Letztes Spiel:
0:2

„Mc-Festspiele“ beim 8:5-Erfolg im Sahnpark - McNeely und McKnight zerlegen Eispiraten

Freitag, 08.12.2017, Eispiraten Crimmitschau - Bietigheim Steelers
5:8
1. Hattrick im Steelers-Trikot für Tyler McNeely

Die Steelers gastierten am heutigen Abend bei den Eispiraten aus Crimmitschau. Die Piratenkogge zu Beginn der Saison mächtig in Fahrt, hatten aber in den jüngst vergangenen Spielen, den einen oder anderen Zähler liegen lassen. Gegen die Schwaben war man aber in den letzten Partien immer besonders heiß und behielt zehn von fünfzehn möglichen Punkten Zuhause. Verzichten musste Trainer Kim Collins auf Christoph Kabitzki, Will Weber, Benjamin Kosianski, Willy Rudert und Viktor Braun. Auf Seiten der Steelers fehlten dem Trainergespann leider immer noch, Justin Kelly und Freddy Cabana.

Die Gäste begannen das Spiel wieder mit Ilya Sharipov zwischen den Pfosten. Vom Bullypunkt weg zeigten die Stählernen, dass man die Piraten am heutigen Abend in raues Gewässer treiben wollte. Schon der erste Wechsel um Goldhelm Shawn Weller, Tyler McNeely und Norman Hauner hatte die Führung auf der Kelle. Diese viel dann in der vierten Spielminute. Tyler McNeely war es, der Brett Kilar erstmals überwand. Nach dem Führungstreffer die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber. Ilya Sharipov gegen Robbie Czarnik jedoch wachsam zwischen seinen Pfosten. Mehr Platz auf der Eisfläche gab es dann in der fünften Spielminute, als Jordan Knackstedt wegen Stockchecks und Adam Borzecki wegen übertriebener Härte vom Eis mussten. Den nächsten Bietigheimer Angriff konnte André Schietzold nur durch ein Foulspiel unterbinden und wanderte ebenfalls für zwei Minuten in die Kühlbox. Im Powerplay konnten sich die Westsachsen bei ihrem Goalie bedanken das es beim knappen Rückstand blieb. Kurz nacheinander entschärfte er gute Möglichkeiten von Shawn Weller und Matt McKnight. Crimmitschau gerade wieder komplett, kassierte sogleich die nächste Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Erik Gollenbeck hatte noch nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen als die Schwaben den zweiten Treffer nachlegten. Fünf Sekunden im Powerplay dauerte es, als Tyler McNeely einen Schuss von Dominic Auger unhaltbar abfälschte. Die Piraten jetzt wachgerüttelt und ihrerseits mit guten Möglichkeiten. Ilya Sharipov aber auf der Höhe des Geschehens bei Abschlüssen von André Schietzold und Patrick Pohl. In der 17. Minute dann erneuter Jubel bei den Gästen. Matt McKnight fälschte die Scheibe im Slot unhaltbar ab und es Stand 3:0 für Bietigheim. Dem vermeintlich vierten Treffer von Norman Hauner, keine Minute später, verweigerte das Schiedsrichtergespann die Anerkennung. Das Tor von Brett Kilar war zuvor verschoben. So ging es mit der 3-Tore-Führung in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt waren 29 Sekunden gespielt als Norman Hauner, diesmal regelkonform, einnetzen konnte. Das Zuspiel kam von Shawn Weller. Crimmitschau nach dem Treffer mit wütenden Angriffen, aber Ilya Sharipov weiterhin nicht zu bezwingen. In der vierten Spielminute dann erstes Powerplay für die Gastgeber. Tyler McNeely saß wegen Haltens in der Box. Scheiterte Patrick Pohl in der numerischen Überlegenheit zwei Mal, traf er mit Ablauf der Strafe nach schönem Zuspiel von André Schietzold. Und die Eispiraten legten nach. Ilya Sharipov hinter seinem Kasten mit dem Versuch zu klären, die Eispiraten in Person von Erik Gollenbeck aber gedankenschnell und mit dem Scheibengewinn. Kein Problem dann für den Stürmer ins leere Tor einzunetzen. Crimmitschau dank der beiden schnellen Treffer sichtlich beflügelt, Bietigheim etwas von der Rolle und meist in die Defensive gedrängt. Ein weiterer Treffer wollte aber nicht fallen. Beide Goalies mit guten Reflexen, wenn es drauf ankam. Vier Minuten vor der zweiten Sirene erneut Strafe gegen Bietigheim. Rob Brown wurde ein zu hoher Stock zu Last gelegt. Im Powerplay zogen Ivan Ciernik und Jordan Knackstedt knapp vorbei, so dass es beim 4:2 blieb. In der 39. Spielminute stellten die Schwaben den 4-Tore-Vorsprung wieder her. Zuerst war es Tyler McNeely mit seinem dritten Treffer am heutigen Abend, der sich in der gegnerischen Zone die Scheibe erkämpfte, vors Tor zieht und trifft. 42 Sekunden später packte Marcus Sommerfeld den Hammer aus, ein Schuss wie ein Strich, und keine Chance für den Schlussmann der Westsachsen. Mit dem Spielstand von 6:2 wurden letztmals die Seiten gewechselt.

Im letzen Drittel waren gerade einmal 64 Sekunden gespielt als der Neuzugang der Eispiraten, Scott Allen, seinen ersten Treffer für seinen neuen Club erzielte. Als wenig später Brock Maschmeyer den Blueliner von Patrick Pohl abfälschte und in die Maschen beförderte keimte nochmals Hoffnung im Sahnpark auf. Tyler McNeely versuchte danach aus spitzem Winkel sein Glück, schoss aber vorbei. In der 49. Spielminute zogen Marcus Sommerfeld und Matt McKnight nach einem Bullygewinn in der eigenen Zone davon und der Toptorschütze der Steelers erzielte seinen zweiten Treffer. Nach einem ungenutzten Powerplay, nach Strafe gegen Robbie Czarnik, waren die Hausherren wieder an der Reihe. Der Goldhelm Jordan Knackstedt wurde im Slot mustergültig bedient und traf ins lange Eck. Die Schlussoffensive der Eispiraten wurde dann durch eine Behinderung von Ales Kranjc knapp drei Minuten vor dem Ende rüde unterbrochen. Doch die Westsachsen kamen auch in Unterzahl gefährlich vor das Bietigheimer Gehäuse, trafen aber nur den Pfosten. Marcus Sommerfeld hatte im Powerplay die größte Möglichkeit auf einen weiteren Treffer. In der letzten Spielminute, mit Ablauf der Strafe gegen Ales Kranjc, nahm Kim Collins seinen Goalie vom Eis. Jubeln durften aber nochmals die Schwaben. Andrew McPherson bediente Benny Zientek der nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste.

Mit einem wahren Torspektakel verabschieden sich die Steelers, auch in der Höhe verdient, mit 8:5 aus dem Sahnpark. Tyler McNeely mit einem Hattrick und insgesamt vier Scorerpunkten, Matt McKnight mit zwei Treffern und drei Punkten waren maßgeblich daran beteiligt. Weiter geht es für die Steelers am Sonntag um 17:00 Uhr in der EgeTrans Arena. Zu Gast sind die Eislöwen aus Dresden.

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

Zurück