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Steelers besiegen Starbulls mit 6:3 - Ehrentag für Dominic Auger

Freitag, 13.01.2017, Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim
6:3

Am 35. Spieltag stand für die Steelers das ewig junge Duell gegen die Starbulls aus Rosenheim an. Mit großer Freude erwartete man das Debüt von Marcel Rodman und die Rückkehr der lange verletzten Shawn Weller und Freddy Cabana. Auch Andreas Schwarz zeigte nach der langen Pause heute auf eigenem Eis seinen „Einstand“, hatte aber schon am letzten Wochenende in Kaufbeuren bereits wieder für die Steelers gespielt. Weiterhin verzichten musste Kevin Gaudet auf Justin Kelly, Markus Gleich und Max Prommersberger, sowie kurzfristig auch auf Bastian Steingroß. Auch die Starbulls hatten ihrerseits mit Verletzungen zu kämpfen, es fehlten Michael Baindl, Simon Fischhaber und Michael Rohner.

Vor dem Eröffnungsbully gab es noch Glückwünsche an den aktuell dienstältesten Spieler der DEL2. Dominic Auger bekam zu seinem 40. Geburtstag nachträglich über den Videowürfel die vielzählige Gratulation aktueller und ehemaliger Kollegen und Freunde. Danach konnte es endlich losgehen. Die erste Chance des Spiels nach wenigen Sekunden für die Starbulls in Person von Tyler McNeely, Silo Martinovic aber zur Stelle. Auf der Gegenseite zog Matt McKnight knapp am Gehäuse der Starbulls vorbei. Keine zwei Minuten waren gespielt als Simon Heidenreich die Scheibe durch die Hosenträger von Silo Martinovic schieben konnte. Erneut ein früher Rückstand für die Steelers. In der vierten Spielminute dann erste Aktion von Lukas Steinhauer nach einem Blueliner von Adam Borzecki. Wenig später öffnete sich die Strafbanktür zum ersten Mal am heutigen Abend. Manuel Edfelder bekam die Strafe wegen hohen Stocks. Im Überzahlspiel war es Rückkehrer Shawn Weller der Lukas Steinhauer zu einer Glanzparade zwang. Kaum wieder komplett erhöhten die Hausherren auch im fünf gegen fünf den Druck. Rosenheim hingegen, vor allem beim frühen Stören des Bietigheimer Aufbauspiels, gefährlich nach Scheibengewinn. In der achten Spielminute dann ein steiles Zuspiel auf David Wrigley, dem die Rosenheimer Verteidiger aber im letzten Moment die „Türe“ zu machten. Keine Minute später erneut Überzahl für Bietigheim. Simon Heidenreich musste wegen Beinstellens in die Kühlbox. Die Steelers nach dem Bully sofort in der Aufstellung, Marcus Sommerfeld packte den Hammer aus, die Scheibe sprang am langen Pfosten vorbei, kam aber sogleich von der Bande zurück und Dominic Auger drückte die Scheibe im Gewühl zum Ausgleich über die Linie. Das Schiedsrichtergespann, ob des Tumults vor dem Rosenheimer Kasten uneins über die Rechtmäßigkeit des Treffers, bemühte den Videobeweis. Dieser bestätigte aber die zuvor getroffene Entscheidung. Auch danach die Steelers am Drücker und kurz darauf, nach tollem Spielzug über Andreas Schwarz und Shawn Weller, war es Benjamin Zientek der zur verdienten Bietigheimer Führung einnetzen konnte. Auf der Gegenseite zwang Tyler Scofield den Bietigheimer Goalie zum Nachfassen. Lukas Steinhauer aber auch in den letzten Minuten des Spielabschnitts deutlich mehr in Bedrängnis. Aber auch während eines folgenden Überzahlspiels der Gäste, Dominic Auger bekam die zwei Minuten wegen hohen Stocks, wollte kein Treffer mehr fallen. Mit der knappen Führung der Gastgeber ging es in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt war keine Minute gespielt als die Bietigheimer Paradereihe zuschlug. Über Marcus Sommerfeld kam die Scheibe zu Matt McKnight der den Pass geschickt verzögerte und dann David Wrigley mustergültig bediente. Dieser hatte dann keine Mühe Lukas Steinhauer zum dritten Mal am heutigen Abend zu überwinden. Leopold Tausch war es, der in der 23. Minute vor Silo Martinovic auftauchte, aber am Abschluss entscheidend gehindert wurde. Kurz darauf setzte David Wrigley diesmal umgekehrt Matt McKnight in Szene, welcher denkbar knapp am langen Pfosten vorbei zog. Joseph Lewis hatte in der 27. Minute dann die große Chance seine Farben zurück ins Spiel zu bringen, scheiterte aber frei vor Silo Martinovic ebenso, wie Tyler McNeely mit dem Bauerntrick. Diese Szene war für das Schiedsrichtergespann nicht völlig klar, so dass erneut der Videobeweis bemüht wurde. Auch diesmal sollte die zuvor getroffene Entscheidung bestätigt werden und es blieb beim 1:3 aus Sicht der Bayern. Zur Hälfte der Spielzeit dann ein klasse Einsatz von Freddy Cabana. Dieser wurde an der Bande hart vom Rosenheimer Gegenspieler bedrängt, konnte aber trotzdem den finalen Pass auf Robin Just spielen, welcher dann den vierten Bietigheimer Treffer erzielen konnte. Die Starbulls ließen darauf ein weiteres Überzahlspiel ungenutzt, Shawn Weller musste wegen Stockschlags zuschauen. Gut vier Minuten vor der zweiten Pause dann viel Platz auf dem Eis, als Cameron Burt und Benjamin Zientek sich wegen übertriebener Härte abkühlen mussten. Bietigheim gefälliger im Spielaufbau, ohne aber einen weiteren Treffer erzielen zu können. Cameron Burt kaum zurück auf dem Eis mit einem Stockschlag, der ihm die nächsten zwei Minuten einbrachte. Im folgenden Powerplay war es erneut Freddy Cabana der das Auge für den freien Mitspieler hatte. Lukas Steinhauer bewahrte seine Farben aber gegen den Distanzschuss von Adam Borzecki vor einem weiteren Treffer. Mit dem 4:1 ging es zum zweiten Pausentee.

Franz Steer hatte seinen Mannen sicher einiges für den Schlussabschnitt mit auf den Weg gegeben. Dies war aber nach wenigen Sekunden bereits Makulatur. Zuerst bekam Cameron Burt noch vor dem Bully eine Disziplinarstrafe wegen unsportlichen Verhaltens, 32 Sekunden später zementierte Marcus Sommerfeld die Scheibe unhaltbar ins Rosenheimer Gehäuse. Wie aus dem nichts dann der zweite Rosenheimer Treffer in der 43. Minute. Christoph Gottwald zog von der blauen Linie einfach mal ab und vorbei an Freund und Feind schlug die Scheibe hinter Silo Martinovic ein. Den Rest des Drittels spielten sich dann die Männer in schwarz weiß in den Vordergrund. Nacheinander gaben sich Simon Heidenreich, Adam Borzecki, Joseph Lewis, zwei Mal Freddy Cabana, Greg Classen und erneut Adam Borzecki die Klinke zur Strafbank quasi in die Hand. War die Regelauslegung über die gesamte Spielzeit sehr kleinlich, hätte man sich über ein wenig mehr an Fingerspitzengefühl im letzten Abschnitt sehr gefreut. Die beiden dabei noch erzielten Treffer von Shawn Weller und Tyler McNeely, jeweils im Powerplay, waren einsame spielerische Höhepunkte. Mit einem verdienten 6:3 Erfolg schickten die Schwaben am Ende den Gast aus Bayern nach Hause.

Ein gelungener Einstand von Marcel Rodman und eine ebenso erfolgreiche Rückkehr aufs eigene Eis von Shawn Weller, Freddy Cabana und Andreas Schwarz. Alle drei gleich wieder mit Scorerpunkten trugen Ihren Teil zum Sieg am heutigen Abend bei. Am Sonntag geht es im Derby bei den Heilbronner Falken darum, das 6-Punkte-Wochenende perfekt zu machen. Eröffnungsbully in Heilbronn ist um 17.00 Uhr.

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

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