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17.12.2017
17:00 Uhr
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3:1

Punkt beim Meister - Steelers verlieren zum Auftakt mit 3:4 n.V. in Frankfurt

Freitag, 15.09.2017, Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers
4:3 n.V.

Endlich ging es in der DEL2 wieder um Punkte – die Hauptrunde begann mit dem Topspiel der beiden Vorjahresfinalisten aus Frankfurt und Bietigheim. Bei den Steelers fielen neben dem noch langzeitverletzten Freddy Cabana auch die beiden Stürmer Max Lukes und Andrew McPherson aus. Mit 5.369 Zuschauern, darunter ca. 150 Schwaben, war das Eisstadion am Ratsweg sehr gut besucht.

Und die zahlreichen Besucher mussten nicht lange auf Action auf dem Eis warten. Bereits nach 24 Sekunden schickten die beiden Hauptschiedsrichter Martin Holzer und Florian Zehetleitner den Frankfurter Matt Pistilli auf die Strafbank. 67 bzw. 71 Sekunden später gesellten sich nacheinander Nils Liesegang und Brett Breitkreuz dazu. Diese Riesenmöglichkeit ließen sich die Schwaben nicht entgehen. Binnen 32 Sekunden schossen die Steelers zwei Tore in doppelter Überzahl. Den Anfang machte, nach toller Vorarbeit von Dominic Auger und Justin Kelly, Shawn Weller, der am langen Pfosten einschoss. Den zweiten Treffer besorgte Marcus Sommerfeld per platzierten Schuss, ihm assistierten der Torschütze des ersten Treffers Shawn Weller und erneut Dominic Auger. Auftakt nach Maß also für das Team von Trainer Kevin Gaudet. Die Schiedsrichter blieben weiter im Fokus, denn nach einer Behinderung von Marcus Sommerfeld entschieden sie in der fünften Minute auf Penalty für die Löwen. Brett Breitkreuz lief an, scheiterte aber am clever agierenden Silo Martinovic im Tor des Vizemeisters. Die erste Strafe der Bietigheimer saß dann keine Minute später Rob Brown ab, die Hessen konnten jedoch kein Kapital daraus schlagen. In der Folgezeit mussten mit Marcus Sommerfeld und zweimal Justin Kelly, diesmal nur in Weiß gekleidete Spieler in die Kühlbox. Der Druck der Löwen nahm zu, doch Silo Martinovic konnte seinen Kasten mit ein paar starken Saves sauber halten. Das bis dato eigentlich faire erste Drittel ging mit insgesamt 18 Strafminuten und einer Zwei-Tore-Führung für Bietigheim in die erste Pause.

Die Uhr zu Beginn des Mittelabschnitts zeigte noch 1:46 Minuten Powerplay für die Löwen an, die zwar weiter Druck ausübten, den Anschlusstreffer aber nicht erzielen konnten. Die besten Möglichkeiten vergab zweimal C.J. Stretch. Erst in der 23. Minute der erste Torschuss der Steelers durch Shawn Weller, der aber am starken Hannibal Weitzmann in Tor der Löwen scheiterte.  Nur eine Minute war es dann aber soweit, die Hausherren nutzten einen Fehler im Aufbau der Schwaben und kamen zum 1:2. Torschütze war Tyler Gron, der Silo keine Chance ließ. Bietigheim zeigte sich zunächst wenig beeindruckt und Norman HAuner hatte die Chance den alten zwei Tore Abstand wiederherzustellen, sein Schuss ging leider knapp drüber. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels war das Tempo immens hoch, es ging hoch und runter – ein tolles Spiel für die Zuschauer. In der 28. Minute konnten sich dann die Fans der Löwen richtig freuen, denn vor Silo Martinovic herrschte ein emsiges Treiben, Nutznießer war Wade MacLeod, der zum 2:2-Ausgleich einnetzte. Nur wenige Augenblicke nach dem Ausgleich, krachte der Schuss von Marcus Sommerfeld gegen die Latte, beinahe die erneute Führung. Diese erzielte in der 34. Minute eigentlich Shawn Weller – eigentlich! Einer der Hauptschiedsrichter zeigte eine Strafe an, die Steelers waren weiter in Scheibenbesitz und Silo verließ seinen Kasten. Shawn Weller schoss und traf. Was dann folgte kann man als „kurios“ bezeichnen. Die angezeigte Strafe galt Benjamin Zientek, doch statt abzupfeifen, eben weil die Schwaben an der Scheibe waren, ließen die Refs weiterlaufen. Im Enddefekt zählte der Treffer nicht und Benni Zientek musste wegen Behinderung in die Kühlbox. In diesem Unterzahlspiel hatte Tyler McNeely beinahe den dritten Treffer für sein Team erzielt, er verzog aber knapp. Die letzten beiden Spielminuten gehörten dann wieder den Schwaben. In der 38. Minute scheiterte Benjamin Zientek zunächst an der super Reaktion von Hannibal Weitzmann, Matt McKnight nahm den Puck auf, setzte erneut Benjamin Zientek in Szene und diesmal ließ er sich die Chance nicht nehmen und traf zum 3:2. Hätte kurz darauf Alexander Preibisch mit seinem Solo Erfolg gehabt, wer weiß wie das Spiel dann ausgegangen wäre – doch auch er konnte Weitzmann nicht überwinden.

Der Schlussabschnitt begann mit einem Lattenschuss von Wade MacLeod, der seine Löwen nochmals aufweckte. Doch mitten in der Drangphase kassierten diese eine Strafe, welche aber ohne Folgen blieb. Kaum waren die Gastgeber wieder komplett, erzielten sie den erneuten Ausgleich. Einen Konter schloss Nils Liesegang nach schönem Zuspiel von Vladislav Filin gekonnt ab. Beide Teams hatten dann jeweils nochmals in Überzahl die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch beide Keeper wussten dies mit starken Aktionen zu verhindern. In den letzten Minuten wurde der Druck der Hessen dann immer größer. Silo Martinovic musste kurz vor der Schlusssirene sein ganzes Können gegen Brett Breitkreuz zeigen – ein wahnsinniger Save mit den Schonern war das! Auch gegen Vladislav Filin bleib Silo Sieger. Eigentlich war er dann bei der zweiten Großchance von Brett Breitkreuz schon geschlagen, doch der Stürmer ließ sich zu viel Zeit und die Defensive der Schwaben konnte die Scheibe im letzten Moment klären. So ging dieses Topspiel in die Overtime.

Vom Bully weg hatten dann Tyler McNeely und Shawn Weller den Siegtreffer auf der Kelle, nur gelingen wollte er nicht. Stattdessen war es auf der anderen Seite Mr. Frankfurt Nils Liesegang, der den vielumjubelten Siegtreffer nach 39 Sekunden erzielte.

Die Schwaben zeigten dennoch ein gutes Spiel und haben sich den einen Punkt mehr als verdient, so sahen das beide Coaches dann auch auf der Pressekonferenz.

Am Sonntag kommt es dann um 17:00 Uhr mit dem zweiten Duell gegen ein Team aus Hessen. Zu Gast in der EgeTrans Arena werden die Kassel Huskies sein, die am Freitag die Dresdner Eislöwen mit 3:1 besiegten.

Seid dabei und lasst uns neben dem ersten Heimsieg, hoffentlich auch die ersten drei Punkte GEMEINSAM feiern!

von Patrick Jonza

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