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Steelers unterliegen kämpfenden Eispiraten mit 3:4 nach Verlängerung

Mittwoch, 28.12.2016, Bietigheim Steelers - Eispiraten Crimmitschau
3:4 n.V.

Zum letzten Heimspiel des Jahres 2016 gastierten heute Abend die Eispiraten Crimmitschau im Ellental. Zu seinem Trainerdebüt kam dabei John Tripp, der seit gestern die Geschicke der Westsachsen leitet. Neben Markus Gleich, Justin Kelly und Andreas Schwarz fehlten weiterhin auch Shawn Weller und Freddy Cabana. Bei den Schwaben startete heute Abend Andreas Mechel vor den insgesamt 3.244 Zuschauern im Tor.

Die Schwaben begannen druckvoll und hatten dadurch bereits nach 59 Sekunden das erste Powerplay des Spiels, als Max Lukes von Bernhard Keil von den Beinen geholt wurde. Im ersten Überzahlspiel lief noch nicht alles rund, die beste Möglichkeit zur Führung hatte nach tollem Pass von René Schoofs Benjamin Zientek, der an der guten Reaktion von Ryan Nie scheiterte. Kaum vollzählig, hatte Mark Lee die erste Chance für die Eispiraten, er verzog jedoch knapp. In der fünften Spielminute hatte Matt McKnight nach starker Vorarbeit von David Wrigley die Führung auf der Kelle, einzig der Puck wollte nicht über die Linie. Aber auch die Gäste spielten in den Anfangsminuten munter nach vorne.  Die optische Überlegenheit der Hausherren münzte in der neunten Minute dann Marcus Sommerfeld in die 1:0 Führung um. Bei seinem Alleingang hatte Ryan Nie keine Chance.  Der Pass dazu kam von Matt McKnight. Kurz darauf passte Andi Mechel nach einem Drehschuss von Patrick Pohl gut auf und fing die Scheibe sicher. Der Tabellenführer aber mit den qualitativ besseren Chancen, so verpasste David Wrigley nach super Pass vom bestens aufgelegten Marcus Sommerfeld den zweiten Treffer nur knapp. Keine Minute später zeigte Ryan Nie seine ganze Klasse gegen René Schoofs. In der 14. Minute musste dann Max Prommersberger in die Kühlbox, Schiedsrichter Marc Naust sah eine Behinderung des Verteidigers. Das Powerplay der Westsachsen lief gut und nur dank dreier starker Saves von Andreas Mechel kurz nacheinander, blieb es bei der Steelers-Führung.  Die Möglichkeit das nächste Überzahlspiel zu üben bekamen die Gäste in der 18. Minute, als Max Lukes wegen Haltens für zwei Minuten raus musste. Erneut dasselbe Bild, der ETCC kam zu guten Möglichkeiten doch Andi Mechel und seine Vorderleute standen sicher. So ging es mit der knappen Führung in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt begann mit zwei guten Gelegenheiten für Crimmitschau, doch Andi Mechel blieb gegen Dominic Walsh und Bernhard Keil Sieger. In der 24.Minute die ersten Chancen der Hausherren, doch auch David Wrigley und Max Prommersberger konnten diese nicht nutzen. Die Eispiraten wurden offensiv aktiver und die Steelers hatten in der 27. Minute Glück, dass die Scheibe nach Schuss von Goldhelm Patrick Pohl gegen die Latte klatschte. Kurz darauf scheiterte Martin Bartek am gut aufgelegten Goalie der Schwaben. Zur Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und beiden Teams konnte der nächste Treffer des Spiels gelingen. Dieser gelang beinahe Benjamin Zientek, doch Ryan Nie fischte den Schuss mit der Fanghand sehenswert aus dem Winkel. Beide Keeper zu diesem Zeitpunkt des Spiels mit einer tadellosen Leistung und diese mussten sie auch auf das Eis bringen, denn beide Teams erspielten sich zahlreiche Gelegenheiten auf einen Treffer. Doch gelingen wollte dieser keinem Akteur mehr im Mitteldrittel. Es blieb beim 1:0 nach 40 Minuten.

Das letzte Drittel begann mit Überzahl für Bietigheim, da Jan Tramm kurz vor Schluss noch hakte. Da nur 34 Sekunden später Kapitän André Schietzold ein Bein stellte, ging es mit doppelter Überzahl weiter. Hier traf Dominic Auger nur die Latte und wenige Sekunden später Marcus Sommerfeld die Maske von Ryan Nie, der nach kurzer Pause zum Glück weiterspielen konnte.  Die Gäste spielten ein starkes Penaltykilling und verhinderten den zweiten Treffer. Auch im dritten Abschnitt gingen beide Mannschaften hohes Tempo, das Spiel bis dato immens spannend und gut. In der 47. Minuten hatten David Wrigley und Matt McKnight das 2:0 auf dem Schläger, doch Ryan Nie erneut stark. Nur wenige Sekunden später klingelte es dann doch im Tor des ETCC. Die Protagonisten von eben spielten Marcus Sommerfeld frei, der die Scheibe zum 2:0 einschoss. In der 49. Minute wieder Powerplay für den Tabellenführer – erneut traf es André Schietzold, diesmal wegen Hakens. Trotz Dauerdrucks blieb es bei der Zwei-Tore-Führung. Doch kaum komplett öffnete sich wieder die Strafbanktür auf Seiten der Gäste, diesmal war Danny Pyka der Übeltäter. In der ersten Minute der Überzahl verhinderte einmal die Latte und dann Ryan Nie den Hattrick von Marcus Sommerfeld. In der zweiten Minute schickte Schiedsrichter Naust dann Benjamin Zientek wegen Hakens raus. Bei Vier gegen Vier scheiterte Robin Just bei einem Konter an Ryan Nie. In der 80-sekundigen Überzahl gelang den Gästen diesmal kein Torschuss. Doch kaum waren die Eispiraten komplett, da tankte sich Niclas Lucenius im Slot durch und überwand Andreas Mechel . nur noch 2:1 und knapp fünf Minuten zu spielen. Doch die aufkommende Hoffnung auf den Ausgleich erstickte Benjamin Zientek nur 40 Sekunden später. Er setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und traf mit einem satten Schuss in den Winkel zum 3:1.  Doch wer dachte die Messe wäre gesungen, der irrte. Jason Pinizzotto schoss in der 57. Minute erneut den Anschluss – nur noch 3:2. Drei Tore binnen 93 Sekunden und die Spannung war zurück. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit mussten Sebastian Alt und Ole Oleff kurz darauf für zwei Minuten raus. Mit Vier gegen Vier ging es in die Schlussminuten. Und 89 Sekunden vor Schluss der Ausgleich! Ivan Ciernik schoss einen Abpraller ein – Riesenjubel unter den ca. 100 Fans der Eispiraten. In den Schlusssekunden hatten die Schwaben dann den Siegtreffer vor den Augen, doch die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor – die Overtime stand an.

Nach 52 Sekunden Strafe gegen die Steelers, Bastian Steingroß musste wegen Haltens in die Kühlbox und die große Chance auf den Sieg für die Gäste. John Tripp nahm daraufhin gleich eine Auszeit und schwor seine Jungs ein. In diesem Powerplay wollte kein Treffer gelingen, doch kaum war Bastian Steingroß wieder zurück, nahm sich Vincent Schlenker ein Herz und lief durch die Verteidigung der Schwaben und schoss zum Siegtreffer ein. Ein gelungener Einstand als Trainer für John Tripp. Die Steelers unterliegen mit 3:4 nach Verlängerung.

von Patrick Jonza

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