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Tigers beißen sich zurück - Steelers unterliegen mit 0:3

Dienstag, 21.03.2017, EHC Bayreuth Tigers - Bietigheim Steelers
3:0
Heute jubelten mal die Tigers

Am heutigen Dienstag hatten im Bayreuther Tigerkäfig die Steelers den ersten von insgesamt vier Matchpucks um ins Halbfinale einzuziehen. Der Kantersieg vom Sonntag musste bei beiden Teams aus den Köpfen und alles wurde wieder auf null gesetzt. Bei den Schwaben durfte David Wrigley wieder auf der Tribüne Platz nehmen, Marcel Rodman rutschte erneut in den Kader. Freddy Cabana und Marcus Sommerfeld fehlten weiterhin. Die Oberfranken vertrauten wieder auf die Dienste von David Wohlberg, für ihn wich David Kuchejda.

Die Tigers begannen mit viel Schwung vor den 1.783 Zuschauern, darunter ca. 150 Fans aus dem Ellental und hatten nach wenigen Sekunden durch Nathan Robinson den ersten Schuss, der Silo Martinovic jedoch nicht vor allzu große Probleme stellte. Bei den Gästen hatte Dominic Auger die erste nennenswerte Möglichkeit, doch auch Tomas Vosvrda hielt sicher. In der fünften Minuten konnten Marcel Rodman und Robin Just beinahe einen Fehler im Aufbau der Bayreuther nutzen, doch wieder war beim Goalie Endstation. In der siebten Minute dann die Führung für die Hausherren, Dominic Auger rutschte bei einem Rettungsversuch im Slot weg, Goldhelm Michal Bartosch nutzte dies aus und traf zur Führung.  Kurz darauf die erste Strafe des Spiels gepfiffen durch Schiedsrichter Robert Paule. Kapitän Adam Borzecki musste wegen Behinderung auf die Strafbank. Das Penaltykilling funktionierte und es blieb beim knappen Rückstand. In der 12. Minute hatte Max Lukes zweimal den Ausgleich auf der Kelle, doch Tomas Vosvrda blieb Sieger. Die Oberfranken zeigten sich in der Defensive deutlich verbessert und setzten vorne immer wieder Nadelstiche. Ein starkes Solo von Michal Bartosch wusste Silo Martinovic gekonnt zu sichern, sonst hätte es zum zweiten Mal hinter ihm geklingelt. 82 Sekunden vor der ersten Pausensirene dann das erste Powerplay für Bietigheim, Jan Pavlu saß wegen Beinstellens. Doch fallen wollte der Ausgleich nicht mehr. Insgesamt hatten die Steelers mehr Scheibenbesitz, doch das Tor erzielten die Tiger.

Das zweite Drittel hatte noch 38 Sekunden Überzahl für die Gäste auf die Uhr als die Scheibe eingeworfen wurde. Diese Zeit konnte nicht für den Ausgleich genutzt werden. In der 24. Minute setzte Andreas Geigenmüller den mitgelaufenen Jozef Potac in Szene, der ließ Silo Martinovic keine Chance und traf zum 2:0 für seine Farben. Kurz darauf erwischte Robin Just mit einer 2-Minuten-Strafe, er musste wegen Beinstellens raus. Wieder war das Unterzahl der Schwaben besser als das Überzahl der Franken. In der Folgezeit drückten die Bayreuther auf den dritten Treffer. Zur Halbzeit nahmen die Offensivaktionen der Gäste wieder zu, eine dicke Chance sprang zu diesem Zeitpunkt aber nicht heraus. Vielleicht konnte das erneute Powerplay in der 31. Minute dies ändern – Jozef Potac musste in die Kühlbox. Trotz druckvollem Spiel wollte der Anschlusstreffer nicht fallen. In der 35. Minute Strafe gegen beide Teams, Andreas Schwarz für Bietigheim und Sebastian Busch für Bayreuth hatten zwei Minuten Pause – mit vier gegen vier ging es weiter. Gleich zu Beginn hatte Benjamin Zientek frei vor Vosvrda die große Chance zum ersten Treffer, konnte aber nicht treffen. Was er danach traf, war das Bein seines Gegenspielers und er musste dafür zu Andreas Schwarz auf die Strafbank. Es blieb aber dabei, dass kein Specialteam bisher einen Treffer erzielen konnte. Was auch blieb war, das den Schwaben weiter kein Tor gelingen wollte. Mit dem 2-Tore-Rückstand ging es in den Schlussabschnitt.

In diesem galt es in der 44. Minute eine Schrecksekunde zu überstehen. Jozef Potac zog ab und traf Silo Martinovic gegen die Maske. Nach einer kurzen Pause ging es Gott sei Dank für den Schlussmann weiter. Die Steelers rannten nun an, doch die Tigers verteidigten geschickt und hielten den Vorsprung. Vielleicht sollte ein Powerplay die Wende bringen, denn in der 48. Minute schickte Robert Paule Patrick Rypar wegen Stockschlags auf die Strafbank. Um es kurz zu machen – das Powerplay brachte außer einem gefährlichen Konter durch Nathan Robinson nicht viel ein. Die Wagnerstädter stellten sich nun komplett hinten rein und verteidigten die Führung – und das machten sie gut. Entweder man kam an der geballten Defensive nicht vorbei oder man hatte kein Scheibenglück. Bereits 2:25 Minuten vor Ende der Partie nahm Kevin Gaudet Silo Martinovic zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und wenn du vorne kein Glück hast, kommt hinten auch noch Pech dazu. Bastian Steingroß wollte auf den hinter ihm stehenden Robin Just spielen, doch leider war dieser nicht dort, wo Bastian Steingroß dachte. Die Scheibe trudelte somit zur endgültigen Entscheidung ins eigene Tor – 3:0 für Bayreuth!

Am Freitag kommt es somit zum Spiel 5 in der EgeTrans Arena. Spielbeginn ist um 20:00 Uhr. 

von Patrick Jonza

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