Nächstes Spiel:
17.12.2017
17:00 Uhr
Letztes Spiel:
3:1

Sächsisches Wochenende für die Steelers endet mit Topspiel gegen Dresden

Am kommenden Wochenende kehrt das Eishockey zurück ins Ellental, denn am Sonntag um 17:00 Uhr kommt es zum Topspiel gegen die Dresdner Eislöwen. Doch zuvor muss das Team von Trainer Kevin Gaudet am Freitag in den Sahnpark nach Crimmitschau reisen. Hierüber informieren wir nochmals explizit.

Am Sonntag findet der „Tag der Vereine“ statt und bisher wurden bereits über 3.500 Tickets verkauft. Es gibt nur noch um die 100 freien Sitzplätze in der Arena, so dass man sich beeilen muss, wenn man das Spiel von einer Sitzschale aus beobachten möchte. Tickets gibt es ab 16:00 Uhr im Fanshop oder 24/7 online hier:

https://www.eventimsports.de/ols/steelers/de/heimspiele/channel/shop/index

Die Sachsen werden seit dem Sommer vom Bayern Franz Steer trainiert, der beweist, dass er auch außerhalb des Freistaats Erfolg haben kann. Dresden ist seine erste Trainerstation fernab der Heimat. Mit derzeit 45 Punkten liegt man auf Platz 4 und hat lediglich fünf Zähler Rückstand, jedoch bei einem Spiel mehr, auf die Schwaben. Aus den letzten sieben Spielen holte man starke 16 von 21 Punkten und hat den Abstand auf Platz 5 auf sechs Zähler ausgebaut. Der momentane Erfolg kann sogar ein wenig höher eingeschätzt werden, denn die Eislöwen sind vom Verletzungspech arg gebeutelt worden. Top-Verteidiger Petr Macholda fällt wegen einer Schulterverletzung die gesamte Saison, der wegen der Verletztenmisere nachverpflichtete Harrison Reed zog sich im bereits im zweiten Einsatz einen Knöchelbruch zu und fehlt noch bis Januar. Der torgefährliche Martin Davidek muss ebenso passen wie Backup-Goalie Sebastian Stefaniszin.

Die Wiedergenesung des Kanadiers Matt Siddal kam genau zum richtigen Zeitpunkt, nach der Deutschlandcup-Pause avancierte er zum Leistungsträger. 15 Punkte in 17 Einsätzen und eine nach oben steigende Leistungskurve lässt auf mehr hoffen. Den Goldhelm in Sachsen trägt jedoch ein gebürtiger Österreicher – Alexander Höller. 10 Tore und 18 Assists gelangen dem 33-jährigen bisher. Der zweite kanadische Stürmer ist Nick Huard, der 10-mal einlochte und dieselbe Anzahl an Treffern vorbereitete. Mit dem DEL-erfahrenen Thomas Pielmeier hat man einen Leader im Team, der bisher 11 Punkte einfuhr. Der schnelle Dominik Grafenthin, Steven Rupprich und Marius Garten sind solide und starke Stürmer, die seit Jahren konstant gut scoren und für Torgefahr sorgen können. Der 18-jährige Cedric Schiemenz wäre jetzt wohl lieber bei der U20 WM in Frankreich als am Sonntag in Bietigheim, leider wurde er von Bundestrainer Christian Künast aus dem Kader gestrichen. Dies ist wiederrum von Vorteil für Franz Steer, denn mit 13 Punkten spielt der Youngster eine starke erste Profi-Saison. Diese spielt auch der gebürtige Schwabe Mike Glemser, der in der Jugend beim SC Bietigheim ausgebildet wurde. Der 20-jährige erzielte in der laufenden Saison drei Tore und legte fünf auf. Die dritte junge Rakete ist Timo Walther, der jedoch zum Kader der U20 gehört und am Sonntag nicht mit nach Bietigheim fährt. Vor zwei Wochen holte man den Litauer Tadas Kumeliauskas (viel Spaß an die Sprade.TV Kommentatoren), der sich gut integrierte. Der 1.90m-Mann schoss bereits drei Tore und bereitete drei weitere, in seinen fünf Einsätzen, vor. 77 Treffer erzielten die Eislöwen bislang, die wenigsten der Top 4 Teams.

In der Defensive ist Kapitän René Kramer der Chef. Mit 13 Zählern weiß er es auch in des Gegners Zone Akzente zu setzen. Dies kann auch Steve Hanusch, der die Erfahrung aus 196 Spielen in der DEL mitbringt. Mit Krefeld spielte er dreimal in Folge in der CHL! Der dritte zurzeit gesunde Kanadier ist Shawn Boutin, der seit dieser Saison die Verteidigung stärkt. Mit 42 Strafminuten sammelte er die meisten seiner Kollegen. Tomas Schmidt spielt seine dritte Saison an der Elbe und ist ein konstant guter Defender. Dies sind auch Sebastian Zauner und der aus Rosenheim gekommene Gustav Veisert, welche die Verteidigung komplettieren. Mit 64 Gegentoren stellen die Eislöwen die viertbeste Defensive der DEL2.

Dies liegt mitunter an Torhüter Marco Eisenhut. Der 23-jährige bewies bereits im letzten Jahr in Ingolstadt welch Potential in ihm steckt. In seinem ersten Jahr als Nummer 1 toppt er die in ihn gesteckten Erwartungen immens. Mit einem Gegentorschnitt von 2,59 und einer Fangquote von 92,7%, gehört er zu den Toptorhütern der Liga. Durch die Verletzung von Stefaniszin sind die Backups Morten Braun oder Richard Seifert. Hier wird es eventuell noch eine Nachverpflichtung geben.

Bei den Specialteams ist das Powerplay mit 17,02% eher durchschnittlich bis aufbaufähig. In Unterzahl jedoch, stellt man das drittbeste Team – 87% aller Situationen übersteht man schadlos.

Freuen wir uns auf eine volle Halle und tolle Stimmung. Geben wir alles dafür, dass WIR auch im zwölften Heimspiel in Serie als Sieger das Eis verlassen!

von Patrick Jonza

Zurück