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Steelers gehen erstmals leer aus und verlieren mit 2:4 gegen Dresden

Sonntag, 22.10.2017, Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers
4:2

Am heutigen 12. Spieltag der noch jungen DEL2 Saison reisten die Mannen von Coach Kevin Gaudet in die Elbmetropole nach Dresden. Die dort heimischen Eislöwen hatten, wie die Steelers auch, nur einen kleinen Kader zur Verfügung. 16 Feldspieler auf Seiten der Gastgeber, 14 Feldspieler bei den Schwaben. Bei den Ellentalern fehlten, wie schon am Freitag gegen die Eispiraten aus Crimmitschau, Kapitän Adam Borzecki, Marcus Sommerfeld, Andrew McPherson, Alexander Preibisch, Kodi Schwarz und Freddy Cabana. Man durfte also gespannt sein welches Team für die 60 Minuten mehr “Körner im Tank“ hatte. 2.097 Zuschauer, darunter ca. 50 mitgereiste Fans aus Bietigheim, hatten den Weg in die EnergieVerbund Arena gefunden.

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste. Der Schuss verfehlte jedoch das Gehäuse knapp. Kurz darauf Schrecksekunde für die Steelers als Leon Müller auf dem Eis liegen blieb. Er wurde unglücklich von einem Stock im Gesicht getroffen, konnte aber nach kurzer Behandlungspause auf der Bank später weiterspielen. Eine Regelwidrigkeit hatten die Hauptschiedsrichter in der Aktion nicht gesehen. Die zweite Spielminute war noch nicht zu Ende als die Sachsen das erste Mal jubelten. Die Scheibe zuvor seitlich an der Bande hinter dem Bietigheimer Gehäuse hart umkämpft, fand glücklich für die Hausherren den Weg in den Slot, wo Marius Garten völlig frei Silo Martinovic keine Chance lies. Dresden beflügelt von dem Treffer und wenig später mit der großen Gelegenheit das Ergebnis aus ihrer Sicht zu verbessern. Einen schnellen Konter über Mike Glemser und Martin Davidek entschärfte Silo Martinovic mit einem big save. Die Eislöwen weiterhin am Drücker und in der siebten Spielminute mit dem zweiten Treffer. Shawn Boutin in der eigenen Zone mit dem Auge für den Mitspieler an der blauen Linie, einem präzisen Pass und Cedric Schiemenz sträflich allein gelassen zimmerte die Scheibe über die Fanghand von Silo Martinovic in die Maschen. Bietigheim nun endgültig wach gerüttelt mit einigen nennenswerten Gelegenheiten. Doch weder Tyler McNeely, René Schoofs noch Benjamin Zientek konnten Marco Eisenhut überwinden. In der zwölften Spielminute passte Benjamin Zientek in den Slot auf Justin Kelly, welcher nur durch ein Foul am Abschluss gehindert werden konnte. Somit erstes Powerplay des heutigen Nachmittags. Die Schwaben spielten die Scheibe schnell durch das Drittel der Eislöwen, erarbeiteten sich gute Möglichkeiten das Ergebnis aus ihrer Sicht zu verbessern, jedoch Marco Eisenhut, stark unterstütz von seinen Vorderleuten, hatte etwas dagegen. Kurz darauf erneutes Powerplay für die Ellentäler. Erneut traf es Shawn Boutin, diesmal wegen Behinderung. Aber auch die erneute numerische Unterlegenheit wussten die Eislöwen geschickt zu verteidigen und zeigten, dass sie zu recht auf dem ersten Platz im Penaltykilling in der DEL2 stehen. Zum Ende des Drittels gab es noch je eine gute Möglichkeit auf beiden Seiten. Ein weiterer Treffer sollte jedoch nicht mehr fallen und so ging es mit der 2:0 Führung für die Hausherren zum ersten Pausentee.

Im Mittelabschnitt setzte Benjamin Zientek mit einer tollen Aktion das erste Ausrufezeichen für seine Farben. Spielverderber erneut der Schlussmann der Eislöwen. In der 26. Spielminute dann ein Kniecheck von Dominik Grafenthin und somit erneute Überzahl für die Steelers. Erneut zeigten die Hausherren ihre Klasse im Unterzahlspiel und hielten Scheibe und Gegner meist vom eigenen Kasten fern. Somit verstrich auch das dritte Powerplay der Schwaben ohne zählbaren Erfolg. Dresden war kaum wieder komplett als sich die Strafbanktür für Max Lukes öffnete. Ein Beinstellen wurde ihm zur Last gelegt. Es waren noch keine 50 Sekunden in Unterzahl von der Uhr gelaufen als sich Max Prommersberger wegen des gleichen Vergehens ebenfalls auf den Weg in die Kühlbox machte. Somit 72 Sekunden doppelte Unterzahl für den Tabellenführer. Aufopferungsvoll kämpften die verbliebenen Männer in grün weiß und verhinderten, mit einem ebenfalls starken Silo Martinovic im Kasten, vorerst einen weiteren Gegentreffer. Dieser sollte dann kurz vor Ende der Strafzeit unserer #3 doch noch fallen. Thomas Pielmeier musste im Slot nur noch den Schläger rein stellen um die Scheibe unhaltbar ins kurze Eck abzufälschen. Das 3:0 für die Eislöwen in der 31. Spielminute. Beide Mannschaften weiter mit viel Zug auf das gegnerische Tor, beide Torhüter aber hellwach zwischen ihren Pfosten. In der 38. Minute dann ein Bandencheck von Norman Hauner der ihm eine 2 plus 10 Strafe einbrachte. Bei einem Break von Shawn Weller kurz darauf agierte dieser mit dem eingeklemmten Stock des Gegenspielers unter dem Arm und bekam ebenfalls zwei Minuten. Somit die Chance für die Gastgeber frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen. Diese wussten die Schwaben aber mit tollem Einsatz und starkem Kampf zu verhindern. Mit der klaren Führung für die Elbstädter wurden zum zweiten Mal die Seiten gewechselt.

Im Schlussabschnitt Bietigheim mit dem absoluten Willen den ersten Treffer zu erzielen. Gegen Marco Eisenhut war aber bis dahin nichts gut genug. Glück hatten die Steelers in der 54. Spielminute als Thomas Pielmeier einen Zwei auf Eins Konter am offenen Tor vorbei schob. Eine Minute später schnappte sich Steven Rupprich an der Bande die Scheibe, verlud Silo Martinovic und erhöhte auf 4:0. Die Messe schien gelesen. Doch wer das dachte musste sich zunächst eines Besseren belehren lassen. Im vierten Überzahlspiel der Stählernen schlugen diese in Person von Matt McKnight zu. Nach Vorarbeit von Shawn Weller und Justin Kelly netzte der Topscorer der Steelers zum ersten Bietigheimer Treffer ein. Bereits sein zwölftes Tor in der laufenden Saison. Danach schwächte sich das Team durch Undiszipliniertheiten selbst. Benjamin Zientek bekam eine persönliche Strafe wegen Beschimpfung von Offiziellen und nahm für zehn Minuten in der Kühlbox platz. Dort leistete er kurzzeitig Norman Hauner Gesellschaft der ja seine Diszi vom Ende des zweiten Drittels noch absitzen musste. Somit war der sowieso kurze Kader des Vizemeisters weiter reduziert. Mitte des letzten Abschnitts, Silo Martinovic mit tollen Paraden gegen Martin Davidek und Gustav Veisert, Alexander Höller mit einem Pfostentreffer, viel der zweite Treffer für Bietigheim. Über Justin Kelly und Shawn Weller kam die Scheibe zu Rob Brown welcher diese platziert ins lange Eck einnetzte. Acht Minuten waren noch zu gehen. Nachdem sich dann aber auch Max Lukes in der 53. Minute zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen lies, für die er ebenfalls eine 10-minütige Disziplinarstrafe bekam, schwanden die Möglichkeiten immer mehr. Kevin Gaudet riskierte kurz vor dem Ende alles, als er Silo Martinovic zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, es änderte am Ergebnis ebenso wenig, wie ein auch noch folgendes Powerplay der Steelers, nach Halten von Cedric Schiemenz. Es blieb beim 4:2 für die Dresdner Eislöwen.

Für die Steelers war diese Niederlage in der Saison 2017 / 2018 das erste Spiel, in dem man gänzlich ohne Punkte das Eis verlassen musste. Mangelnde Chancenverwertung und die vielen, oft unnötigen Strafen, waren maßgeblich daran beteiligt. Durch die gleichzeitige Niederlage der Frankfurter Löwen, die in Bad Nauheim in der Verlängerung das Nachsehen hatten, konnte man zumindest die Tabellenführung der DEL2 verteidigen.

Weiter geht es für die Schwaben am kommenden Freitag im Spiel beim SC Riessersee. Spielbeginn im Olympia-Eissport-Zentrum ist um 20.00 Uhr.

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

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