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Playoff-Auftaktsieg für die Steelers – Bietigheim schlägt Bayreuth mit 5:2

Dienstag, 14.03.2017, Bietigheim Steelers - EHC Bayreuth Tigers
5:2

Nach einer starken Hauptrunde mit 52 Spieltagen begannen für die Ellentäler am heutigen Abend endlich die Playoffs. Im ersten Spiel des Viertelfinals war beim Hauptrundenmeister das Überraschungsteam, der Aufsteiger aus Bayreuth zu Gast. Die Oberfranken konnten die Serie der Pre-Playoffs gegen den SC Riessersee für sich entscheiden und Trainer Sergej Waßmiller musste einige seiner Tiger, darunter wichtige Akteure wie Goalie Tomas Vosvrada, den Brüdern Sebastian und Valentin Busch, sowie Christopher Kasten, zuhause lassen. Im Team von Coach Kevin Gaudet fehlten verletzungsbedingt Marcus Sommerfeld sowie Freddy Cabana und als überzähliger Kontingentspieler nahm Marcel Rodman auf der Tribüne Platz.  

Gleich zu Spielbeginn war der Playoff-Charakter des Spiels sofort akustisch wahrnehmbar und durch die 2.786 Zuschauer wurde richtig Stimmung gemacht. Aber auch beide Teams waren von Anfang an zur Stelle, es wurde um jeden Meter Spielfläche gekämpft und die Hausherren versuchten das Spielgeschehen in das Drittel der Oberfranken zu legen. Trotzdem gab es recht schnell den ersten Gegenstoß der Bayreuther und Silo Martinovic begrub die Scheibe sicher unter seinen Schienen. Die Scheibe lief gut bei den Ellentälern und nach einem schönen Zuspiel von René Schoofs verpasste Sebastian Alt nur knapp das Tor der Wagnerstädter. Die erste Strafe nahm Patrik Rypar nach fast zwei Minuten wegen Haltens. Die Steelers fanden recht schnell die Aufstellung aber die Tigers ließen mit einem guten Unterzahlspiel nur wenige Chancen zu, welche aber dann von Johannes Wiedemann im Bayreuther Tor pariert wurden. Es dauerte aber auch nicht lange und Sebastian Alt durfte nach fast 5 Minuten Spielzeit wegen Haltens pausieren. In Unterzahl agierten die Schwaben sehr gut – gerade wieder vollzählig unterlief den Hausherren ein folgenschwerer Scheibenverlust im eigenen Drittel und Marcus Marsall traf zur Führung in der 7. Spielminute der Oberfranken.  Kurz nach dem Führungstreffer musste Felix Linden wegen hohen Stocks in die Box. Die Scheibe lief gut bei den Ellentälern und nach 8 gespielten Minuten, nach einem Schuss von Dominic Auger verwertete Matt McKnight den Abpraller erfolgreich zum Ausgleich für die Schwaben. Die Hausherren drückten nun weiter auf den Führungstreffer scheiterten aber immer wieder am Bayreuther Goalie. In dieser Phase war es erneut ein Scheibenverlust der Steelers welchen Sergej Stas nach 13 Minuten zum Führungstreffer der Wagnerstädter nutzen konnte. Mit diesem 1:2 Rückstand ging es in die erste Pause.          

Im Mitteldrittel setzten die Ellentäler die Gäste sofort unter Druck und Max Lukes scheiterte aus guter Position am sicheren Bayreuther Rückhalt Johannes Wiedenmann. Der Druck zeigte Wirkung und David Wohlberg musste wegen einem Crosscheck vom Eis. In der 23. Spielminute bzw. nach genau 40 Sekunden Powerplay nahm sich David Wrigley ein Herz und feuerte ein Handgelenkschuss ins lange Eck zum verdienten Ausgleich des Bayreuther Tores. Die folgenden Strafen durch Schiedsrichter Robert Paule gegen Rob Brown wegen Spielverzögerung und kurze Zeit später gegen Benjamin Zientek wegen Halten des Stocks fanden nicht unbedingt die Zustimmung der anwesenden Zuschauer. Bei den wenigen Angriffen der Gäste musste Silo Martinovic immer auf der Hut sein und zeigte sehr gute Reflexe. Auch als Michal Bartosch plötzlich vor ihm aufgetauchte blieb er der sichere Rückhalt und verhinderte einen erneuten Treffer der Oberfranken. Die Checks wurden auf beiden Seiten zu Ende gefahren und auf Bietigheimer Seite sehr gut gegen den Mann verteidigt. Die Schwaben schneller an der Scheibe und nach 33 gespielten Minuten schob Max Lukes ‚ML7‘ den Puck zur hochverdienten 3:2 Führung ins Tor. Dieser Treffer wurde durch Schiedsrichter Robert Paule jedoch erst nach der Sichtung der Videoaufzeichnung anerkannt. Die Ellentäler drückten auf das  Bayreuther Tor und es scheiterten Matt McKnight, Sebastian Alt, Robin Just, Bastian Steingroß und Rob Brown am sicheren Goalie der Gäste. Das Mitteldrittel endete mit der 3:2-Führung der Gastgeber.

Im Schlussabschnitt drückten die Schwaben weiter auf die Tube und das Spiel verlagerte sich überwiegend in das Drittel der Oberfranken. Die Tigers wurden früh beim Spielaufbau gestört und es rollten die Angriffe auf das Bayreuther Tor. Es stand 16:55 auf der Uhr, als René Schoofs Übersicht zeigte und einen genialen Pass auf Max Lukes am langen Pfosten spielte. Dieser ließ Johannes Wiedemann keine Chance und erhöhte eiskalt zum 4:2. Die Steelers nach diesem Treffer weiter am Drücker aber die Tigers verteidigten mit Herz. Die immer seltener werdenden Angriffe der Oberfranken waren auf der anderen Seite sichere Beute für Silo Martinovic. In der letzten Spielminute ersetzte Sergej Waßmiller seinen Goalie Johannes Wiedemann durch einen weiteren Feldspieler. Benjamin Zientek schoss 27 Sekunden vor Spielende das Spielgerät ins leere Tor der Tigers zum Endstand von 5:2.       

Spiel 2 findet am kommenden Freitag um 20.00 Uhr in Bayreuth und Spiel 3 am Sonntag um 17.00 Uhr in der EgeTrans-Arena statt.

Bericht: Ralf Endres

von Bietigheim Steelers

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