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Offensivspektakel im Ellental - Steelers zähmen Tiger aus Bayreuth und siegen mit 8:4

Sonntag, 23.10.2016, Bietigheim Steelers - EHC Bayreuth Tigers
8:4
Zwei Tore steuerte David Wrigley zum Sieg bei!

Am heutigen Sonntag gastierte der DEL2-Aufsteiger aus Bayreuth im Ellental. Das Team von Sergej Waißmiller belegt den 9. Tabellenplatz und fällt im bisherigen Verlauf der Saison positiv mit einer kämpferischen und aufopferungsvollen Mannschaftsleistung beim Punktesammeln in der DEL2 auf. Der Tiger Lukas Fröhlich war nach seinem Wechsel erstmals Gast in der EgeTrans-Arena. Nach dem Punkteverlust der Schwaben im Frankfurter Löwenkäfig am vergangenen Freitag galt es dem Tiger aus der Wagnerstadt zuhause schnell die Krallen zu stutzen und die bislang makellose Heimserie fortzusetzen. Die Liste der verletzungsbedingten Ausfälle wird nur langsam wieder kürzer und Kevin Gaudet muss neben den Langzeitverletzten Justin Kelly, Markus Gleich und Andreas Schwarz auch weiterhin auf Michael Fink verzichten. Von den beiden Kooperationspartnern stand ihm auch zum heutigen Spiel keine Unterstützung zur Verfügung.

Vor 2.665 Zuschauern legten beide Teams gleich los und sowohl Tomas Vosvrda und Andreas Mechel konnten in den ersten 60 Sekunden jeweils erstmals parieren. Nach 1:04 gespielten Minuten zeigten die Steelers, wie es geht – die Scheibe lief schnell und gut in ihren Reihen und Marcus Sommerfeld passte mustergültig in den Slot zu Matt McKnight, welcher Tomas Vosvrda keine Chance ließ und zum 1:0 einnetzte. Die Hausherren weiter spielbestimmend, jedoch in der 3. Spielminute unaufmerksam und Foydor Kolupaylo staubte einen Abpraller von Andreas Mechel zum 1:1 ab. Der Tabellenführer nun aber wieder hellwach und legte an Tempo stetig zu. Auch bei Unterzahl, als Shawn Weller wegen eines „Stockschlägchen“ in die Box gehen musste, wurde Tomas Vosvrda gleich durch David Wrigley und Matt McKnight gefordert - die Oberfranken trotz Überzahl nur zweimal kurz im Drittel der Steelers. Mit Volldampf ging es weiter, in der achten Minute ein super Pass von David Wrigley auf Shawn Weller und ein Monstersave von Tomas Vosvrda. Die Steelers hielten den Druck weiter auf sehr hohem Niveau. Aber auch Andreas Mechel war auf dem Posten und verhinderte nach einem unnötigen Scheibenverlust im eigenen Drittel den möglichen Führungstreffer der Oberfranken. Nach einer Strafe wegen Beistellen musste Jozef Potac in die Box. Diese Gelegenheit ließ sich der Tabellenführer nicht nehmen und zeigte ein hervorragendes Überzahlspiel. Die Scheibe lief, dass es den Tigern fast schwindelig wurde und nach einem Pass von Robin Just in der 11. Spielminute folgte durch Rene Schoofs das verdiente und auch sichtlich erlösende 2:1. Bei den wenigen, aber teilweise brandgefährlichen Vorstößen der Tiger zeigte Andreas Mechel den Gästen seine Krallen und hielt souverän sein Kasten bis zur Pause sauber.

Im Mitteldrittel kamen die Hausherren aus der Kabine und gaben gleich wieder richtig Gas. Die Wagnerstädter konnten nach 46 Sekunden nur zuschauen, wie Rene Schoofs den freistehenden Shawn Weller anspielte und dieser den Puck mit der Rückhand unhaltbar über die linke Schulter von Tomas Vosvrda zum 3:1 im Tor der Gäste versenkte. Nur drei Minuten später stand erneut Mr. Weller goldrichtig und traf zur 4:1 Führung der Ellentäler. Die Steelers weiterhin überlegen, jedoch gelang den Oberfranken nur eine Minute später der Anschluss – Jozef Potac verkürzte zum 4:2. Nach dem Bully eine sehenswerte Kombination von Max Lukes auf Benjamin Zientek, welcher wiederum an Tomas Vosvrda scheiterte. Im direkten Gegenzug der Oberfranken musste sich Andreas Mechel mächtig breit machen, um sein Kasten sauber zu halten. Der Tabellenführer übernahm wieder das Kommando auf dem Eis und die Scheiben- und Passsicherheit war absolut beeindruckend. Es folgten in der 31. Spielminute das 5:2 durch Robin Just und nur eine Minute später das 6:2 durch David Wrigley. Wer jetzt aber dachte, das Spiel ist entschieden irrte gewaltig: Die Wagnerstädter effektiv in der Chancenverwertung und verkürzten in der 33. Spielminute, bei angezeigter Strafe gegen Benjamin Zientek, durch David Wohlberg erst zum 6:3 und auch eine Minute später zum 6:4 durch Sebastian Busch. Die Antwort des Tabellenführers folgte in der 35. Minute, als David Wrigley einen Zuckerpass von Marcus Sommerfeld die Scheibe direkt ins obere linke Eck zum 7:4 hämmerte. Mit diesem doch beruhigendem Vorsprung wurde das ereignis- und torreiche 2. Drittel beendet.

Der Schlussabschnitt war geprägt vom dominierenden Spiel und einer Chancenvielzahl der Ellentäler. Die Gäste tauchten, wie auch in den beiden ersten Dritteln immer wieder gefährlich vor Andreas Mechel auf, welcher jedoch immer souveräner Sieger blieb. Mit zunehmender Spieldauer nahm auch die Aggressivität der Gäste zu und Freddy Cabana musste nach 57 Minuten einen heftigen Check von hinten durch Jozef Potac einstecken – Freddy Cabana erwiderte dies sofort. Ergebnis dieser beiden Aktionen: Jozef Potac wurde von Schiedsrichter Marc Naust vorzeitig zum Duschen geschickt und Freddy Cabana nahm wegen unnötiger Härte 2 Minuten Platz in der Kühlbox. In der letzten Spielminute erhöhte Matt McKnight zum 8:4 Endstand.

Spieler des Abends waren bei den Bayreuthern Sebastian Busch und den Bietigheimern Shawn Weller. Aber auch die sehr guten Leistungen der beiden Torhüter Andreas Mechel und Tomas Vosvrda sind absolut erwähnenswert.

Der Tabellenführer zeigte ein, über weite Strecken sehr sicheres und souveränes Spiel wurde aber durch die niemals aufgebenden Gäste über die gesamte Spielzeit immer wieder gefordert.

Am kommenden Freitag sind die Lausitzer Füchse zu Gast in der EgeTrans-Arena.

Bericht: Ralf Endres

von Patrick Jonza

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