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Morgen geht es in den Fuchsbau – Steelers zu Gast in der Lausitz

Das letzte Wochenende vor den Playoffs steht an und es geht für die Schwaben nochmals auf eine längere Auswärtsfahrt. Am Freitag und Sonntag werden zudem die letzten Entscheidungen fallen und alle Teams möchten sich in die persönlich beste Ausgangslage bringen.

Hier ein kleiner Überblick: Den Steelers ist Platz eins nicht mehr zu nehmen, genauso wie den Löwen Frankfurt Platz zwei. Diese beiden Teams können sich frühestens im Finale der Playoffs treffen. Um die Plätze drei bis sechs kann es nochmal heiß werden. Kassel ist mit 90 Punkten dritter und damit vier Zähler vor Dresden, die vierter sind. Fünfter mit 83 Punkten sind die Lausitzer Füchse, unser Gegner morgen. Auf Platz sechs steht der ESV Kaufbeuren mit 82 Punkten.  Die ersten Entscheidungen kann es bereits am Freitag geben, Dresden trifft im direkten Duell auf Kaufbeuren. Die Steelers treffen mit Weißwasser und Kassel auf zwei Teams aus den Top 6.

Eng geht es auch auf den Plätzen sieben bis 11 zu. Bayreuth ist siebter mit 75 Punkten. Achter ist Freiburg mit 74. Auf Platz neun steht Ravensburg mit 73 Zählern. Hier wird die Frage nach dem Heimrecht in den Pre-Playoffs sehr spannend. Ein Krimi bahnt sich um den letzten Platz für die Endrunde an. Der SC Riessersee ist derzeit 10. mit 68 Punkten, Bad Nauheim 11. mit 66. Der SCR hat mit Heilbronn zuhause und Crimmitschau auswärts, das vermeintlich leichtere Restprogramm. Die Roten Teufel treten in Bayreuth und zuhause gegen Ravensburg an – zwei Teams, für die es noch um wichtige Punkte geht. Die Steelers werden im Viertelfinale auf eines dieser Teams treffen. Lediglich der Siebte am Schluss der Saison, kann als Gegner im Viertelfinale ausgeschlossen werden.

Garmisch oder Bad Nauheim werden in der ersten Playdown-Runde auf die Eispiraten Crimmitschau treffen. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Heilbronner Falken die Rosenheimer noch überholen sollten (HN hat das bessere Torverhältnis), die Falken müssten sechs Punkte holen, die Starbulls keinen. Dies wird aller Voraussicht nach die andere Paarung, mit Heimrecht für die Oberbayern sein. Die Gewinner der Serien bleiben in der DEL 2, die Verlierer spielen den Absteiger in einer Best of 7-Serie aus.

Doch kommen wir nun zum morgigen Gegner und mit zu der Überraschungsmannschaft der Saison. Gemeinsam mit Kaufbeuren und Bayreuth rockten die Lausitzer die Liga und qualifizierten sich nach einem Jahr ohne Playoffs direkt für das Viertelfinale. Väter des Erfolgs sind der finnische Trainer Hannu Järvenpää sowie der ehemalige Coach und jetziger Geschäftsführer Dirk Rohrbach, die ein hervorragendes Team zusammenstellten. Aus den letzten 10 Spielen holte man 18 von 30 Punkten, sechs Siege bei vier Niederlagen. Am Dienstag setzte es jedoch eine 2:6-Schlappe in Rosenheim.

Den Goldhelm trägt der Deutsch-Belgier Dennis Swinnen, dank seiner 27 Treffern und 24 Vorlagen. Der 23-jährige spielt seine bislang beste Profi-Saison und kann es noch weit bringen. Mit einer Plus/Minus-Statistik von 24 ist er teamintern der Beste. Ebenfalls auf 51 Punkte, die sich auf 20 Treffer und 31 Assists verteilen, kommt der Kanadier Jeff Hayes. Durch eine Verletzung am Anfang der Saison kommt der  27-jährige, pfeilschnelle Center erst auf 40 Spiele. Er zählt mit zu den besten der DEL 2. Dritter Topstürmer ist der Tscheche Jakub Svoboda mit 13 Treffern und 33 Vorlagen. Der ehemalige Steeler Dennis Palka spielt mit 30 Punkten (16 Tore) eine starke Saison, mit -12 weist er jedoch eine der schwächsten Statistiken im Team. Mit Thomas Götz, Jens Heyer, Ryan Warttig und Marius Schmidt hat man weitere starke offensive Kräfte in den eigenen Reihen. Ob Sean Fischer vorne oder hinten spielen wird, wird sich zeigen. Stark ist er auf beiden Positionen.

In der Defensive ist der Finne Patrik Parkkonen auch offensiv eine Waffe. Mit 12 Toren und 37 Vorlagen ist er Liga weit der punktbeste Verteidiger. Ein Wahnsinnswert! Kapitän André Mücke ist eine wichtige Stütze und mit 26 Punkte auch vorne gut dabei. Nick Bruneteau und Dominik Bohac spielen eine starke Saison, genauso wie Roberto Geiseler, der eventuell ausfällt. Mit 139 Gegentoren stellen die Füchse die fünftbeste Defensive der Liga.

Einen großen Anteil daran haben Maximilian Franzreb und Konstantin Kessler. Der 20-jährige Franzreb spielt mit einem Gegentorschnitt von 2,45 und einer Fangquote von 91,49% eine überragende Saison. Der gleichaltrige Kessler ist mit 2,87 Gegentreffern je Spiel und einer Fangquote von 89,67% nicht minder gut. Beide stehen erst am Anfang ihrer Karriere. Dritter im Bunde ist Marvin Cüpper, der Backup bei den Eisbären Berlin ist, dem Kooperationspartner der Füchse.

Bei den Specialteams sind die Lausitzer mit 18,1% Erfolgsquote in Überzahl gut unterwegs. In Unterzahl mit 82,2% ebenfalls.

Wir wünschen allen Fans die das Team in die Lausitz begleiten eine gute Anfahrt. Wer nicht mitfährt, der kann sich das Spiel live bei Sprade.TV anschauen.

von Patrick Jonza

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