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Steelers mit eindrucksvollem 6:1-Sieg in Kassel - Michael Fink mit erstem Profi-Tor

Sonntag, 18.12.2016, Kassel Huskies - Bietigheim Steelers
1:6

Am letzten Adventssonntag kam es in der Eissporthalle Kassel zum dritten Aufeinandertreffen der beiden Vorjahresfinalisten in der laufenden Saison. Das Trainergespann um Kevin Gaudet und Marc St. Jean konnte erneut nur auf 14 Feldspieler zurückgreifen. Gegenüber dem Spiel am Freitag fehlte heute zusätzlich Mike Weigandt. Besser sah es da für Kassels Coach Rico Rossi aus, der zwar auch Ausfälle zu verkraften hatte, aber dennoch vier Sturmreihen aufbieten konnte.

Der amtierende Meister legte los wie die Feuerwehr. Die Schwaben wurden sofort im eigenen Drittel eingeschnürt und nach Chancen von Mathias Müller und Phil Hungerecker war es Toni Ritter, der den Abpraller von Silo Martinovic, nach Schuss von Alex Heinrich, über die Linie befördern konnte. 82 Sekunden waren gespielt. Doch wer nun glaubte Kassel würde an den stürmischen Beginn anknüpfen sah sich getäuscht. Scheiterte zuerst noch Robin Just frei vor Patrick Klein, erzielte René Schoofs nach einem schnellen Konter bereits in der dritten Spielminute den Ausgleich. Die Steelers durch den Ausgleich beflügelt setzten direkt nach. Der junge Kasseler Goalie hatte mehrfach die Gelegenheit sich auszuzeichnen und bewahrte sein Team vor einem Rückstand. So gegen den Torschützen René Schoofs, aber auch gegen Greg Gibson, Matt McKnight und Marcus Sommerfeld. In der 14. Spielminute dann Zuckerpass von Matt McKnight auf Sebastian Alt, der die Scheibe denkbar knapp verpasste. Der Führungstreffer der Schwaben schien nur noch eine Frage der Zeit – und sollte fallen. Greg Gibson mit seinem zweiten Treffer für seinen neuen Arbeitgeber war es, der in der 16. Spielminute die verdiente Führung erzielen konnte. Möglichkeiten diese auszubauen hatten die Ellentäler auch zu Ende des ersten Spielabschnitts. Dominic Auger scheiterte mit dem Blueliner und Max Lukes konnte die Scheibe nach einem schnellen zwei auf eins Konter nicht an Patrick Klein vorbei bringen. So blieb es beim Spielstand von 2:1 aus Sicht der Gäste.

Der Mittelabschnitt begann, das Geschehen auf dem Eis glich aber dem ersten Drittel, denn die Schwaben machten da weiter wo sie nach 20 Minuten aufgehört hatten. Marcus Sommerfeld und Dominic Auger mit einem Kracher scheiterten am Goalie, Matt McKnight am Aluminium. Auch eine Strafzeit gegen Michael Fink wegen hohen Stocks brachte die Gastgeber nicht zurück ins Spiel. Geschickt verteidigte man in der eigenen Zone und hielt Kassel vom Kasten von Silo Martinovic fern. Wie man Powerplay spielt demonstrierten die Steleers dann in der 30. Minute. Phil Hungerecker saß wegen Knie-Checks gerade einmal 21 Sekunden in der Kühlbox, als die Scheibe zum dritten Bietigheimer Treffer hinter Patrick Klein einschlug. Dominic Auger mustergültig freigespielt war es, der dem Kasseler Schlussmann keine Chance ließ. Mit Glück überstanden die Huskies eine weitere Unterzahlsituation, als Philipp Schlager wegen Stockschlag zuschauen durfte. Da Kassel in der Offensive quasi nicht zu sehen war, machten die Steelers im Auslassen guter Möglichkeiten weiter. Beniamin Zientek, Marcus Sommerfeld, sowie Matt McKnight nach überfallartigem Konter und Max Lukes scheiterten. Kurz vor der Drittelpause dann doch noch einmal Kassel in Person von Manuel Klinge, der aber am Gehäuse vorbeizog. Mit der 3:1 Führung aus Schwabensicht wurden letztmals die Seiten gewechselt.

Den Schlussabschnitt begannen die Schwaben in Unterzahl. Adam Borzecki hatte kurz vor der Pausensirene noch eine Strafe wegen Halten bekommen. Ein Powerplay brachten die Hausherren aber nicht zustande. Kein einziger Schuss sollte in den 120 Sekunden Überzahl auf das Gehäuse von Silo Martinovic kommen. Die Ellentäler wieder komplett und Benjamin Zientek, nach sehenswertem Angriff über Bastian Steingroß und Robin Just, mit dem Abschluss in den Winkel. Patrick Klein erneut ohne Chance. Der Treffer gleichzeitig die Vorentscheidung. Die Steelers überstanden danach ein weiteres harmloses Überzahlspiel der Hessen um dann selbst in der Paradedisziplin Powerplay zuzuschlagen. Marcus Sommerfeld war es, der von halbrechts den Hammer auspackte und die Scheibe zum fünften Mal im Netz zappeln ließ. In den letzten Spielminuten mussten die Steelers nicht mehr machen, Kassel konnte nicht mehr machen. Zu deutlich war der Unterschied am heutigen Abend. Den Schlusspunkt setzte mit seinem ersten Profi-Tor Michael Fink, der zum Endstand von 6:1 traf!

Erneut gab es für die Schlittenhunde im Vergleich mit den Steelers außer jeder Menge Gegentore nichts zu holen. Die Schwaben konnten, auch durch die überraschend deutliche Niederlage der Frankfurter Löwen in Bayreuth, ihre Tabellenführung wieder auf sieben Punkte ausbauen. Das nächste Spiel findet am Freitag den 23.12.2016 in der EgeTrans Arena statt. Gegner sind die Dresdner Eislöwen, Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Bericht: Bernd Mast

Bild: JMD Photographie

von Bietigheim Steelers

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