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Steelers siegen mit 3:2 in Bayreuth - tolles Comeback von David Wrigley und Freddy Cabana

Sonntag, 26.02.2017, EHC Bayreuth Tigers - Bietigheim Steelers
2:3
Ein Bild aus dem Hinspiel - diesmal lief es besser für David Wrigley und Co.

Am heutigen Sonntagabend stand das Gastspiel bei den Bayreuth Tigers auf dem Programm. Beim Team von Kevin Gaudet fehlten heute neben Marcus Sommerfeld und Robin Just auch Max Lukes. Freddy Cabana kehrte dagegen in die Mannschaft zurück. Als überzähliger Kontingentspieler bekam Marcel Rodman eine Pause, für ihn rückte Davis Wrigley nach.

Das Spiel beider Teams begann sehr verhalten, nach knapp zwei Minuten stand jedoch Sebastian Alt plötzlich frei im Slot, scheiterte jedoch an der klasse Reaktion von Tomas Vosvrada im Tor der Tiger. Kurz darauf die erste Strafe des Spiels. Schiedsrichter Robert Paule schickte Andreas Schwarz wegen Beinstellens raus. Doch nach nur 8 Sekunden machte sich der Steelers Goldhelm Matt McKnight, schön freigespielt von Max Prommersberger und David Wrigley, allein auf den Weg in Richtung Bayreuther Tor und vollstreckte eiskalt – 1:0 für die Steelers in Unterzahl und großer Jubel bei den ca. 200 mitgereisten Fans in Grün-Weiß-Blau! Auch die zweite Chance in diesem Überzahlspiel für die Franken gehörte den Schwaben, doch Shawn Weller brachte die Scheibe nicht unter. Die restliche Zeit konnten die Hausherren nicht zu einer Chance nutzen. Doch kaum komplett musste man den Ausgleich schlucken, vom Bully weg zog Jozef Potac von der blauen Linie ab und traf. Keine Sicht und Chance für Silo Martinovic im Tor. Doch es sollte nur 75 Sekunden dauern ehe man erneut in Führung ging. David Wrigley spielte einen Zauberpass auf Justin Kelly der an Tomas Vosvrada scheiterte, den Nachschuss konnte David Wrigley über die Linie bugsieren – 2:1 nach 6 Minuten und 11 Sekunden. Das Spiel nicht nur aufgrund der frühen Tore hochklassig, beide Teams zeigten schnelles Eishockey und beide Keeper mussten stets auf der Hut sein. Allen voran Rückkehrer David Wrigley war in den ersten zehn Minuten ein stetiger Unruheherd für die Defensive des EHC. In der 12. Minute die zweite Strafe des Spiels und zum zweiten Mal traf es einen Bietigheimer, Benjamin Zientek wurde wegen Stockschlags in die Kühlbox gesteckt. Die beste Chance hatte Valentin Busch, doch Silo war zur Stelle. Das Forechecking auf beiden Seiten war sehr aggressiv und meist von Erfolg gekrönt, so dass die spielerischen Elemente ein wenig zu kurz kamen. 92 Sekunden vor der ersten Sirene die dritte Strafe gegen die Steelers – Matt McKnight hakte und bekam zwei Minuten. Doch auch das dritte und bisher beste Überzahl der Franken war nicht von Erfolg gekrönt, denn David Wrigley spitzelte die Scheibe an der blauen Linie seinem Gegenspieler ab und machte sich auf und davon, spielte uneigennützig rüber zu Freddy Cabana der zum Pausenstand von 3:1 traf – der zweite Unterzahltreffer der Schwaben am heutigen Abend.

Die Anfangsminuten des Mittelabschnitts waren ziemlich ausgeglichen, richtig gute Einschussmöglichkeiten waren aber auf beiden Seiten Mangelware. In der 24. Minute die erste Strafe gegen die Tigers, Sebastian Mayer erhielt zwei Minuten wegen Kniechecks. Man hatte zwar durch Justin Kelly und Adam Borzecki gute Chancen, doch es blieb bei der 3:1-Führung. Kaum komplett musste der nächste Franke auf die Strafbank – Felix Linden musste wegen Stockschlags gegen David Wrigley in die Kühlbox. Doch auch das zweite Powerplay war nicht von Erfolg gekrönt. Schrecksunde dann in der 30. Minute für alles Steelers-Fans, Sebastian Alt bekam einen Schuss auf die Schulter, konnte jedoch weitermachen. Kurz darauf dann Ausgleich in Sachen Strafen – Christopher Kasten bekam zwei Minuten wegen Behinderung und damit das dritte Überzahlspiel für den Tabellenführer. Bei beiden Teams waren heute alle guten Dinge nicht Drei, es wollte weiter kein Powerplaytreffer fallen. In der 35. Minute war es wieder Tomas Vosvrada der gegen Benjamin Zientek den vierten Gegentreffer verhinderte. Wenige Sekunden später hatte Silo Martinovic die Scheibe bereits unter sich begraben, David Wohlberg sprang dann einfach rein ins Glück und bekam zwei Minuten wegen unkorrekten Körperangriffs. In Unterzahl hatte Sebastian Busch die Chance auf den ersten Shorthander für sein Team, doch Silo Martinovic hielt gut. Bis dato das Powerplay der Schwaben noch nicht mit der gewohnten Durchschlagskraft, so dass erneut kein Treffer gelang. Zwei Minuten vor Schluss war es Ivan Kolozvary der den zweiten Treffer auf dem Schläger hatte, vertändelte aber die Scheibe vor dem Tor. 53 Sekunden vor der zweiten Sirene Bankstrafe gegen Bietigheim wegen sechs Männern auf dem Eis. Doch passieren wollte nichts mehr und eins von vielen Unterbrechungen geprägter Mitteldurchgang blieb torlos.

Mit noch 1:08 Minuten Überzahl für Bayreuth startete das letzte Drittel. Frisches Eis aber gleiches Bild, das einzige Specialteam das bisher traf war das Penaltykilling der Schwaben. Die nächste Gelegenheit gab es in der 44. Minute, als David Wrigley wegen Hakens für zwei Minuten suspendiert wurde. Und nun war es dann soweit, Andreas Geigenmüller passte scharf vor das Tor, dort hielt Michal Bartosch die Kelle rein und fälschte zum Anschlusstreffer ab – nur noch 3:2 für Bietigheim. Kurz darauf schnellte der Arm von Robert Paule erneut hoch, es waren wieder die Tigers an der Reihe. Marvin Neher stellte ein Bein und musste raus.  Doch der Erfolg eines Tores bei numerischer Überzahl blieb den Schwaben weiter verwehrt. Der EHC drängte auf den Ausgleich und durfte in der 50. Minute wieder Powerplay spielen – Dominic Auger wurde ein Stockschlag zu Lasten gelegt. Gelingen wollte er nicht. Der Druck wurde höher, doch die Defensive des Tabellenführers hielt diesem Stand. Mit vereinten Kräften konnte man die knappe Führung über die Zeit bringen und nimmt dadurch alle drei Punkte aus dem Tigerkäfig mit ins Ellental.

Am Dienstag geht es bereits mit dem Baden-Württemberg-Derby gegen den EHC Freiburg. Spielbeginn in der EgeTrans Arena ist um 19:30 Uhr.

von Patrick Jonza

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