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Steelers unterliegen Kaufbeuren mit 1:2

Sonntag, 12.02.2017, Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren
1:2

Der 44. Spieltag stand am heutigen Sonntagnachmittag auf dem Programm und zu Gast in der EgeTrans Arena waren die Allgäuer des ESV Kaufbeuren. Bei den Steelers musste Coach Kevin Gaudet weiter auf Robin Just verzichten. Da lediglich vier Kontingentspieler aufgestellt werden dürfen, stand das Trainerteam vor dem Luxusproblem einen auf der Tribüne Platznehmen zu lassen. Da Spiel von selbiger verfolgte Shawn Weller, David Wrigley rutschte wieder ins Team. Die von Andreas Brockmann gecoachte Mannschaft des ESVK war nahezu komplett und bot vier Sturmreihen auf.

Das Spiel war keine Minute alt, da gab es das erste Powerplay für die Steelers vor 3.555 Zuschauern. Durch einen Wechselfehler war bei den Gästen ein Spieler zu viel auf dem Eis und es gab eine Bankstrafe. Nach tollem Zusammenspiel über Justin Kelly und Marcus Sommerfeld hatte Dominic Auger die erste dicke Möglichkeit, bekam jedoch zu wenig Druck auf den Schläger und die Scheibe ging vorbei. Dies war zeitgleich die einzige große Chance in Überzahl. Auch die Gäste kombinierten gefällig und kamen in der fünften Minute zum ersten Powerplay, als David Wrigley wegen Hakens von Schiedsrichter Göran Noeller hinausgestellt wurde. Das gewohnt Starke Penaltykilling der Hausherren funktionierte tadellos und es ergab sich keine Möglichkeit zur Führung für den ESVK. In der neunten Minute nahm Benjamin Zientek Schwung auf, scheiterte jedoch an Stefan Vajs. Im Gegenzug war es Sami Blomqvist der Silo Martinovic zu einer guten Reaktion zwang. Waren die Schwaben zu Beginn noch optisch überlegen, entwickelte sich zur Mitte des ersten Drittels ein ausgeglichenes Spiel. In der 12. Minute zog Matt McKnight nach Bullygewinn von Marcus Sommerfeld ab, Stefan Vajs bekam gerade noch so die Schulter hoch und parierte. Die Hausherren nun wieder offensiv präsenter. Mitten in diese Phase die bisher beste Chance der Gäste, als Maximilian Schäffler Schoss und Max Prommersberger den Schlagschuss entscheidend blocken konnte – klasse Aktion des Verteidigers. Kurz darauf die zweite Strafe gegen die Schwaben. Benjamin Zientek musste wegen Behinderung zwei Minute zuschauen. Das zweite Powerplay der Gäste zwar druckvoller aber erneut nicht von Erfolg gekrönt. Mit Ablauf der Strafe ging die Tür gegenüber der Auswechselbank wieder auf – diesmal erwischte es einen Kaufbeurer. Max Schmidle musste wegen Crosscheck runter. In Unterzahl nutzten die Allgäuer einen Abspielfehler an der blauen Linie aus und Daniel Oppolzer machte sich auf den Weg und erzielte frei vor Silo Martinovic die doch überraschende Führung für seine Farben. Großer Jubel unter den ca. 80 mitgereisten Fans. 80 Sekunden waren da noch auf der Uhr.  Kurz vor der ersten Sirene hatte Marcel Rodman die Chance zur Antwort, Stefan Vajs hielt jedoch sicher und mit dem Rückstand ging es in die erste Pause.

Auch der zweite Abschnitt begann mit einer Strafe gegen die Allgäuer. Goldhelm Brendan Gracel hatte seinen Stock zu hoch und durfte sich weiter ausruhen. Im bisher stärksten Powerplay der Steelers bediente Justin Kelly mustergültig Benjamin Zientek, der zum Ausgleich in der 22. Minute traf. Der ESVK zeigte sich wenig geschockt und es ging munter hoch und runter. Der Torschütze von eben zeigte, dass er auch mit Spielübersicht gesegnet ist und spielte einen feinen Pass auf David Wrigley, der am starken Stefan Vajs scheiterte. Die Partie nahm an Tempo zu und beide Keeper standen des Öfteren im Mittelpunkt. Die größte Möglichkeit in der 30. Minute hatte der ehemalige Kaufbeurer Max Lukes, dessen Schuss am Pfosten abprallte. Der Tabellenführer drückte auf die Führung, doch man musste bei den schnellen Kontern der Gäste höllisch aufpassen. In der 33. Minute war erneut Stefan Vajs Endstation, als Marcel Rodman nach technisch starker Einzelleistung scheiterte.  Gegen Ende des zweiten Abschnitts gaben die Hausherren endgültig den Ton und standen in der Defensive sehr sicher und ließen so gut wie keinen Schuss zu, was doch durchkam, war sichere Beute für Silo. Drei Minuten vor Schluss packte Kapitän Adam Borzecki einen Traumpass auf David Wrigley aus, doch er fand seinen Meister in Stefan Vajs. Nur 15 Sekunden später musste der Kapitän aber wegen Stockschlags in die Kühlbox. In diesem Powerplay gingen die Gäste zum zweiten Mal in Führung, zum zweiten Mal überraschend. Jeff Szwez stand im Slot goldrichtig und traf zum 1:2 aus Sicht der Steelers. Erneut ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Auch zu Beginn des Schlussabschnitts die Schwaben offensiv präsenter, einzig der Ausgleich wollte in den ersten vier Minuten nicht gelingen. In der 45. Minute zettelte Jeff Szwez eine Rangelei mit Max Prommersberger an, für die komischerweise beide raus mussten. Mit vier gegen vier ging es weiter. 50 Sekunden später dann vier gegen drei, als Sebastian Osterloh wegen Beinstellens in die Kühlbox musste und jede Menge Platz auf dem Eis beim Powerplay der Schwaben. Die beste Gelegenheit hatte Adam Borzecki, der an der Latte scheiterte, dann ging es wieder mit jeweils fünf Mann weiter. Die Uhr tickte gegen den Tabellenführer. 10 Minuten vor Schluss der Partie Strafe gegen Michael Fröhlich und erneut Überzahl für Bietigheim. Trotz Belagerungszustand um das Tor von Stefan Vajs wollte die Scheibe nicht am selbigen vorbei. Die Gäste warfen sich in jeden Schuss und kämpften aufopferungsvoll. Mit Ablauf der Strafe dann zwei Minuten gegen Marcel Rodman wegen Stockschlags. Doch auch den Gästen wollte der zweite Treffer im Powerplay nicht gelingen. Die Steelers warfen nun alles nach vorne, da auch nur noch fünf Minuten zu spielen waren. Die Angriffsbemühungen wurden durch einen zweifelhaften Pfiff von Schiedsrichter Noeller unterbrochen. Adam Borzecki wurde wegen Behinderung auf die Strafbank geschickt. 24 Sekunden später bekam er von Marcel Rodman Besuch, da er wegen Beinstellens raus musste. Andreas Brockmann nahm daraufhin eine Auszeit und schwor seine Joker auf dieses Überzahlspiel ein. Die doppelte Unterzahl überstand man dank starker Saves von Silo Martinovic. Kaum komplett ging der Goalie zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Die Schwaben drängten mit aller Macht auf das 2:2. Marcus Sommerfeld sein Schuss prallte jedoch vom Pfosten zurück ins Spiel und die Gäste brachten die Führung über die Zeit und nahmen alle Punkte mit ins Allgäu.

Trotz größerer Spielanteile und den besseren Chancen wurde es Nichts mit dem achten Sieg in Serie. Am Dienstag geht es bereits in Crimmitschau weiter, da kann die nächste Serie gestartet werden.

von Patrick Jonza

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