosten zum Ausgleich einschoss. Mit dem Unentschieden und jeweils fünf Feldspielern ging es in die erste Pause.

Im zweiten Durchgang erwischten die Steelers eigentlich einen guten Start, doch ein Zuckerpass von Ondrej Pozivil auf Branden Gracel stoppte diesen. In Penaltymanier lief er auf Silo zu und verlud diesen mit einer starken Bewegung zur erneuten Führung. In den Folgeminuten drängten die Hausherren auf den vierten Treffer. Doch im Stile einer Spitzenmannschaft schlugen die Gäste zurück. René Schoofs setzte von hinter dem Tor aus Max Prommersberger in Szene, der in der 28. Minute zum 3:3 traf. Das Spiel wieder offen und beide Teams mit einigen guten Chancen. Bis zur 35, Minute blieb der Arm von Stefan Vogl unten, doch als Jeff Szwez mit der Faust zuschlug, ging die Strafbanktür wieder auf. Im dritten Überzahlspiel dauerte es lediglich 18 Sekunden ehe Matt McKnight eine super Kombination über Dominic Auger und David Wrigley zur ersten Führung abschloss. Dann Schrecksunde im Bietigheimer Lager, denn Michael Fröhlich checkte René Schoofs, der auf Freddy Cabana fiel. Für ihn war die Begegnung damit gelaufen. In den letzten zwei Spielminuten brannte vor beiden Toren nochmals der Baum, doch beide Keeper mit Glanzleistungen. Mit der Schlusssirene gab es noch eine kleine Rudelbildung aus der bei den Steelers Marcus Sommerfeld und Dominic Auger und bei den Allgäuern Goalie Stefan Vajs und Jannik Woidtke jeweils zwei Minuten bekamen.

Im Schlussdrittel kam der ESVK erneut mit viel Tempo aus der Kabine ohne sich jedoch große Chancen zu erspielen. In der 49. Minute dann wieder Powerplay für die Steelers und erneut dauert es nur wenige Sekunden ehe es hinter Stefan Vajs klingelte. Marcus Sommerfeld packte den Hammer aus und traf zum 5:3! Nur 59 Sekunden später legte Robin Just den sechsten Treffer nach. Einen Fehler im Aufbau der Allgäuer nutzte er aus und traf frei vor Stefan Vajs zur Entscheidung. Doppelschlag zum 6:3. Stefan Vajs, der über die gesamte Serie herausragend hielt, verließ daraufhin seinen Kasten und machte Platz für Marc-Michael Henne. Der Backup stand nur wenige Augenblicke im Tor, da überwand René Schoofs den Schlussmann zum Endstand von 7:3. Er geht damit in die Geschichte der Sparkassenarena ein, denn er war der letzte Torschütze in dieser alt ehrwürdigen Halle, da ein Treffer von Ondrej Pozivil nach Studium des Videomaterials keine Anerkennung fand.

Der Rest war nur noch Party – die Kaufbeurer feierten eine grandiose Saison und das letzte Spiel in der Halle und die Steelers den fünften Finaleinzug in Folge. Gegner ab dem 15.04. werden die Löwen Frankfurt sein, die in Kassel mit 7:6 gewannen.

Jetzt durchschnaufen und Kräfte für die Endspielserie sammeln!

von Patrick Jonza

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