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Mit 5:3-Sieg gegen Freiburg sichern sich die Steelers die Hauptrundenmeisterschaft

Dienstag, 28.02.2017, Bietigheim Steelers - Wölfe Freiburg
5:3

Am gestrigen Faschingsdienstag waren nicht nur die Jecken unterwegs, sondern auch die Steelers und die Wölfe. In der EgeTrans Arena kam es zum Duell der Schwaben gegen die Badener. Bietigheims Coach Kevin Gaudet musste weiter auf die Dienste von Marcus Sommerfeld, Robin Just und Max Lukes verzichten. Als überzähliger Kontingentspieler verfolgte Shawn Weller das Spiel von der Tribüne aus, für ihn rückte erneut David Wrigley in den Kader. Zudem verstärkte aus Iserlohn Denis Shevyrin das Team. Bei den Gästen fehlte mit Radek Duda einer der Topscorer.

Das Spiel vor den 3.037 Zuschauern, darunter ca. 150 aus dem Breisgau, begann mit einer guten Einschussmöglichkeit für die Gäste, doch Silo Martinovic im Tor war auf der Hut. Die erste Chance für die Hausherren gab es in der vierten Minute und die saß! David Wrigley spielte von hinter dem Tor aus einen klugen Pass auf den alleingelassenen René Schoofs, der Lukas Mensator keine Chance ließ und zur Führung traf – 1:0 für Bietigheim. Keine Minute später pfiff Schiedsrichter Martin Holzer die erste Strafe, es traf den Freiburger Alex Brückmann wegen Hakens. Was am Sonntag in Bayreuth nicht klappte, funktionierte heute. Die Scheibe lief gut und schnell, Dominic Auger passte auf Justin Kelly, der zur 2:0-Führung einschoss. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt noch keine sechs Minuten.  Direkt im Anschluss beinahe die Antwort der Wölfe, doch der Schuss von Márton Vas landete sicher bei Silo. Die Schwaben gaben in den Anfangsminuten klar den Takt und Ton an, man musste dennoch auf die schnellen Konter der Badener aufpassen. Einer jener führte auch zur ersten Strafe gegen die Steelers. Adam Borzecki musste wegen Haltens raus. Trotz druckvollem Powerplay wollte den Wölfen der Anschluss nicht gelingen. Dieser gelang dann in der 10. Minute. Kapitän Philipp Rießle schlenzte die Scheibe von der blauen Linie in Richtung Tor und plötzlich war sie drin, nur noch 2:1. Beinahe musste man sogar kurz darauf den Ausgleich schlucken, doch der Schuss von Márton Vas traf lediglich den Innenpfosten – Glück für den Gastgeber in dieser Situation. Das Spiel nun ausgeglichener und auf Augenhöhe, beide Mannschaften viel Drang zum Tor, ohne jedoch richtig „dicke Dinger“ rauszuspielen. Die beste Möglichkeit hatte René Schoofs, der 90 Sekunden vor der ersten Sirene an Lukas Mensator scheiterte.  Nur wenige Sekunden später die zweite Strafe gegen die Wölfe, Tobias Kunz hakte gegen Benjamin Zientek und hatte früher Pause. Goldhelm Niko Linsenmaier war mit dem Pfiff nicht einverstanden und erhielt eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Ein Treffer wollte in den letzten Sekunden des ersten Abschnitts nicht mehr gelingen, so dass es mit der knappen Führung den ersten Pausentee gab.

Der Mittelabschnitt begann mit 1:13 Minuten Powerplay für den Tabellenführer. Durch Matt McKnight und David Wrigley hatte man zwar zwei gute Chancen, doch es blieb beim 2:1. In der 24. Minute schnappte sich Max Prommersberger die Scheibe, fuhr ins Drittel der Wölfe und traf trocken über die Fanghand von Lukas Mensator zum 3:1.  Keine Minute später ein Tor wie aus dem Lehrbuch: Justin Kelly spielte auf David Wrigley, der in überragender Weise auf Matt McKnight durchsteckte und dieser zum 4:1 traf – Doppelschlag und Traumtor! Die Gäste zeigten sich wenig geschockt und spielten weiter mutig nach vorne, es war zur „Halbzeit“ einfach ein gutes Eishockeyspiel. In der 30. Minute waren wieder die Gäste an der Reihe, Tobias Kunz tankte sich gekonnt über außen durch und traf sehenswert zum 4:2. Die Schwaben ließen sich dadurch nicht beirren und kreierten weiter Chance um Chance. Allem voran der Block um Justin Kelly, Matt McKnight und David Wrigley war sehr spielfreudig – in manchen Situationen fast schon zu viel. Die Stimmung in der EgeTrans Arena zudem hervorragend. Fast aus dem Nichts der Anschlusstreffer zum 4:3 in der 35. Minute durch Enrico Saccomani, der mit der Rückhand in den Winkel traf. In den Schlussminuten kamen beide Teams nochmal gefährlich vor das jeweilige gegnerische Tor, doch erzielen konnte keiner eins.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Strafe gegen die Steelers, Dominic Auger musste wegen Hakens auf die Strafbank. Das starke Penaltykilling der Schwaben ließ keinen Torschuss der Südbadener zu, so dass es bei der Führung blieb. In der 45. Minute hatte Denis Shevyrin die Möglichkeit auf den fünften Treffer, doch bei Lukas Mensator war Endstation. Die Hausherren nun offensiv präsenter und mit viel Druck, doch Lukas Mensator mit einigen starken Saves. Acht Minuten vor dem Ende wurden die Wölfe offensiv stärker, die Defensive um Kapitän Adam Borzecki hielt diesem Druck jedoch stand. In den Schlussminuten entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch mit Möglichkeiten hüben wie drüben. Denis Shevyrin und David Wrigley hatten die Entscheidung auf der Kelle, doch Lukas Mensator hielt die Begegnung weiter spannend. 91 Sekunden vor Schluss nahm Gäöste-Trainer Leos Sulak seine Auszeit um seinen Jungs auf den Schlussspurt einzustimmen. Kurz darauf verließ sein Goalie das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers. Dann war Kevin Gaudet mit seiner Auszeit an der Reihe. Die Spannung war zum Greifen. Mit einem Schuss, fünf Sekunden vor dem Ende ins leere Tor, machte René Schoofs die dritte Hauptrundenmeisterschaft in Serie perfekt! Endstand Steelers vs. Wölfe 5:3!

von Patrick Jonza

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