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17.12.2017
17:00 Uhr
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3:1

Keine Punkte in Kassel - Steelers verlieren mit 2:5 im Topspiel

Dienstag, 28.11.2017, Kassel Huskies - Bietigheim Steelers
5:2
Heute hielt das Abwehrbollwerk nicht stand

Nach dem Derbysieg vom Sonntag stand am heutigen Dienstagabend für die Steelers das schwere Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies an. Bis auf Leon Müller und den beiden Langzeitausfällen Freddy Cabana und Justin Kelly, war derselbe Kader wie am Sonntag unterwegs nach Hessen. Im Tor vertraute Kevin Gaudet heute wieder aus Sinisa Martinovic.

In den Anfangsminuten merkte man beiden Teams vor den 2.740 Zuschauern an, dass keiner gewillt war, den ersten Fehler zu machen. Es dauerte bis zur 3. Minuten ehe es losging, dafür aber gleich richtig. Erst scheiterte Marcus Sommerfeld nach tollem Zuspiel von Matt McKnight und Benjamin Zientek knapp für die Steelers, ehe es das erste Tor des Spiels gab. Evan McGrath und Braden Pimm spielten sich durch die neutrale Zone und Letzterer ließ Silo Martinovic im Tor mit seinem harten Schuss keine Abwehrchance – die Führung für die Huskies. Kurz darauf wäre beinahe der zweite Treffer für die Hessen gefallen, wenn Silo nicht stark gegen Stefan Della Rovere reagiert hätte. In der siebten Minute stellten die Hauptschiedsrichter Tony Engelmann und Jens Steinecke mit dem Huskie Marco Müller den ersten Spieler vom Eis. In diesem Powerplay stockte der Motor noch ein wenig und es gab kaum nennenswerte Aktionen. Dies sollte sich aber schlagartig ändern, als Marco Müller von der Strafbank kommend gleich die nächste Strafe zog. Dies stieß seinem Kollegen James Wisnieswki böse auf und wegen Reklamierens bekam der ehemalige NHL-Crack eine 10 Minuten Disziplinarstrafe aufgebrummt. In zweiten Überzahlspiel lief die Scheibe besser bei den Schwaben, doch Mirko Pantkowski im Tor der Hessen war nicht zu überwinden. Einmal hatte er Glück, als Shawn Weller nur den Außenpfosten traf – aber wie wir alle wissen: Das Glück gehört dem Tüchtigen. Es blieb beim Rückstand für die Gäste auch dank dessen, dass erneut Pantkowski stark gegen René Schoofs hielt als beide Mannschaften wieder vollzählig waren. In der 14. Minute war aber auch er dann machtlos. Andy Reiss verlor in der Vorwärtsbewegung die Scheibe an den gut forecheckenden Marcus Sommerfeld, der weiter auf Matt McKnight leitete. Dieser zog aus zentraler Position ab und traf zum Ausgleich für seine Farben – großer Jubel unter den ca. 30 mitgereisten Schwaben-Fans. Im Anschluss daran waren die Ellentaler die tonangebende Mannschaft, konnten jedoch kein Kapital daraus schlagen. Die beste Möglichkeit verzog Dominic Auger, der nach Pass von Shawn Weller knapp über das Tor schoss. Das erste Powerplay für die Hausherren gab es ab der 16. Minute. Adam Borzecki und Patrick Klöpper bekamen sich in die Haare, der Kapitän bekam dafür 2+2 Strafminuten, der Huskie lediglich zwei. Die Steelers in Unterzahl gewohnt stark und wenn doch was durchkam, war Silo zur Stelle. Dies war der Schlussmann auch nach der Strafe gegen Toni Ritter und Braden Pimm, zweimal hielt er stark. Das war es dann im ersten Abschnitt – mit dem 1:1 wurden erstmals die Seiten gewechselt.

Die Schwaben kam zwar mit mehr Elan aus der Kabine, doch konnte man die Toranzeige nicht auf „2“ stellen. Stattdessen jubelten die Hessen aus heiterem Himmel in der 25. Minute. Erneut war es Braden Pimm, der die Konfusion vor dem Steelers-Tor ausnutzte und zur zweiten Führung des Abends traf. Wieder gab es für Silo nichts zu halten. Auf der anderen Seite wäre nur Sekunden später auch der zweite Treffer gefallen, wenn Mirko Pantkowksi nicht im letzten Moment die Stelzen ausgefahren hätte. Norman Hauner setzte Tyler McNeely in Szene, der mit einem überragenden Pass auf Dominic Auger weiterleitete aber wie erwähnt, war es Pantkowski der den Spielverderber gab. Doch die Szene war noch nicht vorbei, denn Norman Hauner leistete sich gegen James Wisniewski einen hohen Stock und kassierte dafür eine 2+2 Strafe. Dieses Powerplay der Hessen war eigentlich ein Unterzahlspiel der Schwaben für die Lehrbücher. Vier Minuten lang ließen die Ellentaler fast nichts zu. Als es wieder mit gleicher Stärke weiterging, nahm der Druck der Gäste wieder zu. Erst scheiterte Benjamin Zientek an Pantkowski, dann Tyler McNeely, doch die Situation hatte ein Nachspiel in Form von einer Strafe gegen die Kasseler. John Rogl musste wegen Stockschlags raus. Doch auch die Hessen zeigten ein starkes Penaltykilling und lediglich Benjamin Zientek hatte den Ausgleich auf der Kelle. In den Schlussminuten des zweiten Abschnitts gab es noch kleinere Möglichkeiten für beide Teams, die für die Goalies aber keine Probleme darstellte, so dass es diesmal mit dem knappen Rückstand aus Sicht der Steelers in die Kabine ging.

Doch dieser Rückstand hatte nur noch 21 Sekunden Bestand, denn da fälschte Norman Hauner einen Schuss von Benjamin Hüfner so ab, dass Mirko Pantkowski keine Chance hatte einzugreifen – 2:2 und das Spiel wieder offen. Im Anschluss hätte man im Powerplay auch in Führung gehen können, denn Evan McGrath musste in die Kühlbox, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Erst rettet Silo Martinovic noch großartig gegen Toni Ritter, doch dann war auch er machtlos. Den Schuss von Braden Pimm konnte er noch abwehren, doch James Wisniewski stand goldrichtig und staubte in Unterzahl zum 2:3 aus Sicht der Schwaben ab. In der 48. Minute schnürte der Ex NHL-Spieler dann seinen Doppelpack, indem er aus zentraler Position Silo keine Chance ließ – sein harter und platzierter Schuss schlug im Gehäuse ein. Leider kam es noch schlimmer für das Team von Trainer Kevin Gaudet, denn Benjamin Hüfner versprang im eigenen Drittel die Scheibe, Nutznießer war Toni Ritter der direkt abzog und zum 2:5 traf. Dies war zeitgleich die endgültige Entscheidung. In der 51. Minute schaffte Marco Müller seinen Strafzeiten-Hattrick, indem er einen bösen Kniecheck gegen Shawn Weller ansetzte, der nicht ohne Folgen bleiben sollte. Das anschließende Powerplay brachte nichts mehr ein und auch sechs Minuten vor dem Ende fand ein Treffer von Shawn Weller keine Gültigkeit, da vorher Abseits gepfiffen wurde, aber da war noch was... In den Schlusssekunden schnappte sich der Steelers-Goldhelm hinter dem Huskie-Tor Marco Müller und zeigte ihm, was er von dem Kniecheck hielt. Der einzig klare Sieg der Bietigheimer am heutigen Abend, denn es blieb beim Endstand von 2:5.

Am Freitag geht es nun weiter mit dem Auswärtsspiel bei den Bayreuth Tigers.

von Patrick Jonza

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