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Steelers schlagen zum Auftakt Ravensburg mit 1:0

Freitag, 16.09.2016, Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars
1:0
Immer Herr der Lage und mit überragender Leistung - Silo Martinovic

Am Freitagabend war die lange Wartezeit auf den Beginn der neuen Saison endlich vorbei und das erste Spiel sollte gleich ein Kracher werden. Das Derby gegen die Towerstars aus Ravensburg stand an. Die Puzzlestädter waren mit dem kompletten Kader angereist. Daniel Naud konnte also aus dem Vollen schöpfen. Bei den Steelers standen Kevin Gaudet mit Justin Kelly, Shawn Weller, Dominic Auger und Markus Gleich vier Leistungsträger nicht zur Verfügung. Auch die Kooperationspartner hatten keine Möglichkeit den reduzierten Kader etwas aufzufüllen. Wer hatte die Anstrengungen der Vorbereitung besser verarbeitet. Wer holte für sein Team die ersten Punkte. Spannung und tolle Stimmung unter den 2.129 Zuschauern in der EgeTrans Arena waren angesagt.

Die Gäste starteten druckvoll in das erste Drittel und erarbeiteten sich zu Beginn einige Möglichkeiten ohne aber Silo Martinovic ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die erste gute Möglichkeit der Steelers hatte Robin Just nach Zuspiel von David Wrigley. Jonas Langmann aber mit einer tollen Reaktion vereitelte die große Chance. Der Hauptschiedsrichter entschied zudem in der Situation auf Strafzeit gegen die Oberschwaben wegen Foulspiels. Cam Reid bekam die Auszeit. Ein starkes  Powerplay der Hausherren folgte, indem Langmann mehrfach die Gelegenheit hatte sich auszuzeichnen. Die Steelers, von diesem Sturmlauf im Powerplay beflügelt, machten auch bei fünf gegen fünf druckvoll weiter. In der fünften Spielminute zog Matt McKnight denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Die Hausherren hatten Mitte des Spielabschnitts das Heft in der Hand und erspielten sich ein deutliches Chancenplus. Die Gäste nur noch vereinzelt im Drittel der Steelers. Meist wurde das Aufbauspiel schon früh gestört, oder aber die Pässe der Ravensburger Hintermannschaft waren zu ungenau für die stürmenden Kameraden. Aber egal was die Bietigheimer auch versuchten, Langmann machte selbst beste Gelegenheiten zunichte. Ob gegen Michael Fink, der im Slot von Robin Just bedient wurde, oder nach Zuspielen von Marcus Sommerfeld, als sowohl René Schoofs als auch Matt McKnight scheiterten. Kurz vor dem Ende vergab erneut Matt McKnight ein aussichtsreiches Solo und David Wrigley im Nachsetzen. In der letzten Minute ein Lebenszeichen der Gäste die sich nach langer Zeit wieder einmal im Drittel der Schwaben festsetzen konnten ohne Martinovic ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So ging es mit dem aus Ravensburger Sicht mehr als glücklichen 0:0 in die erste Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten beide Goalies nacheinander die Möglichkeit sich zu bewähren. Jonas Langmann blieb Sieger gegen Michael Fink, Silo Martinovic gegen Fabio Carciola ebenso. Martinovic auch danach etwas mehr im Mittelpunkt des Geschehens, zeigte aber gegen Adriano Carciola genauso seine Klasse wie kurz darauf gegen Riley Brace. Die Gäste nun besser im Spiel und es entwickelte sich ein rauf und runter auf Augenhöhe. In der 26. Spielminute versuchte es Rob Brown mit dem Bauerntrick, aber Langmann hatte den Braten gerochen und die Türe zu gemacht. Mitte des Drittels dann erste Strafzeit gegen die Steelers. Bastian Steingroß wurde ein Halten zur Last gelegt. Die Hausherren mit einem geschlossenen Defensivverbund verteidigten die blaue Line geschickt und hielten Scheibe und Gegner vom eigenen Kasten meist fern. Kaum komplett vergab Bastian Steingroß eine Doppelchance direkt von der Strafbank kommend. Silo Martinovic bekam dann wieder mehrfach die Chance seine Klasse zu zeigen. Erst behielt er gegen Brian Roloff die Oberhand der frei zum Abschluss kam und zwei Minuten vor der Pause gegen Adriano Carciola. In den letzten Sekunden des Drittels vergaben Riley Brace auf Seiten der Towerstars sowie Bastian Steingroß mit einem Schlagschuss die mögliche Führung. Weiterhin torlos ging es kurz darauf auch in die zweite Pause. 

Der offene Schlagabtausch ging auch zu Beginn des letzten Durchgangs weiter. Benjamin Zientek begann mit einem scharfen Schuss. Langmann wieder Sieger wie auch kurz danach gegen Max Lukes auf Zuspiel von Freddy Cabana. Auch Silo Martinovic bewahrte seine Farben gegen Brian Roloff vor dem Rückstand. 14:05 Minuten waren noch zu spielen als die Steelers erneut die Chance in Überzahl erhielten. Brian Roloff konnte sich nur durch ein Beinstellen helfen. Gleich zu Beginn des Powerplays hatte Vincenz Meyer jedoch die Chance zum Shorthänder als er die Scheibe an der blauen Linie abfangen konnte und alleine auf Silo Martinovic zulief. Dieser hielt mit einem tollen Reflex seinen Kasten sauber. Freddy Cabana scheiterte danach aus zentraler Position am Ravensburger Goalie. Adam Borzecki konnte ein schönes Solo Sekunden später auch nicht mit einem Tor belohnen. 49:31 Minuten waren gespielt als auch der super aufgelegte Jonas Langmann geschlagen war. Freddy Cabana im eigenen Drittel mit dem Zuspiel auf Max Lukes der mit viel Speed vors Tor fuhr und den finalen Pass auf Rob Brown spielte. Dieser brauchte nur noch den Schläger rein zu halten. Sein erster Treffer gleich im ersten Pflichtspiel für die Steelers. Ravensburg versuchte in den verbleibenden Minuten den Druck nochmals zu erhöhen, aber wie Jonas Langmann hatte auch Silo Martinovic einen Sahnetag. Was die Gäste auch versuchten, spätesten beim Bietigheimer Goalie war Endstation. Auch die letzten knapp zwei Minuten, als Langmann das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, sollten daran nichts mehr ändern. David Wrigley scheiterte kurz vor dem Ende noch an der Querlatte.

Ein gelungener Einstand von Rob Brown, ein super aufgelegter Silo Martinovic, und ein Team das sich mit den vielen herausgespielten Chancen den Sieg verdient hatte. Weiter geht es für die Steelers am Sonntag in Kassel. Spielbeginn ist um 18.00 Uhr. 

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

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