Nächstes Spiel:
31.03.2017
20:00 Uhr
Letztes Spiel:
11:3

Löwen sichern sich den Extrapunkt - Steelers verlieren mit 2:3 nach Verlängerung

Freitag, 09.12.2016, Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt
2:3 n.V.
Adam Borzecki trifft zur Führung

Der 24.Spieltag der DEL2 wartete mit dem Kracher der Bietigheim Steelers gegen die Löwen Frankfurt auf. Der Tabellenführer empfing vor 2.697 Zuschauern in der EgeTrans Arena den Zweitplatzierten aus Hessen. Bei den Steelers gab Neuzugang Greg Gibson sein Debüt und auch Shawn Weller war wieder mit von der Partie. Aus Iserlohn verstärkten Marcel Kahle und Denis Shevyrin die Schwaben.

Die Gäste zeigten vom Bully weg, dass sie etwas Zählbares aus dem Ellental mit in die Mainmetropole nehmen wollten. Bereits nach 52 Sekunden hatten die Löwen in Überzahl die Chance auf die Führung, Greg Gibson führte sich mit einem hohen Stock in sein neues Team ein und wurde durch Schiedsrichter Christian Oswald gleich mal in die Kühlbox gesteckt. Die Steelers konnten jedoch ihr starkes Unterzahlspiel aufs Eis bringen und die Gäste hatten keine Möglichkeit sich Chancen zu erspielen. Bei Fünf gegen Fünf lief es da schon besser. Durch sehr gutes Forechecking kamen die Bietigheimer selten dazu einen geregelten Spielaufbau zu betreiben. Die Frankfurter waren stets am Mann und ließen hinten nichts anbrennen. Lediglich zwei Torschüsse konnten die Mannen um Kapitän Adam Borzecki auf das Tor von Florian Proske im ersten Abschnitt abfeuern – so wenige wie noch nie in einem Drittel in dieser Saison. Auf der anderen Seite konnte sich Silo Martinovic mehrmals auszeichnen und auch er hielt seinen Kasten sauber, so dass es mit einem torlosen Unentschieden in die erste Pause ging.

Im zweiten Abschnitt wurde der Spielverlauf dann völlig auf den Kopf gestellt. Zwar mussten die Steelers nach drei Minuten nochmals eine Unterzahl überstehen, als Denis Shevyrin wegen Behinderung raus musste, doch Chancen gab es eigentlich nur für die Hausherren. Die erste Überzahl konnte der Vizemeister nicht nutzen, auch weil Matt McKnight wegen Stockschlags nur 47 Sekunden ebenfalls runter musste und weil Florian Proske auch einen Sahnetag erwischte. Es spielte fortan nur der Gastgeber doch das Tor schien noch vernagelt zu sein am gestrigen Abend. Als 77 Sekunden vor dem Ende des zweiten Abschnitts Eric Stephan wegen eines Beinstellens gegen Silo Martinovic auf die Strafbank musste, wurde der Bann gebrochen. Die Scheibe lief sehr gut im Powerplay und kam über Matt McKnight und Robin Just zu Adam Borzecki, der den Abpraller von Florian Proske aus der Luft ins Tor beförderte! Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Steelers und der 100. Treffer der Schwaben im 24. Spiel!

War es zuvor noch so, dass der erste Abschnitt den Hessen und der Zweite den Schwaben gehörte, war es im Schlussdrittel ein Spiel auf Augenhöhe und hohem Niveau. Dieses begann mit Andreas Mechel im Tor der Silo Martinovic ablöste, da er sich bei der Aktion mit Eric Stephan verletzte. Aber auch er zeigte was für ein sicherer Rückhalt er ist und parierte einige Schüsse der Löwen. Machtlos war aber auch er beim Schuss von Brett Breitkreuz 49. Minute – 1:1 und alles wieder offen. Drei Minuten später dann eine unglückliche Situation mit Richie Müller und Max Lukes. Müller wollte dem Steelers-Stürmer die Scheibe von hinten abnehmen und traf ihn dabei mit dem Stock voll im Gesicht. Schiedsrichter Oswald zögerte nicht und schickte Müller wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge frühzeitig zum Duschen. Somit fünf Minuten Überzahl für die Schwaben zu einem sehr günstigen Zeitpunkt acht Minuten vor dem Ende. Doch es kam beinahe anders, denn die Löwen hatten bei einem Konter die riesen Möglichkeit auf den Shorthander, doch der Stürmer traf freistehend nur den Pfosten, obwohl Andi Mechel bereits geschlagen war. Im Gegenzug nahm sich Benjamin Zientek ein Herz, lief mit Schwung ins Angriffsdrittel und zog trocken ab – 2:1 durch den platzierten Schuss des Stürmers. Die Hausherren weiter in Überzahl und mit Shawn Weller, der die Entscheidung auf der Kelle hatte. Ein Verteidiger blockte jedoch den Schuss für den bereits geschlagenen Florian Proske. In dieser Situation foulte René Schoofs den Schlussmann und musste auf die Strafbank. Die Chance auf die Entscheidung war damit dahin. Aus Bietigheimer Sicht kam es dann noch schlimmer. Die Löwen warfen in den Schlussminuten alles nach vorne und schnürten die Steelers in der eigenen Zone ein. 89 Sekunden vor Schluss passte Ricco Ratajczyk die Scheibe in den Slot und fand Clarke Breitkreuz der zum vielumjubelten Ausgleich traf. Die ca. 250 Frankfurter Fans aus dem Häuschen. Die Entscheidung musste in der Verlängerung oder im Penaltyschießen fallen.

In der Overtime war es dann Matt Pistilli der einen sehenswerten Angriff fuhr, den besser postierten Nils Liesegang sah und dieser nach 1:20 Minuten zur Entscheidung traf.

Beide Teams zeigten hochklassiges Eishockey und dürfen sich über Punkte freuen, die Frankfurter ein wenig mehr, denn der Zusatzpunkt fuhr im Bus mit zurück nach Hessen.

von Patrick Jonza

Zurück