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3:1

Starker Ilya Sharipov sichert mit Shutout den 2:0-Erfolg in Bad Tölz - Andrew McPherson mit Premieren-Tor!

Freitag, 24.11.2017, EC Bad Tölz - Bietigheim Steelers
0:2
Starker Rückhalt in Bad Tölz - Ilya Sharipov

Zum ersten Mal nach fast neun Jahren ging es für die Steelers am heutigen Freitagabend in Bad Tölz wieder um Punkte. Der Tabellenführer der DEL2 war beim Schlusslicht aus Oberbayern zu Gast. Dabei musste Trainer Kevin Gaudet neben Freddy Cabana und Justin Kelly auch auf Rob Brown verzichten. Shawn Weller musste wegen seiner dritten Disziplinarstrafe ein Spiel aussetzen. Leon Müller war nach seinem erfolgreichen Auftritt in Sonthofen wieder im Kader des Vizemeisters. Im Tor startete heute Ilya Sharipov. Bei den „Buam“ fehlte Routinier André Lakos, der Finne Joonas Vihko war dagegen wieder mit von der Partie.

Das Spiel vor den 1.219 Zuschauern begann schwungvoll. Bereits in der zweiten Minute wusste sich Beppo Frank nur mit einem Stockcheck zu helfen und die Steelers durften zum ersten Mal in Überzahl ran. In diesem agierte man druckvoll, doch weder Tyler McNeely, nach toller Vorarbeit von Dominic Auger, noch Marcus Sommerfeld, konnten Andreas Mechel im Tor der „Buam“ bezwingen. Im Anschluss an das Überzahlspiel war es Leon Müller, der beinahe zur Führung traf, doch sein Schuss ging am Gehäuse vorbei. Dann stellten die beiden Hauptschiedsrichter Alfred Hascher und Ralph Bidoul erneut Beppo Frank vom Eis, diesmal wegen Stockschlags.  Im zweiten Powerplay ging es dann schnell, Tyler McNeely passte von hinter dem Tor auf den im Slot lauernden Norman Hauner und dieser traf nach acht Sekunden zum 1:0 für Bietigheim – großer Jubel bei den ca. 70 mitgereisten Steelers-Fans. Dies wirkte wie ein Lockruf für die Löwen, denn nun nahmen auch sie am Spielgeschehen teil und der wiedergenesene Joonas Vihko machte sich auf und davon, scheiterte aber an der starken Reaktion von Ilya Sharipov im Tor der Schwaben. In der 11. Minute dachte sich dann Beppo Frank wohl, dass alle guten Dinge drei sind und zog die dritte Strafe des Spiels! Doch diesmal blieben die Ellentaler trotz gutem Powerplays erfolglos. Die Strafen kostete die Löwen viel Kraft, denn bei fünf gegen fünf war es ein Spiel auf Augenhöhe, wobei der Vizemeister die besseren Tormöglichkeiten hatte. Auf der anderen Seite hatte das Team um Kapitän Adam Borzecki auch durchaus Glück, dass man nicht selbst in die Kühlbox musste. So ging es mit einer durchaus verdienten Führung für die Schwaben in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit jeweils einer guten Chance für beide Teams. Doch man merkte den Druck der Löwen, die auf den Ausgleich drängten. Ilya Sharipov rückte mehr ins Geschehen, konnte seinen Kasten aber sauber halten. Die zweite gute Möglichkeit für die Gäste vergab Max Lukes, nachdem er stark von Marcus Sommerfeld in Szene gesetzt wurde – es blieb jedoch bei der knappen Führung. Doch den Ton gaben die Löwen an und Ilya Sharipov bekam immer heißere Handschuhe. Zur Mitte der Spielzeit dann Schrecksunde auf Seiten der Steelers, denn nach einem Zusammenprall zwischen Marinus Reiter und Tyler McNeely blieb der Kanadier liegen und musste im Anschluss in die Kabine gebracht werden. In der 32. Minute dann die erste Strafe gegen Bietigheim, der Kapitän Adam Borzecki erhielte eine kleine Strafe wegen übertriebener Härte. Im ersten Powerplay der Löwen brannte es vor dem Tor, doch Ilya Sharipov behielt kühlen Kopf und konnte zweimal gegen Joonas Vihko retten. Kurz darauf wurde es noch härter, denn binnen sieben Sekunden mussten erstmal Alex Preibsich und dann  ein Feldspieler für Ilya Sharipov in die Kühlbox, der seinem Gegner ein Bein stellte! 1:53 Minuten doppelte Unterzahl galt es zu überstehen und die Schwaben kämpften wie Löwen und vollbrachten es, ohne Gegentor zu bleiben! Eine defensive Meisterleistung zauberten die drei Feldspieler mitsamt ihrem Goalie auf das Eis. Diese Mühe wurde dann in der 38. Minute belohnt – denn Max Prommersberger spielte mit einem überragendem Pass Andrew McPherson frei, der mit seinem ersten Tor für Bietigheim auf 2:0 stellte – ein Wahnsinn! Trotz Überlegenheit der Löwen im Mittelabschnitt, ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die zweite Pause.

Zum Schlussabschnitt kehrte auch Tyler McNeely gemeinsam mit seinen Kollegen wieder auf das Eis zurück. Von Beginn an wollten die „Buam“ den Anschluss herstellen, doch weder Dominik Walleitner noch Marcel Rodman kamen an Ilya Sharipov vorbei. Die bis dato größte Möglichkeit im Schlussdrittel vergab dann Chris St. Jaques, der an der klasse Fußabwehr vom Steelers-Schlussmann scheiterte. In der 46. Minute erwischte es Andrew McPherson wegen Haltens, er musste in die Kühlbox. Dort rettete erst erneut Sharipov gegen Philipp Schlager, ehe Tyler McNeely und René Schoofs die Chance auf einen Shorthander vergaben.  Nach langer Zeit waren wiederum die Steelers mit Powerplay an der Reihe, denn Beppo Frank schien etwas auf der Strafbank platziert zu haben, dass ihn sehr interessierte – zum vierten Mal am heutigen Abend stattete er dieser einen Besuch ab. Doch bis auf eine Chance von Tyler McNeely passierte nicht viel. 10 Sekunden vor Ablauf musste Benjamin Zientek auf Seiten der Ellentaler in die Kühlbox, so dass die Löwen 1:50 Minuten Überzahl spielen konnten. Doch auch diesmal hatten die Steelers in Person von René Schoofs die Riesenchance auf einen Treffer, doch seinen Alleingang entschärfte Andi Mechel hervorragend. Kurz darauf die Schwaben wieder komplett und das Spiel in den letzten fünf Minuten weiter spannend. Die Löwen warfen nochmals alles nach vorne und 2:29 Minuten vor Schluss nahm der Tölzer Trainer Rick Boehm seine Auszeit um sein Team auf die letzten Minuten einzustimmen. Nach einem Icing ging dann auch Andi Mechel zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch das brachte nichts mehr ein und die Steelers gewinnen dank eines bärenstarken Ilya Sharipovs, der seinen ersten Shutout feierte und dem Premierentor von Andrew McPherson mit 2:0 in Bad Tölz!

Ab jetzt gilt es sich dann voll auf das Derby am Sonntag gegen Heilbronn zu konzentrieren! Karten für das Spiel in der EgeTrans Arena gibt es noch online unter www.steelers.de.

von Patrick Jonza

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