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Starker Auftritt in Dresden - Steelers siegen mit 7:3!

Sonntag, 30.10.2016, Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers
3:7
Heute mit einem Doppelpack - Marcus Sommerfeld

Beim letzten Auftritt der Steelers vor der Deutschland-Cup Pause nächstes Wochenende, traf der Tabellenführer auf die Eislöwen aus Dresden, die ihre letzten fünf Spiele allesamt gewinnen konnten. Die Schwaben traten mit demselben Kader wie am Freitag an, also ohne Markus Gleich, Justin Kelly, Andreas Schwarz, Freddy Cabana und Michael Fink. Bei den Hausherren fiel Routinier Petr Macholda kurzfristig aus. Das Spiel stand unter dem Motto „Pink in the Rink“ und thematisiert die Brustkrebsvorsorge. Die Sachsen traten in sehenswerten pinken Trikots an.

Die Steelers erwischten einen Start nach Maß, scheiterte nach einigen Sekunden David Wrigley noch an Hannibal Weitzmann, so machte es der Kapitän Adam Borzecki nach 77 Sekunden Spielzeit besser – sein Schuss von der blauen Linie schlug zur frühen Führung ein! Auch die weiteren Minuten gehörte den Gästen. Die erste gefährliche Situation vor Silo Martinovic ereignete sich erst in der sechsten Minute. Brendan Cook fälschte einen Schuss von Mirko Sacher ab, der sein Ziel nur knapp verfehlte. Nur kurz darauf zeigte Robin Just wie es besser gemacht wird. Bei einem Konter spielte er nicht den mitgelaufenen Marcus Sommerfeld an, sondern zog selbst ab und traf zum 2:0!  Die Freude bei den ca. 80 mitgereisten Steelers-Fans unter den 3.376 Zuschauern lautstark. In der 10. Spielminute schickte Schiedsrichter Mischa Apel David Wrigley wegen Haltens in die Kühlbox. Das beste Powerplay-Team der Liga kommt aus Dresden, das beste Penaltykilling aus Bietigheim. Das erste Duell ging an die Schwaben und es blieb somit bei der Zwei-Tore-Führung. Kaum komplett hatte Max Lukes den dritten Treffer auf der Kelle, die Scheibe trudelte aber am Tor vorbei. Das tonangebende Team waren ganz klar die Schwaben. In der 14. Minute erneut Strafe gegen die Gäste, Max Prommersberger musste wegen einem zweifelhaften Beinstellens auf die Strafbank. Auch in diesem Unterzahlspiel ließ man nichts anbrennen und Silo Martinovic blieb unbezwingbar. In der 18. Minute zum ersten Mal richtig Arbeit für Silo, der einen Schuss von Sebastian Zauner bravourös parierte. Dennoch war es eher so, dass die Steelers dem dritten Tor näher waren als die Eislöwen dem Anschluss. Nur fallen wollte es nicht und es ging mit dem 2:0 aus Sicht der Gäste in die erste Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnitts geizten beide Mannschaften mit Torchancen und das Spiel fand eher in den Ecken des Eises statt. In der 24. Minute passte einer der Linienrichter besonders gut auf und zählte bei den Steelers bis sechs und damit einen Feldspieler zu viel – Bankstrafe und das dritte Mal Unterzahl. In diesem waren die Schwaben dann fällig, die Scheibe kam zum unmittelbar vor dem Tor stehenden Brendan Cook und dieser ließ Silo keine Chance – der Anschlusstreffer. Kurz darauf Glück für Pat Baum, dass er für sein überhartes einsteigen gegen Marcus Sommerfeld nur eine kleine Strafe bekam. Im ersten Powerplay für Bietigheim gleich der erste Treffer! Eine wunderschöne Kombination über David Wrigley und Matt McKnight schloss Dominic Auger zum 3:1 ab. Zwischen diesen beiden Powerplaytreffern lagen gerade einmal 24 Sekunden. In der 26. Spielminute spielten die Hausherren einen Zwei auf Eins Konter zu schlampig und Silo konnte die Situation entschärfen. Wenige Sekunden später das zweite Überzahl für Bietigheim. Dominik Grafenthin erwischte es wegen Stockschlags. Zweites Powerplay und der zweite Treffer. Marcus Sommerfeld packte von der blauen Linie den Hammer aus und traf zum 4:1. Ein Schuss wie ein Strich und nichts zu halten für Hannibal Weitzmann. Nur 68 Sekunden später konnte Weitzmann einen Schuss von Benjamin Zientek nur prallen lassen, Max Lukes war zur Stelle und drückte den Puck über die Linie – 5:1. Doppelschlag des Tabellenführers kurz vor Ablauf der hälftigen Spielzeit. In der 33. Minute musste der ehemalige Dresdner Shawn Weller wegen Stockchecks für zwei Minuten raus. Hier hatte Matt McKnight nach vorbildlichen Einsatz von David Wrigley die Chance auf einen Shorthander, konnte jedoch noch entscheidend gestört werden. 90 Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels schlenzte Sebastian Zauner die Scheibe platziert vor das Tor. Silo Martinovic war die Sicht genommen und der Puck prallte vom Innenpfosten zum zweiten Dresdner Treffer hinter die Linie.  Nur 14 Sekunden später die fünfte Strafe gegen die Gäste – David Wrigley musste zum zweiten Mal raus. Hier half das Glück dem Tüchtigen, denn der Schuss von Marcel Rodman prallte von der Latte zurück ins Spiel. Danach war Schluss und mit dem 5:2 und einem Mann weniger ging es in den Schlussabschnitt.

Dieser startete mit einer Powerplay-Restzeit von 44 Sekunden für die Hausherren. Hier hatte Teemu Rinkinen eine große Möglichkeit, konnte aber den Treffer nicht erzielen. Die nächste Chance auf ein Powerplaytor hatten die Sachsen ab der 43. Minute. René Schoofs saß wegen Beinstellens. Im bis dato besten und druckvollsten Powerplay der Eislöwen rettete einmal der Pfosten und das ein und andere Mal Sinisa Martinovic. Diese heikle Phase überstanden die Mannen von Trainer Kevin Gaudet schadlos. Ähnlich wie am Freitag gegen Weißwasser hielten die Schwaben in den Folgeminuten die Scheibe weit weg vom eigenen Tor. In die Karten spielte den Steelers ein Foul von Ville Hämäläinen das mit zwei Minuten geahndet wurde. Zu spielen zu diesem Zeitpunkt noch 12:16 Minuten. Diesmal gelang dem Vizemeister kein weiterer Treffer, die Defensive der Hausherren stand gut. Kaum komplett nahm der Druck der Dresdner zu, die Uhr tickte jedoch für Bietigheim.  Mitten in diese Phase spielte Benjamin Zientek einen überragenden Pass auf Dominic Auger, der nur noch die Kelle hinhalten musste um seinen zweiten Treffer des Abends zu bejubeln – 6:2, knappe neun Minuten vor Schluss. Wenige Sekunden später hätte auch fast Marcus Sommerfeld sein zweites Tor feiern können, lediglich der Pfosten hatte etwas dagegen. In der 54. Minute bewahrte Silo Martinovic seine Vorderleute nach einem Fehlpass mit einem super Save vor dem dritten Gegentor. Dann bat Shawn Weller die gesamte Eislöwen-Defensive zum Tanz, einzig Hannibal Weitzmann wollte nicht und verhinderte das Traumtor. Was für eine super Aktion des passionierten Bartträgers. Marcus Sommerfeld durfte dann doch noch seinen zweiten Treffer bejubeln. Wunderbar freigespielt von Shawn Weller und Matt McKnight netzte er souverän ein – 7:2 für Bietigheim. 95 Sekunden vor der Schlusssirene noch Ergebniskosmetik durch Tomas Schmidt, der zum Endstand von 7:3 traf. Was für eine eindrucksvolle und geschlossene Mannschaftsleistung der dezimierten Ellentäler.

Mit einem 6-Punkte-Wochenende verabschieden sich die Schwaben in die D-Cup Pause um als Tabellenführer am 11.11.2016 in Ravensburg erneut anzugreifen. 

von Patrick Jonza

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