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4:1

Steelers starten mit 6:3-Sieg ins neue Jahr und beenden Garmischer Siegesserie

Mittwoch, 03.01.2018, Bietigheim Steelers - SC Riessersee
6:3
Man of the Match- Alex Preibisch

Zum Neujahrsempfang kam es heute in der EgeTrans Arena zum Spitzenspiel der Steelers gegen den Tabellendritten aus Garmisch-Partenkirchen. Bei den Schwaben fehlten mit Justin Kelly und Norman Hauner weiter zwei wichtige Spieler. Im Tor begann heute Ilya Sharipov gegen seinen alten Club. Gäste-Trainer Toni Söderholm musste mit Andreas Driendl und Jared Gomes auf zwei seiner stärksten Akteure verzichten, konnte aber einige Förderlizenzspieler aus München, darunter Neu-Nationalspieler Andreas Eder, aufbieten.

Bereits vom Bully weg sorgte die Reihe um Goldhelm Tyler McNeely für jede Menge Wirbel vor dem Tor der Gäste, ehe Matthias Nemec seine Fanghand auf die Scheibe bekam. In den Anfangsminuten spielten quasi nur die Hausherren, Garmisch konnte sich jeweils nur kurz befreien ehe die nächste Angriffswelle auf sie zurollte – lediglich der Treffer wollte nicht gelingen. In der sechsten Minute wusste sich Simon Mayr nur durch ein Beinstellen zu helfen und die Hauptschiedsrichter Stefan Vogl und Alexander Singer stellten ihn raus. Dieses Powerplay nutzten die Schwaben dann zur Führung. Marcus Sommerfeld setzte Matt McKnight in Szene und dieser traf mit seinem Schuss ins lange Eck zum längst fälligen 1:0. Der Jubel der 2.908 Zuschauern war groß. Erst in der achten Minute das erste offensive Lebenszeichen der Bayern, doch Richie Mueller scheiterte an Ilya Sharipov. Kurz darauf machte sich Benjamin Zientek allein auf nachzulegen, doch Matthias Nemec parierte den Alleingang stark. Zur Mitte des ersten Drittels leistete sich Joel Johansson einen vermeidbaren Stockschlag und musste in die Kühlbox. Trotz guter Chancen konnte man diesmal kein Kapital daraus schlagen. Dies holte der Tabellenführer in der 16. Minute nach - erneut ließ man dem SCR hinten keine Luft zum Atmen und nach toller Vorarbeit von Max Lukes und René Schoofs traf Alex Preibisch mit der Rückhand zum 2:0. Nach dem zweiten Gegentreffer taten die Gäste ein wenig mehr nach vorne, ohne jedoch zwingend zu werden. Sieben Sekunden vor Ende dann doch noch die große Chance zum Anschlusstreffer, doch Ilya Sharipov machte im kurzen Eck die Tür zu und sicherte den 2:0-Pausenstand.

Im zweiten Abschnitt enteilte der pfeilschnelle Richie Mueller und konnte von Max Prommersberger nur durch ein Foul gestoppt werden, so dass es in der 23. Minute die erste Strafe gegen die Steelers gab. Der SCR spielte die Überzahl gefällig doch ohne Ertrag. In der 27. Minute scheiterte Benjamin Zientek zunächst an Nemec, ehe Tyler McNeely einen Schuss von Shawn Weller unhaltbar zum 3:0 abfälschte. Zwei Minuten später musste erneut Simon Mayr auf die Strafbank – diesmal wegen Spielverzögerung. Das Powerplay lief diesmal nicht rund, so dass die Garmischer wenig Mühe hatten keinen weiteren Treffer zuzulassen. Mehr Mühe hatten im Anschluss Matthias Nemec gegen Shawn Weller und Ilya Sharipov gegen Lubor Dibelka, doch beide Keeper hielten stark. 4:01 Minuten vor Schluss griff Kodi Schwarz in die Trickkiste, ließ seinen Gegenspieler ins leere rutschen und zimmerte die Scheibe unters Dach zum 4:0 – ein Megator! Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten und die ca. 150 mitgereisten Garmischer jubelten erstmals als Jakob Mayenschein zum 4:1 traf. Die Chance den alten Vier-Tore-Abstand wieder herzustellen hatte Freddy Cabana, der am starken Nemec scheiterte. 87 Sekunden vor dem zweiten Pausentee Strafe gegen Julian Eichinger wegen Haltens und somit das vierte Überzahlspiel der Hausherren, welches im zweiten Abschnitt beinahe mit einem Treffer belohnt wurde, doch zweimal war Matthias Nemec im Weg. So blieb es beim 4:1.

34 Sekunden Powerplay standen im Schlussabschnitt noch auf der Uhr, welche die Gäste überstehen konnten. Kaum war die Strafe abgelaufen schnellte der Arm der Referees wieder hoch, diesmal erwischte es Freddy Cabana wegen Hakens. Diese zwei Minuten verstrichen ohne besondere Vorkommnisse. Doch dann tauchte Goldhelm Richie Mueller vor Ilya Sharipov auf, doch dieser behielt die Ruhe und parierte. Der SCR drückte jetzt mehr und hatte in der 47. Minute wieder die Chance im Powerplay zum Erfolg zu kommen. Benjamin Zientek musste auf das Sünderbänkchen. Und im dritten Anlauf klappte es dann mit dem Treffer. Andreas Eder traf im Nachschuss zum 4:2. Garmisch war nun voll im Spiel und wollte mehr – und sie bekamen mehr! 8:49 Minuten vor dem Ende spielte Simon Mayer einen Traumpass auf Maximilian Daubner, der per Direktabnahme zum 4:3 traf. Die Spannung in der Arena war nun zum Greifen. Mitten in diese heiße Phase behielten Shawn Weller und Tyler McNeely die Ruhe und Übersicht, spielten auf Benjamin Zientek, der in der 57. Minute zum 5:3 traf! Die Entscheidung? Gäste-Coach Toni Söderholm versuchte nochmal alles und nahm seinen Keeper bereits 150 Sekunden vor Schluss vom Eis. Doch es brachte nichts mehr ein, denn Marcus Sommerfeld spielte auf Shawn Weller, der zum 6:3 ins verwaiste Tor traf. Nur 50 Sekunden später wurde Max Lukes während seines Alleingangs gefoult und es gab Penalty, den Matthias Nemec aber hielt. Ähnlich Situation dann auf der anderen Seite doch aus dem Spiel heraus. Richie Mueller lief auf Ilya Sharipov zu, doch dieser hielt den Endstand von 6:3 mit einem Megasave fest!

Wir beenden die Siegesserie der Werdenfelser und starten optimal ins neue Jahr!

von Patrick Jonza

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