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Schwarzes Wochenende für die Steelers - 2:3-Niederlage gegen Freiburg

Sonntag, 20.11.2016, Bietigheim Steelers - Wölfe Freiburg
2:3

Am heutigen Sonntagnachmittag kam es in der EgeTrans Arena zum Duell der Württemberger aus Bietigheim gegen die Badener aus Freiburg. Die Wölfe wurden dabei von ca. 600 Fans, gut 400 davon kamen in einem Sonderzug, ins Ellental begleitet. Kevin Gaudet musste neben Markus Gleich, Andreas Schwarz, Sebastian Alt und Freddy Cabana auch auf den sich in Reha befindlichen Justin Kelly verzichten. Kurzfristig fiel zudem Stürmer Max Lukes aus. Durch den Tag der Schulen waren zahlreiche Schüler, Eltern und Lehrer bei diesem „Derby“ anwesend. Während die Steelers am Freitag in Crimmitschau erstmals ohne eigenen Treffer blieben, feierten die Badener einen wichtigen 4:3-Sieg gegen Ravensburg.

Bevor die Action auf dem Eis losging, wurde Shawn Weller auf dem Eis geehrt, da er zum Spieler des Monats Oktober gewählt worden ist. Der Tabellenführer setzte das Tor von Goalie Marco Wölfl bereits in den ersten Minuten gehörig unter Druck. Nach drei Minuten wusste sich Radek Duda nur mit einem Foul zu helfen und es gab das erste Powerplay für die Hausherren. In diesem brannte es lichterloh vor dem Gästetor, doch die Scheibe wollte weder nach Schuss von David Wrigley, Marcus Sommerfeld und Matt McKnight über die Linie. Mit Glück und einem guten Marco Wölf zwischen den Pfosten konnten die Wölfe die Null halten. Kaum waren die Gäste komplett, musste Bietigheims Kapitän Adam Borzecki wegen Behinderung in die Kühlbox. Doch in diesem Überzahlspiel für die Badener hatte Dominic Auger in Unterzahl die beste Chance, scheiterte jedoch an Marco Wölfl. In der neunten Minute kam die alte Weisheit erneut zu tragen – wer vorne seine Chancen nicht nutzt, kassiert hinten einen. Mit dem ersten Torschuss überhaupt gingen die Badener in Führung. Julian Airich traf ins lange Eck zum 0:1. Die Gäste nun deutlich besser im Spiel, der Treffer gab ihnen Aufwind. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste für die Steelers hatte Matt McKnight, der am Lattenkreuz scheiterte. In der 14. Minute gab es überhaupt das erste Icing, ein Zeichen mit welchem Tempo beide Team agierten. Knapp vorbei schoss Denis Shevyrin in der 16. Minute, dass wäre ein Einstand nach Maß im Ellental für den Förderlizenzspieler aus Iserlohn, der neben Marcel Kahle die Schwaben unterstützte. Gegen Ende des ersten Abschnitts nahm der Druck der Hausherren wieder zu, dieser wurde durch einen zweifelhaften Pfiff von Schiedsrichter Alfred Hascher unterbrochen. René Schoofs soll den Stock zu hoch gehabt haben und musste auf die Strafbank.  In diesem Unterzahlspiel nahm die Härte auf dem Eis zu, Strafen gab es aber keine. 21 Sekunden vor der Sirene dann nochmals Strafe, diesmal gegen den Wolf Yannik Mund wegen Hakens. Es passierte nichts mehr und es ging mit dem knappen Rückstand in die erste Pause

99 Sekunden Powerplay standen zu Beginn des zweiten Drittels noch auf der Uhr. Doch die erste Chance hatte Freiburgs Tobias Kunz, der an Silo Martinovic scheiterte. Mit Ablauf der Strafzeit packte Dominic Auger dann den Hammer aus und erlöste den Großteil der 3.819 Fans nach über 80 torlosen Minuten mit seinem Ausgleichstreffer! Das Spiel wieder komplett offen.  Beide Keeper in den Folgeminuten stets auf der Höhe und mit guten Saves, die auch nötig waren. Es ging weiter im Eiltempo hoch und runter. Zur Mitte des Spiels dann ein kleiner Tempoeinbruch auf beiden Seiten. Nach 30 teils hochklassigen Minuten schnauften beide Teams kurz durch, klare Torchancen blieben aus und man neutralisierte sich ein Stück weit gegenseitig. In der 35. Minute ging dann die Strafbanktür für Dominic Auger auf. Es traf ihn wegen unkorrekten Körperangriffs. Wollte den Gästen in 1:59 Minuten nichts gelingen, lag die Scheibe nach einem abgewehrten Schuss völlig frei vor Tobias Kunz, der wenig Mühe hatte sie ins leere Tor zu befördern – die erneute Führung für die Badener. 87 Sekunde vor Ablauf des Mittelabschnitts hatte dann René Schoofs die Riesenchance zum Ausgleich, scheiterte aber an Marco Wölf. Im Zuge dessen kam es zu einem kleinen Scharmützel vor dem Tor, aus der Adam Borzecki mit einer 10-minütigen Disziplinarstrafe herauskam. Matt McKnight prüfte dann nochmals Marco Wölf, der dieser standhielt, so dass er erneut mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause ging.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Strafe erneut gegen Dominic Auger, der wegen Stockschlags für zwei Minuten seinem Kapitän auf der Strafbank Gesellschaft leistete. Diese Entscheidung brachte nicht nur die Zuschauer in Rage, auch Kevin Gaudet machte seinem Im Ärger gegenüber dem Hauptschiedsrichter Luft und zitierte ihn an die Bank. Im bisher besten Powerplay der Gäste scheiterte Yannik Mund am Außenpfosten ehe Dominic Auger wieder zurückkehrte. In der 45. Minute erwischte es diesmal einen Freiburger, der in die Kühlbox durfte. Tobias Bräuner saß wegen Beinstellens. Die Schwaben taten sich schwer und konnten kein Kapital aus der numerischen Überzahl schlagen. Nochmals Zeit in Überzahl gab es jedoch nur wenige Sekunden später als Yannik Mund wegen Stockschlags verbannt wurde. Die Scheibe lief diesmal um einiges besser und erneut führte ein Schlagschuss zum Erfolg. Marcus Sommerfeld wurde an der blauen Linie von Matt McKnight und Shawn Weller freigespielt, zog ab und traf zum 2:2, zehn Minuten vor dem Ende. In der 51. Minute schickte Alfred Hascher erneut Adam Borzecki auf die Strafbank, gemeinsam mit dem Wolf Radek Duda. Mit Vier gegen Vier ging es weiter. Den vorhandenen Platz nutzte dann in der 52. Minute Marton Vas zur dritten Führung für die Badener aus – sein Handgelenkschuss bedeutete das 2:3 aus Sicht der Schwaben.  Die Steelers drängten auf den erneuten Ausgleich. Marcel Kahle verpasste diesen nur knapp, dank der hervorragenden Reaktion von Marco Wölfl. Die Partie zu diesem Zeitpunkt hochspannend, garniert von einer tollen Stimmung aus beiden Fanblocks. 90 Sekunden vor Schluss nahm Kevin Gaudet Silo Martinovic vom Eis und brachte einen zusätzlichen Stürmer.  Die Freiburger warfen sich in den Schlusssekunden in jede Scheibe und brachten die Führung über die Zeit.

Das erste Null-Punkte-Wochenende für die Steelers war perfekt. Jetzt gilt es die Wunden zu lecken und gestärkt am Dienstag im Spitzenspiel gegen Kassel zurückzukommen. Alle heute anwesenden Fans können ihre Tageskarte morgen im Fanshop gegen eine 10 EUR Eintrittskarten für Dienstag eintauschen! 

von Patrick Jonza

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