Letztes Spiel:
0:2

Starke Schwaben siegen am GrünSTEELERStag zum Auftakt mit 5:2 gegen Frankfurt

Donnerstag, 29.03.2018, Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt
5:2
Zwei Tore steuerte er bei - Norman Hauner

Fünf Tage Playoff-Pause standen auf dem Programm, nach der erfolgreichen Serie gegen die Heilbronner Falken. Heute kam es zu Spiel 1 der Halbfinal-Playoffs gegen den amtierenden Meister aus Frankfurt. Bei den Steelers fehlte neben Alexander Preibisch und Dominic Auger auch Kodi Schwarz. Unsere Gäste traten ohne Martin Schymainski, Lukas Koziol und Vlad Filin an. Nach der Finalniederlage aus dem letzten Jahr, hatten die Schwaben noch was gutzumachen.

Die Serie verspricht heiß zu werden, erstes Anzeichen dafür war, dass das Spiel Minuten später angepfiffen wurde, da das Wasser auf dem Eis nicht anfrieren wollte. Direkt nach dem ersten Bully suchten beide Teams vor den 3.013 Zuschauern ihr Heil in der Offensive und Freddy Cabana hatte in der dritten Minute die beste Chance, scheiterte aber am Bein von Antti Karjalainen im Tor der Hessen. Die Hausherren waren weiter am Drücker, die Gäste standen in der Defensive jedoch gut. In der neunten Minute hatte Clarke Breitkreuz die erste nennenswerte Aktion der Löwen, er scheiterte mit seinem Schuss an Ilya Sharipov. Den Ton gaben aber weiter die Steelers an, doch auch Matt McKnight konnte den Puck nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen. Das erste Mal in Erscheinung traten die beiden Hauptschiedsrichter Ralph Bidoul und Elvis Melia in der 17. Minute, als sie C.J. Stretch wegen Beistellens rausstellten. Dieses Powerplay nutzten die Steelers zur 1:0-Führung! Justin Kelly bediente Marcus Sommerfeld, sein Schuss landete bei Freddy Cabana, der zur Führung einschoss! Mit der knappen Führung ging es in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Riesenchance für Tyler McNeely, der leider über das Tor schoss. Es ging weiter nur in Richtung des Tores von Antti Karjalainen, doch auch Marcus Sommerfeld scheiterte am finnischen Schlussmann. Wenn von den Löwen mal was kam, waren alle Schüsse sichere Beute für Ilya Sharipov. In der 25. Minute nutzte man die Überlegenheit zum zweiten Treffer. Der L-C-Z-Express kam ins Rollen und nach Vorlagen von Max Lukes und Benjamin Zientek, war es erneut Freddy Cabana, der den Abpraller zum 2:0 verwertete. Doch nur 26 Sekunden später gaben die Frankfurter ein Lebenszeichen von sich, C.J. Stretch bediente Brett Breitkreuz und dieser traf zum 2:1-Anschlusstreffer. Und die Löwen machten weiter Druck und bekamen in der 29. Minute ein Powerplay zugesprochen, da René Schoofs Brett Breitkreuz behinderte. Doch dieses dauerte lediglich 25 Sekunden an, dann musste Tim Schüle wegen Beinstellens in die Kühlbox. Kaum waren beide Teams komplett begann die „Justin Kelly Show“ – der Kanadier ließ Gegner wie Hüttchen stehen, spielte einen Traumpass auf Norman Hauner und dieser traf per Direktschuss zum 3:1! Den Atem in der Arena hielten in der 36. Minute wohl alle an, als Ilya Sharipov hinter dem Tor die Scheibe verlor, das Gegentor dann aber mit einem überragenden Save verhinderte. Auch gegen Clarke Breitkreuz rettete er in höchster Not. Letzterer musste dann für zwei Minuten wegen übertriebener Härte auf die Strafbank. Nur drei Sekunden später erwischte es jedoch Shawn Weller wegen Behinderung und das Powerplay war dahin. In den verbleibenden 32 Sekunden passierte nichts mehr und es ging in die zweite Pause.

Knappe 90 Sekunden Vier gegen Vier waren zu Beginn des Schlussdrittels noch auf der Uhr. Doch es dauerte nur 54 Sekunden, ehe es im Tor der Löwen erneut klingelte – Norman Hauner zog aus spitzem Winkel ab und traf unters Dach. Der Hauptschiedsrichter zeigte sofort Tor an, doch er zog dennoch den Videobeweis zur Rate – dieser bestätigte den Treffer! Auftakt nach Maß! In der 43. Minute wurde Nils Liesegang zum Duschen geschickt, da er Marcus Sommerfeld gegen den Kopf checkte und eine Spieldauer erhielt! Fünf Minuten Überzahl Bietigheim. In diesem hatte man zwar gute Möglichkeiten, doch der fünfte Treffer blieb verwehrt. Norman Hauner wollte es dann erneut ganz genau machen, diesmal traf er jedoch lediglich den Pfosten. Noch besser machte es in der 50. Minute der in den Playoffs groß aufspielende Justin Kelly. Bei angezeigter Strafe gegen Frankfurt traf er zum 5:1! Da Pawel Dronia gegen den Kopf von René Schoofs checkte, erlosch die zwei Minuten Strafe, seine 10er musste er aber absitzen. Benjamin Zientek erwischte es dann wegen Haltens von C.J. Stretch. Das Powerplay schlossen die Gäste nach einer starken Kombination zum 5:2 ab – Torschütze war der Lucas Dumont. In den Schlussminuten machten die Hessen nochmals Druck und holten eine Strafe raus. Andrew McPherson musste raus. 250 Sekunden vor dem Ende nahm Franz-David Fritzmeier auch seinen Goalie vom Eis. Doch alle Mühen brachten nichts mehr ein, die Steelers gewannen Spiel 1 nach einer starken Vorstellung mit 5:2!

Am Samstag geht es in Frankfurt mit Spiel 2 um 19:30 Uhr weiter.

von Patrick Jonza

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