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Sieg im Topspiel - Steelers verteidigen mit 4:3-Sieg n.V. in Garmisch die Tabellenführung

Freitag, 27.10.2017, SC Riessersee - Bietigheim Steelers
3:4 n.V.
Sein Tor in der Overtime brachte die Entscheidung - Justin Kelly

Zum Topspiel unter der Zugspitze kam es heute im Olympia Eissportzentrum in Garmisch zwischen dem drittplatzierten SC Riessersee und dem Tabellenführer aus Bietigheim. Kevin Gaudet konnte wieder auf Kodi Schwarz, der als Stürmer aufgeboten wurde und Kapitän Adam Borzecki zurückgreifen. Nach dem Aufwärmen dann eine Hiobsbotschaft für die Schwaben – Matt McKnight fühlte sich nicht gut und musste passen.

Die Steelers kamen vor den 2.053 Zuschauern, darunter ca. 50 Schwaben, sehr gut ins Spiel. Bereits nach 30 Sekunden hatte Tyler McNeely die erste Chance des Spiels, scheiterte jedoch an Mathias Nemec im Tor der Hausherren. Die Gäste ließen den SCR durch ein sehr gutes Forechecking kaum ins Spiel kommen. In der dritten Minute ließ der ehemalige Garmischer Benjamin Hüfner einen Schuss von der blauen Linie los, den Mathias Nemec ebenfalls entschärfen konnte. Nur wenige Augenblicke später wurde der Vorwärtsdrang durch die beiden Hauptschiedsrichter Ralph Bidoul und Erich Singaitis unterbrochen, denn sie schickten Shawn Weller wegen Behinderung in die Kühlbox.  In der ersten Unterzahl des Spiels parierte Ilya Sharipov zweimal sehr gut gegen Andreas Driendl, ansonsten stand die Defensive bombenfest. Kaum war Mr. Weller wieder mit von der Partie, hatte er den ersten Treffer auf der Kelle, doch erneut war Nemec Endstation. Die Gäste hatten das Spiel in den Anfangsminuten im Griff, ließen bis auf ein paar wenige Distanzschüsse wenig zu. In der achten Minute war der Tabellenführer dann mit Powerplay dran – Julian Eichinger musste für zwei Minuten wegen Haltens raus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lief die Scheibe sauber. Ein Doppelpass zwischen Tyler McNeely und Dominic Auger sollte dann die Führung bringen. Der Routinier mit der Nummer 12 nahm Maß und traf zum 1:0 aus Sicht seines Teams. Die Ellentaler machten weiter mit Druck auf das Tor der Zugspitzler und wieder war es Mathias Nemec zu verdanken, dass man nicht früher mit mehr Toren zurücklag. Am Boden liegend wehrte er den Nachschuss von Leon Müller klasse ab. Auch gegen Justin Kelly, der schön von Benjamin Zientek in Szene gesetzt wurde, hielt er stark. In der 18. Minute ging der Arm der Schiedsrichter erneut nach oben, wieder musste ein Bayer in die Kühlbox. Michael Rimbeck stellte Justin Kelly ein Bein und durfte raus. Die Jungs um Kapitän Adam Borzecki haben ja statistisch gesehen noch ein wenig im Powerplay nachzuholen und das taten sie im ersten Abschnitt. Justin Kelly auf Tyler McNeely, der passte von hinter dem Tor auf den im Slot lauernden Shawn Weller und dieser schloss diese Stafette zum 2:0 ab! Mit einem verdienten 2-Tore-Vorsprung ging es dann kurz darauf in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Strafe gegen Shawn Weller nach wenigen Sekunden. Doch auch in diesem Penaltykilling standen Ilya Sharipov und seine Vorderleute sehr gut, so dass es beim 2:0 blieb. Ein wiederrum starker Forecheck brachte beinahe den dritten Treffer für die Schwaben. Tyler McNeely erkämpfte sich die Scheibe, passte auf Kollegen Weller, der knapp verzog. Die Ellentaler hatten das Spiel weiter im Griff. Dies änderte sich aber nach der Chance von Lubor Dibelka in der 29. Minute. Seinen Schuss konnte Ilya Sharipov mit einer starken Beinabwehr gerade noch so parieren. Dies war der Auftakt für die bis dato beste Phase der Hausherren. Eine Strafe gegen Tyler McNeely spielte ihnen da auch noch in die Karten. Im insgesamt dritten Powerplay fiel dann auch der dritte Überzahltreffer des Abends. Richie Mueller ließ eine Rakete los die Ilya Sharipov prallen lassen musste, Louke Oakley stand goldrichtig und staubte zum Anschlusstreffer ab – gespielt waren da 32:12 Minuten. Doch der Gegentreffer tat eher den Steelers gut als dem SCR, denn der Tabellenführer übernahm wieder die Initiative. In der 38. Minute konnte sich Tyler McNeely durch seinen unbändigen Willen die Scheibe erkämpfen und passte auf Max Lukes, dieser verzögerte und spielte im genau richtigen Moment einen Traumpass auf den mit aufgerückten Max Prommersberger. Der Verteidiger hielt seine Kelle im perfekten Winkel hin und die Scheibe flog über Mathias Nemec hinweg zum 3:1 in die Maschen. Einen kleinen Wehrmutstropfen musste man noch hinnehmen, denn 32 Sekunden zog Max Lukes wegen Beinstellens noch eine Strafe.

Mit 1:28 Minuten Unterzahl mussten die Steelers das letzte Drittel beginnen. Doch die beste Möglichkeit hatten die Werdenfelser als sie wieder komplett waren. Auch im Anschluss nahm der Druck gefühlt zwar zu aber richtig gefährlich wurde es selten. In der 45. Minute wieder eine Strafe gegen den SCR, erneut traf es Julian Eichinger. Als dann noch Michael Rimbeck zum zweiten Mal an diesem Abend seinem Gegenspieler ein Bein stellte, hatten die Schwaben noch 23 Sekunden doppelte Überzahl um den Sack zuzumachen. Trainer Toni Söderholm nahm seine Auszeit und stellte seine drei Jungs wunderbar ein, denn sie ließen keinen weiteren Treffer. Im Anschluss daran sah alles danach aus, dass die Steelers alle drei Punkte mit nach Hause nehmen werden, denn sie hatten das Spielgeschehen jederzeit im Griff. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Praktisch aus dem Nichts fiel der 2:3-Anschlusstreffer. Andreas Driendl zog ab, Ilya Sharipov konnte dieses Geschoss zwar entschärfen, doch wiederrum roch Louke Oakley den Braten und staubte zum zweiten Mal am heutigen Abend ab – zu spielen waren da noch 4:43 Minuten. Der erste zweifelhafte Pfiff des gut leitenden Schiedsrichtergespanns brachte dann 43 Sekunden später wieder Powerplay für den SCR. Max Prommersberger schlug mit dem Stock und musste in die Kühlbox. Dieses Powerplay nutzte man dann zum Ausgleich. Joel Johanssons Schuss blieb vor der Kelle vom Schweden Mattias Beck liegen, dieser traf zum vielumjubelten Ausgleich ins Tor. Nach siebenmonatiger Verletzungspause ein toller Einstand des Stürmers. 133 Sekunden des „weniger Aufpassens“ kostete den Schwaben alle drei Punkte, denn es ging in die Verlängerung.

In dieser ging es dann sehr schnell, denn in der zweiten Minute nahm Justin Kelly von außen kommend Maß und traf ins lange Eck zum 4:3-Siegtreffer.

Am Sonntag geht es dann in der heimischen EgeTrans Arena gegen den EC Bad Nauheim um 17:00 Uhr weiter.

von Patrick Jonza

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