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17.12.2017
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Steelers drehen Spiel und gewinnen mit 4:3 n.V. gegen Kassel

Sonntag, 17.09.2017, Bietigheim Steelers - Kassel Huskies
4:3 n.V.
Der Moment des Glücks - Dominic Auger nach seinem Tor

Am Sonntagabend kam es zum zweiten Topspiel für die Steelers binnen 48 Stunden – zu Gast waren die ebenfalls hoch gehandelten Kassel Huskies aus Nordhessen. Mit der Hypothek von insgesamt vier Ausfällen, neben Freddy Cabana, Max Lukes und Andrew McPherson fiel auch noch Kapitän Adam Borzecki aus, musste der Vizemeister ins Spiel gehen. Die von Rico Rossi trainierten Schlittenhunde konnten mit vollem Gespann ins Spiel gehen.

Den besseren Start erwischten die Hausherren, die bei der Heimspielpremiere in der mit 2.407 Zuschauern besuchten EgeTrans Arena das Heft von Beginn an in die Hand nehmen wollten. Die erste gute Möglichkeit hatte in der vierten Minute Matt McKnight, der am sehr gut aufgelegten Mirko Pantkowski scheiterte. Der 19-jährige Schlussmann erwischte gestern einen Sahnetag. Machtlos wäre aber auch er gewesen, wenn in der siebten Minute Benjamin Hüfner, nach tollem Pass von Matt McKnight, am langen Pfosten die Scheibe voll erwischt hätte, sein Schuss ging zum Glück für die Hessen am Gehäuse vorbei. Kurz darauf musste der Kasseler Phil Hungerecker wegen Spielverzögerung in die Kühlbox. Aus der numerischen Überzahl konnte das Team von Ersatz-Kapitän René Schoofs jedoch kein Kapital schlagen. Die Strafe für vergebene Chancen folgte dann in der 13. Minute. Einen blitzsauberen Konter schloss Goldhelm Braden Pimm nach super Vorarbeit von Manuel Klinge und Lukas Koziol eiskalt ab – 0:1. Den Ausgleich auf der kelle hatte dann zwei Minuten später erneut Matt McKnight, der lediglich den Pfosten traf. Im Anschluss an den Schuss wurde er zu Fall gebracht und es gab erneut Powerplay für Bietigheim. In diesem nahm Dominic Auger erstmals Maß und scheiterte ebenfalls am Torgestänge. Im Anschluss daran bat Michael Christ Shawn Weller zum Tänzchen, was die beiden Hauptschiedsrichter Ralph Bidoul und Stefan Vogt mit jeweils zwei Minuten ahndeten. Mehr gab das Überzahlspiel nicht her. In den Schlusssekunden erwischte es dann Bastian Steingroß wegen Halten des Stockes. Die Huskies zeigten bis dato ein perfektes Auswärtsspiel, hinten sicher und vorne effektiv, so ging es auch mit der Führung für die Schlittenhunde in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt hatte ein Rest-Powerplay von 1:27 Minuten für die Hessen auf der Uhr, welches die Schwaben schadlos überstehen konnten. Besser machten es die Huskies dann mit einem Mann mehr in der 25. Minute. Max Prommersberger saß wegen Hakens in der Kühlbox, Mike Little tankte sich über außen durch, passte durch den Slot und Jens Meilleur lochte ein. Die Schiedsrichter mussten den Videobeweis zu Rate nehmen, was ihre Entscheidung jedoch bestätigte – 0:2 aus Sicht der Steelers. Als in der 28. Minute Tyler McNeeley eine 2+10 Minuten Strafe aufgebrummt bekam, wurde es noch schwerer ins Spiel zurückzukommen. Doch der Vizemeister gab sich nicht auf. Nach super Pass von Rob Brown tauchte Marcus Sommerfeld frei vor Mirko Pantkowski auf, scheiterte aber an seiner starken Reaktion. Dies war der Auftakt zur Druckphase der Hausherren, die auch nicht durch eine Strafe gegen René Schoofs beendet wurde. Doch auch beste Möglichkeiten konnten nicht im Kasten der Kassler untergebracht werden. Es benötigte ein Powerplay um den Heim-Premierentreffer zu erzielen – Matt McKnight und Dominic Auger spielten Marcus Sommerfeld frei, dessen Hammer von kurz nach der blauen Linie war für Mirko Pantkowski weder zu sehen, geschweige zu halten – der Anschlusstreffer in der 35. Minute. Als kurz darauf Alexander Heinrich ebenfalls auf die Strafbank musste, forderten die Fans den Ausgleich, der aber nicht gelingen wollte. Die beste Chance hatte Benjamin Zientek, der knapp am Tor vorbeischoss. Wie bereits im ersten Abschnitt waren die Huskies brutal effektiv vor dem Tor. Stefan Della Rovere passte von hinter dem Tor in den Slot zu Adriano Carciola, der 13 Sekunden vor Schluss die Scheibe unters Dach schoss – keine Chance für Silo Martinovic und 1:3 für Kassel.

Der Schlussabschnitt begann mit einem guten Schuss von Shawn Weller, der aber nicht zum Erfolg führte. In der 42. Minute erneut Powerplay für die Hausherren, trotz gut laufender Scheibe blieb es beim Zwei-Tore-Rückstand. Man merkte den Schwaben aber an, dass sie wollten, man musste jedoch bei den schnellen Kontern der Gäste stets auf der Hut sein. Allem voran die Reihe um Manuel Klinge, Lukas Koziol und Braden Pimm sorgte immer wieder für Gefahr, doch Silo Martinovic im Tor zeigte erneut eine starke Leistung. Den Schalter legte dann im insgesamt achten Überzahlspiel Matt McKnight um. Marcus Sommerfeld ließ erneut einen Hammer los, die Scheibe prallte von der Bande zum Stürmer mit der Nummer 39, der einnetzen konnte – nur noch 2:3 und noch über 16 Minuten auf der Uhr. Der Druck der Schwaben nahm zu und mündete im Ausgleichstreffer in der 50. Minute Auf Zuspiel von Max Prommersberger und Justin Kelly wollte Alexander Preibisch die Scheibe scharf in den Slot spielen, vom Schlittschuh eines Schlittenhundes prallte der Puck dann zum vielumjubelten Ausgleich ins Tor. Gleichzeitig war dies der erste Treffer eine Neuzugangs. Das Spiel war nun wieder komplett offen und beide Teams hatten die Chance auf den Siegtreffer, doch beide Keeper waren stets auf der Höhe. 24 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit musste Benjamin Zientek wegen Bandenchecks in die Kühlbox. Doch weder in den verbelibenden Sekunden, noch zu Beginn der Verlängerung konnten die Hessen den Lucky Punch setzen.

Das Spiel war an Spannung kaum zu toppen. 55 Sekunden vor Ende der Overtime wurde Dominic Auger am Schuss durch Thomas Merl regelwidrig gehindert und es gab nochmal Powerplay für Bietigheim. Die Scheibe lief gut durch die Reihen der Hausherren und nach Pass von Marcus Sommerfeld und Matt McKnight, netzte Routinier Dominic Auger zwei Sekunden vor Schluss sehenswert ein!

Der erste Sieg der noch jungen Saison war unter Dach und Fach. Nach dem Hammer-Auftaktwochenende mit Spielen gegen die Topteams aus Frankfurt und Kassel, stehen die Jungs von Trainer Kevin Gaudet mit 3 Punkten sehr gut da.

von Patrick Jonza

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