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Steelers unterliegen Straßburg mit 2:4 und treffen morgen auf Ambrì Piotta

Samstag, 20.08.2016, Bietigheim Steelers - Etoile Noire de Strasbourg
2:4

Im zweiten Spiel des Ice-Cup trafen die heimischen Steelers auf den französischen Vertreter aus Straßburg. Ermittelt wurde  der Finalgegner von Sonderjysk, die im ersten Spiel den HC Ambrì Piotta mit 3:2 besiegen konnten. Bei den Hausherren musste Coach Kevin Gaudet auf neben Markus Gleich und Justin Kelly auch auf Freddy Cabana, Dominic Auger und David Wrigley verzichten. Aus Iserlohn verstärkte Marcel Kahle und aus Sonthofen Phillip Messing den Kader der Schwaben.

Der Vizemeister zeigte von Beginn an, dass man morgen im Finale stehen möchte. Bereits nach 65 Sekunden setzte Shawn Weller den besser positionierten Robin Just in Szene, der jedoch an Goalie Vladimir Hiadlovsky scheiterte. Zwei Minuten später spielte Rob Brown einen Zauberpass auf Robin Just, der Marcel Kahle leider zu steil anspielte, so dass es beim torlosen Unentschieden blieb. Der Druck der Schwaben in den Anfangsminuten immens. Doch so wie es meistens ist, wenn du deine Chancen nicht reinmachst, dann fängst du dir halt einen. Straßburg schlug bei einem Konter eiskalt zu. Valentin Mathieu spielte auf Roland Vigners und dieser ließ Sinisa Martinovic keine Abwehrmöglichkeit - 0:1! Die Bietigheimer schüttelten sich kurz und spielten weiter nach vorne, mussten bei den Kontern der Gäste aber stets auf der Hut sein. Mit zunehmender Spielzeit legten die Straßburger den anfänglichen Respekt mehr und mehr ab und kamen ebenfalls zu mehreren Einschussmöglichkeiten. Silo Martinovic parierte jedoch alles. In der 16. Spielminute dann das erste Powerplay für die Steelers. Den Torschützen Rolands Vigners traf es wegen Beinstellens. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich hatte Benjamin Zientek, der einen Schuss von Rob Brown knapp neben das Tor abfälschte, ansonsten war noch wenig los in Überzahl. Und dann war es auch schon im ersten Drittel. Mit einem 0:1 aus Sicht der Schwaben ging es erstmals in die Kabinen.

In den Anfangsminuten des Mittelabschnitts spielte sich das Geschehen fernab der beiden Goalies ab. Lediglich ein Torschuss von René  Schoofs und Leo Guillemain für die Gäste konnten als solcher gewertet werden. In der 24. Minute war es erneut René Schoofs der Maß nahm und Vladimir Hiadlovsky die Maske vom Kopf schoss – nach kurzer Pause ging es für den tschechischen Torhüter Gott sei Dank weiter. Das Fehlen wichtiger Akteure und die bisherige harte Vorbereitung merkte man dem Vizemeister der DEL2  zur Mitte des zweiten Drittels an. Als dann in der 28. Minute Shawn Weller auf die Strafbank gesetzt wurde, musste man zudem erstmals mit einem Mann weniger auskommen. Im Powerplay überwand dann Kyle Stroh mit einem überragenden Schlagschuss Silo Martinovic zum 0:2! Jetzt wurde es noch schwieriger. Beinahe gelang Marcus Sommerfeld die prompte Antwort, sein Schuss ging jedoch knapp über das Tor. Besser machte es nur wenige Sekunden später erneut Kyle Stroh der zum 0:3 traf – bitter. Gespielt waren genau 30 Minuten. Die Gäste waren in der Folgezeit dem vierten Treffer näher als die Hausherren dem ersten. In der 32. Minute nahm Coach Kevin Gaudet eine Auszeit um seinen Jungs ins Gewissen zu reden. Was aber folgte war eine große Chance für Straßburg, die Silo Martinovic vereiteln konnte. Den Bann brach dann in der 37. Minute Michael Fink, der die Scheibe eiskalt unters Dach feuerte! Die Vorlage kam von Rob Brown und Robin Just. War das der Startschuss zur Aufholjagd? Die Steelers deutlich verbessert aber die Antwort musste der Schlussabschnitt bringen.

Im Schlussabschnitt drängten die Schwaben von Beginn an auf das zweite Tor, mussten aber in der 42. Minute mit einem Spieler weniger auskommen. Erneut erwischte es Shawn Weller. Diesmal konnte man die Unterzahl ohne Gegentreffer überstehen. Kaum komplett durfte man in Überzahl ran als Kevin Lorcher Sinisa Martinovic hinter dem Tor behinderte. Das Fünf gegen Vier lief jetzt deutlich besser doch die Scheibe wollte den Weg ins Tor nicht finden! Eine weitere Chance auf Überzahl gab es aber wieder prompt, denn Elie Marcos musste wegen unkorrektem Körperangriffs zwei Minuten raus. Auch diesmal war das Tor wie verhext. Es ging nur in eine Richtung, doch ohne dass etwas zählbares dabei heraus kam. Stattdessen schlugen die Franzosen wieder zu! Aus dem Nichts, mitten in der Drangphase der Steelers, erzielte Jordan Draper in der 54. Minute das 1:4 für Straßburg. Nur eine Minute später hatte Michael Fink nach starker Vorarbeit von Andreas Schwarz seinen zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterte aber an Hiadlovsky. Besser machte es Matt McKnight in der in der 57. Minute, von der Grundlinie schoss er die Scheibe dem Keeper an den Rücken und von da prallte diese ins Tor – 2:4. Bietigheim warf nochmal alles nach vorne und Kevin Gaudet nahm 115 Sekunden vor Ende Silo Martinovic zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch es sollte heute nichts mehr mit einem Sieg werden. Straßburg steht damit morgen gegen Sonderjysk Ishockey im Finale und die Steelers treffen im Spiel um Platz Drei auf den HC Ambrì Piotta. Ein Spiel in dem sicherlich beste Stimmung herrschen wird!

von Patrick Jonza

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