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Jahresauftakt geglückt! Steelers siegen in der Lausitz mit 4:1 - Marcus Sommerfeld mit Hattrick

Dienstag, 03.01.2017, Lausitzer Füchse - Bietigheim Steelers
1:4
Matchwinner mit drei Toren - Marcus Sommerfeld

Der Start ins Eishockeyjahr 2017 führte den Steelers Tross am heutigen Abend in die Oberlausitz zu den Füchsen. Die Anzahl der nicht einsatzfähigen Spieler hatte sich über den Jahreswechsel zum Glück nicht vergrößert, leider aber auch nicht reduziert, so dass Kevin Gaudet einmal mehr nur 14 Feldspieler zur Verfügung standen. Sein Gegenüber Hannu Järvenpää musste kurzfristig auf seinen Topscorer Jakub Svoboda verzichten, hatte aber trotzdem eine deutlich größere Spieleranzahl zur Verfügung. Diese strotze, vor allem nach dem tollen bisherigen Saisonverlauf, vor Selbstbewusstsein.

Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber. Jeff Hayes setzte Dennis Swinnen in Szene dessen Schuss aber geblockt wurde. In der Folge dann erste Versuche der Steelers ohne Maximilian Franzreb ernsthaft in Gefahr zu bringen. Denkbar knapp scheiterte dann in der fünften Spielminute Benjamin Zientek, dessen Abschluss nach starkem Einsatz am Goalie der Füchse hängen blieb. Kurz darauf bewies Silo Martinovic seine Klasse, als er gegen den frei vor ihm zum Abschluss kommenden Dennis Swinnen die Oberhand behielt. In der siebten Spielminute dann das erste Powerplay der Schwaben. Patrik Parkkonen musste wegen unerlaubten Körperangriffs in die Kühlbox. David Wrigley zog im folgenden Überzahlspiel dann knapp am Pfosten vorbei. Kurz später beendete der Hauptschiedsrichter Dominic Erdle eine handfeste Meinungsverschiedenheit von Elia Ostwald und Adam Borzecki die Beiden eine zweiminütige Auszeit bescherte. Nach elf gespielten Minuten dann erneut Strafe gegen Patrik Parkkonen. Die Schwaben hatten Gefallen an Ihrer Paradedisziplin, und nach gescheiterten Versuchen von Marcus Sommerfeld, Matt McKnight und Dominic Auger war es Marcus Sommerfeld der zur Führung einnetzen konnte. Die Füchse durch den Treffer wieder komplett schwächten sich sogleich wieder selbst durch einen weiteren Regelverstoß. Thomas Götz „hakte“ gegen Sebastian Alt und musste zwei Minuten vom Eis. Auch diesmal konnten die Mannen in grün-weiß zeigen wie man die numerische Überzahl ausnutzt. Erneut Marcus Sommerfeld war es, der von der blauen Linie abzog und die Scheibe in den Maschen versenkte. Aber auch die Lausitzer steckten nicht auf. So schickte Patrik Parkkonen in der

16. Spielminute Dennis Swinnen auf die Reise, der mit einer geschickten Körpertäuschung Silo Martinovic in die falsche Ecke schickte und zum Anschlusstreffer einschieben konnte. 29 Sekunden vor der Sirene dann nochmals Strafe gegen die Steelers. Sebastian Alt bekam zwei Minuten wegen Behinderung. Die Füchse erzeugten in den letzten Sekunden des Drittels im Powerplay mächtig Druck und quasi mit der Sirene schlug die Scheibe im Gehäuse der Steelers ein. Der Videobeweis wurde herangezogen und das Schiedsrichtergespann verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Die Scheibe hatte wohl doch erst nach Ablauf der Spielzeit die Torlinie überquert. So ging es mit der knappen 2:1 Führung aus Steelerssicht in die erste Pause.

Die Füchse begannen den Mittelabschnitt noch mit Powerplay, konnten dabei aber keine entscheidenden Akzente setzen. Zu gut stand der Abwehrverbund um und mit Silo Martinovic. In den weiteren Minuten beide Teams mit dem Willen das Ergebnis aus ihrer Sicht zu verbessern. Michael Fink war es in der 26. Spielminute der von rechts außen Maximilian Franzreb prüfte, diesen aber nicht überwinden konnte. Max Prommersberger packte danach aus zentraler Position den Hammer aus, sein Schuss strich jedoch knapp am Pfosten vorbei. Eine Minute später musste Marcus Sommerfeld wegen Checks mit dem Stock auf die Strafbank. Eine Änderung am Ergebnis hatte dies jedoch nicht zur Folge. Zu gut stand die Bietigheimer Defensive. Zur Hälfte der Spielzeit dann ein erneut guter und aggressiver Forecheck der Steelers der den Scheibengewinn im Drittel der Füchse einbrachte. René Schoofs scheiterte noch am Torhüter der Gastgeber, Sebastian Alt konnte den Abpraller dann aber verwerten. Die erneute Führung mit zwei Toren Unterschied. Und die Schwaben weiter mit Oberwasser. Matt McKnight bediente bei einem schnellen Konter Marcus Sommerfeld mustergültig und dieser vollendete den Angriff mit seinem Hattrick und dem vierten Bietigheimer Treffer. Nach den beiden schnellen Gegentoren nahm Hannu Järvenpää eine Auszeit um seine Mannschaft nochmals aufzubauen. Auf den Spielstand sollten sich seine Worte im Mittelabschnitt nicht mehr auswirken. Mit der verdienten Führung ging es in die zweite Pause.

Die Füchse kamen mit viel Druck aus der Kabine. Es war deutlich zu erkennen, dass man so schnell als nur irgendwie möglich den Rückstand verringern wollte. Die Steelers aber clever und routiniert in der Defensive verstanden es geschickt große Chancen zu vereiteln, so dass Silo Martinovic nur selten eingreifen musste. Und wenn, dann war er auf dem Posten. Die Angriffsbemühungen der Steelers im Schlussabschnitt immer mit entsprechender Absicherung nach hinten, um nicht in die Gefahr eines Konters zu laufen. So wurden die Sekunden von der Uhr genommen und es blieb beim letztlich ungefährdeten Sieg im ersten Spiel des neuen Jahres.

Mit drei Punkten im Gepäck traten die Steelers die Heimreise an. Ein erfolgreicher Auftakt ins neue Jahr war geschaffen. Weiter geht es für die Schwaben am „Drei Königs Tag“ gegen die Roten Teufel, Spielbeginn in der EgeTrans Arena ist um 19.30 Uhr.

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

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