Letztes Spiel:
0:2

Steelers unterliegen in Kaufbeuren mit 1:4

Sonntag, 14.01.2018, ESV Kaufbeuren - Bietigheim Steelers
4:1

Am gestrigen Sonntagnachmittag machten sich neben dem Tabellenführer der DEL2 ca. 150 Steelers-Fans auf dem Weg ins Allgäu um das Team gegen den ESVK zu unterstützen. Neben Justin Kelly und Norman Hauner fehlte weiter Rob Brown. Zu seinem zweiten Start des Wochenendes kam im Tor Sinisa Martinovic.

Vor den insgesamt 2.518 Zuschauern in der kürzlich erst eingeweihten erdgas schawben Arena, erwischten die Hausherren einen guten Start, so dass die Schwaben erst in der dritten Minute zu ihrem ersten Torschuss kamen. Hierbei spielte der ehemalige Joker Dominic Auger frei, der mit seinem Schuss am starken Stefan Vajs im Tor scheiterte. Auf der anderen Seite zeigte Silo Martinovic eine klasse Reaktion gegen den Finnen Sami Blomqvist. Dies läutete die bis dato stärkste Phase des ESVK ein, in der die Defensive und Silo alle Hände voll zu tun hatte. Doch wie so oft im Sport, machst du deine Chancen nicht rein, fängst du dir einen – so in der 7. Minute. Freddy Cabana schnappte sich den Aufbaupass der Allgäuer und nagelte den Puck zum 1:0 unhaltbar in den Winkel. Die Hausherren zeigten sich aber wenig geschockt und spielten weiter munter nach vorne. In der 19. Minute gingen die Arme der Hauptschiedsrichter Marcus Brill uns Cori Muns, in der fairen Partie, zum ersten Mal hoch. Es erwischte Max Schäffler wegen Haltens. Doch was Zählbares sprang bis zur Pausensirene nicht raus.

Im zweiten Abschnitt erwischte es gleich zu Beginn Benjamin Hüfner wegen Beinstellens, doch das starke Penaltykilling der Steelers verhinderte den Ausgleich. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen und beide Mannschaften achteten eher drauf Fehler zu vermeiden als ihr Heil in der Offensive zu suchen. Dies änderte sich in der 27. Minute. Erst scheiterte Matt McKnight nach tollem Pass von Marcus Sommerfeld am erneut gut haltenden Stefan Vajs und auf der Gegenseite fiel der Ausgleich. Joona Karevaara tankte sich über rechts durch und schoss den Puck flach in die Maschen – 1:1. In der 30. Minute gab es das zweite Powerplay für die Ellentaler, dass wiederrum keinen Erfolg brachte. Doch kurz darauf hatten wohl alle grün-weiß-blauen den Torschrei bereits auf den Lippen, als Andrew McPherson Richtung Tor schoss, doch irgendwie schaffte es Stefan Vajs von der rechten Seite auf die linke zu kommen und den Schuss zu blocken – ein Wahnsinnssave! Komisch wurde es dann im Anschluss. Erst musste Dominic Auger wegen eines Hakens in die Kühlbox, doch nur 27 Sekunden später pfiffen die Unparteiischen erneut eine Strafe gegen Bietigheim. Es erwischte Silo Martinovic wegen „absichtlichen Torverschiebens“! Wenn man bedenkt, dass beide Gehäuse davor bereits ein paar Mal aus der Verankerung sprangen, ein mehr als fragwürdiger Pfiff, der die Allgäuer auf die Siegerstraße bringen sollte. Sami Blomqvist spielte auf Charlie Sarault, sein Schuss wurde von Max Schmidle abgefälscht und flog ins Tor. Es wurde Schlittschuhtor moniert und es gab Videobeweis. Nach dem vielleicht schnellstem Studium des Materials seit Einführung dieser Technik, entschieden die Referees auf Tor. Nur 91 Sekunden später erhöhte Charlie Sarault mit einem Hammer auf 3:1. Sein Schuss kaum zu sehen und nicht zu halten. So ging es mit einer Zwei-Tore-Hypothek ins letzte Drittel.

Hier versuchten die Steelers wirklich nochmal alles um was Zählbares zu erreichen, doch der Anschlusstreffer wollte nicht gelingen. Kevin Gaudet nahm sogar bereits 2:24 Minuten vor dem Ende Silo vom Eis und brachte einen sechsten Feldspieler. Auch hier war spätestens bei Stefan Vajs Endstation. Die endgültige Entscheidung brachte ein Empty-Net-Tor von Philipp De Paly in den Schlusssekunden, so dass man am Ende mit 1:4 im Allgäu unterlag.

von Patrick Jonza

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