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Steelers unterliegen nach Penaltyschießen mit 2:3 in Bayreuth

Freitag, 16.02.2018, Bayreuth Tigers - Bietigheim Steelers
3:2 n.P.
Bauchlandung für den Tabellenführer bei den Franken

Am heutigen Freitagabend kam es in Bayreuth zum Gastspiel der Steelers beim Tabellenvorletzten aus der Wagnerstadt. Wie bereits am Dienstag fehlten Kevin Gaudet Max Lukes, Max Prommersberger und Freddy Cabana. Verteidiger Bastian Steingroß wurde heute ebenfalls auf die Ausfallliste gesetzt. Im Tor begann erneut Ilya Sharipov.

Beide Teams begannen relativ verhalten, wobei die Steelers vor den 1.344 Zuschauern zwar optisch mehr vom Spiel hatten, die Tigers verteidigten jedoch geschickt. Richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten des lettischen Schlussmannes Martins Raitums in den ersten sieben Minuten nicht. Norman Hauner war es dann, der die Führung auf dem Schläger hatte, doch der Stürmer wurde von der Franken-Defensive im letzten Moment entscheidend gestört. Auch die Hausherren kamen vereinzelt zu Möglichkeiten, doch die waren allesamt sichere Beute für Ilya Sharipov. In der 14. Minute fälschte Justin Kelly einen Schuss von Matt McKnight knapp neben das Tor ab, dies war bis dato die größte Chance der Schwaben. Auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels wollte kein Treffer fallen, so dass es beim torlosen Unentschieden blieb.

Mit dem Eröffnungsbully des zweiten Abschnitts ging es für die Schwaben direkt nach vorne, doch ein strammer Schuss von Rob Brown ging knapp am Gehäuse vorbei. Für die Tigers versuchte es Sergej Stas aus spitzem Winkel, doch Ilya Sharipov war auf der Hut. In dem überaus fairen Spiel hoben die beiden Hauptschiedsrichter Sven Fischer und Razvan Gavrilas erst in der 31. Minute das erste Mal ihren Arm. Es traf das fränkische Geburtstagskind Ivan Kolozvary wegen Stockschlags. In diesem traf Marcus Sommerfeld lediglich den Pfosten. Kaum waren die Tigers komplett, traf Sergej Stas bei einem Konter zur Führung für Bayreuth, indem er per Nachschuss die Scheibe über die Linie bugsierte. Doch die Antwort der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten, Shawn Weller setzte Norman Hauner in Szene, der nur 83 Sekunden später unter die Latte traf – großer Jubel im mit ca. 100 Fans gefüllten Gästeblock! Somit gehen die letzten drei Treffer der Steelers alle auf das Konto des Stürmers mit der Nummer 10. Im Anschluss scheiterte Anthony Luciani an Ilya Sharipov und Shawn Weller verzog frei vor Martins Raitums. Dies waren zugleich die bislang aufregendsten drei Minuten des gesamten Spiels. In den Schlusssekunden hatten die Hausherren durch Sebastian Busch und Jozef Potac nochmals zwei Möglichkeiten, doch es blieb beim 1:1 nach 40 Minuten.  

Der Schlussabschnitt begann mit einer Strafe gegen Rob Brown wegen Beinstellens. In diesem zeigten die Schwaben ihre überragenden Penaltykilling-Qualitäten. Alex Preibsich nutzte seine Schnelligkeit und machte sich auf und davon. Vor Martins Raitums blieb er cool und traf zum 2:1! Im Anschluss rettete Ilya Sharipov gegen Luca Gläser. Die nächste Strafe gegen Bietigheim gab es in der 45. Minute gegen René Schoofs wegen Bandenchecks. Auch in diesem Unterzahlspiel wäre beinahe ein Treffer für die Steelers gefallen, doch Matt McKnight traf lediglich den Pfosten. Kollege Tyler McNeely machte es dem Goldhelm nach und traf kurz darauf die Latte. In den Schlussminuten drängten die Franken auf den Ausgleich und 100 Sekunden vor dem Ende gelang er auch. Ivan Kolozvary passte vor das Tor, wo am langen Pfosten der Routinier Jozef Potac stand und zum 2:2 traf. Das war es dann auch nach 60 Minuten und die Schwaben mussten erneut in die Overtime.

In dieser hatten beide Teams mehrfach die Chance auf den Sudden Death, doch gelingen wollte er nicht. Es ging in das Penaltyschießen. Shawn Weller begann und vergab. Eric Chouinard tat es ihm gleich und scheiterte an Ilya Sharipov. Norman Hauner traf lediglich den Pfosten und Anthony Luciani traf. Matt McKnight musste also treffen. Der Goldhelm lief an aber Martins Raitums blieb Sieger und sicherte seinem Team den Extrapunkt.

von Patrick Jonza

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