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Ilya Sharipov sichert mit Shutout den 4:0-Sieg in Dresden

Sonntag, 21.01.2018, Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers
0:4

Zum heutigen 38. DEL2 Spieltag luden die Dresdner Eislöwen zum Tanz in die EnergieVerbund Arena. Der Tross der Steelers machte sich ohne Justin Kelly, Norman Hauner, Rob Brown und Tyler McNeely auf den Weg in die Elbmetropole. Aber auch die Sachsen hatten mit namhaften Ausfällen zu kämpfen. Es fehlten Petr Macholda, Harrison Reed, Sebastian Stefaniszin und Dominik Grafenthin. Nach dem Shutout von Silo Martinovic im Spiel am vergangenen Freitag bekam heute Ilya Sharipov wieder die Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Vor 3.812 Zuschauern begann das Spiel am Juniors Gameday zu ungewohnter Anspielzeit bereits um 16:00 Uhr. Die Gastgeber von Beginn an mit dem klaren Willen, nach zuletzt drei Niederlagen in Serie, heute mit etwas Zählbarem vom Eis zu gehen. Ilya Sharipov stand somit mehr im Mittelpunkt des Geschehens als im Recht sein konnte. Aber der junge Bietigheimer Goalie hatte einen Sahnetag erwischt. Reihenweise machte er die Angriffsbemühungen der Dresdner Offensive zunichte. Vor allem die Reihe um Martin Davidek, Goldhelm Alexander Höller und Nick Huard war am Verzweifeln. In der fünften Spielminute dann die erste Strafe des Spiels gegen Benjamin Zientek wegen Checks mit dem Stock. Aber auch in der numerischen Unterzahl stand die Defensive der Steelers sehr sicher und was dennoch auf das Bietigheimer Gehäuse kam war sichere Beute von Ilya Sharipov. Als es in der achten Spielminute die erste Strafzeit für die Gastgeber gab, Gustav Veisert pausierte wegen Hakens, schlug das Bietigheimer Powerplay wieder zu. Wie schon in den vergangenen Wochen lief die Scheibe durch die Zone des Gegners wie an der Schnur gezogen und nach gerade einmal 26 gespielten Sekunden in Überzahl zappelte Selbige im Netz. Marcus Sommerfeld traf nach schönem Zuspiel von Dominic Auger und Matt McKnight zur bis dahin glücklichen Führung für die Schwaben. Dresden vom Gegentreffer keineswegs geschockt machte weiter mächtig Druck. Dieser wurde auch durch eine weitere Strafe gegen Steven Rupprich kaum vermindert. In Unterzahl konnte Nick Huard nur durch ein Foul im eins gegen eins am Abschluss gehindert werden und es gab Penalty. Bei seinem Strafschuss verfehlte der Gefoulte beim Abschluss aber das Spielgerät, nachdem er sich durch eine schöne Körperbewegung zuvor eine gute Einschussmöglichkeit erarbeitet hatte. Wie auch in den Spielen zuvor brachten es die Eislöwen nicht fertig aus ihren vorhandenen und guten Möglichkeiten Treffer zu erzielen. Auch in den letzten beiden Minuten des Drittels, die Dresdner nochmals im Powerplay, sollte ihnen kein Treffer gelingen. Mit der knappen Führung für die Steelers ging es in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt war dann eine Kopie der ersten 20 Minuten. Die Eislöwen feuerten aus allen Rohren und bis auf die Chancenverwertung konnte ihnen keiner einen Vorwurf machen. In der 27. Spielminute dann die einzige Strafzeit des Drittels und die Bietigheimer mit dem erneuten Powerplaytreffer. Diesmal dauerte es 36 Sekunden und Marco Eisenhut war erneut geschlagen. Marcus Sommerfeld spielte an der blauen Linie zu Matt McKnight auf halblinks, dieser sah auf der anderen Seite den aufgerückten Dominic Auger, ein Zuckerpass vom Steelers Goldhelm und unsere #12 mit viel freiem Netz und ohne Mühe den zweiten Treffer für seine Farben zu erzielen. Aus dem Druck der Sachsen heraus entwickelte sich dann ein Duell Matt Siddall gegen Ilya Sharipov. Doch was der Canadier auch versuchte der Bietigheimer Schlussmann hatte immer eine noch bessere Antwort parat. Zum Ende des Spielabschnitts, indem die Eislöwen mit 20 : 4 Torschüssen aber ohne eigenen Treffer in die Kabine fuhren, hatten die Ellentaler Mühe geordnet aus der eigenen Verteidigungszone zu kommen. Einzig Alex Preibisch der die Scheibe ans Außennetz setzte und Kodi Schwarz der an Marco Eisenhut scheiterte setzten noch nennenswerte Akzente. Mit dem 2 : 0 aus Schwabensicht ging es zum zweiten Pausentee.

Im Schlussabschnitt nach zwei gespielten Minuten Bully in der Zone der Steelers. Die Scheibe kam vom Anspielpunkt weg zu Marius Garten welcher das Spielgerät knapp über den Torwinkel setzte. Im Gegenzug scheitern Shawn Weller und René Schoofs nach einem guten Angriff des Tabellenführers. Kurz später wurde Matt McKnight in zentraler Position bedient, kann den Dresdner Schlussmann aber nicht bezwingen. Für die Hausherren traf Matt Siddall in der 45. Minute nur den Pfosten, was vom Schiedsrichtergespann erst einige Zeit später nach Sichtung des Videobeweises als “kein Tor“ bestätigt wurde. Das Spiel war nach dieser Szene erst durch die Strafe gegen Shawn Boutin in der 47. Spielminute wegen hohen Stocks unterbrochen. Im vierten Powerplay der Schwaben stand die Defensive der Sachsen sicher, die blaue Linie wurde gut verteidigt und Bietigheim gelang es dadurch in Überzahl nicht einen weiteren Treffer nachzulegen. Dieser gelang nach toller Einzelleistung von Benny Zientek in der 51. Spielminute. Der schnelle Stürmer fuhr auf rechts in das Drittel der Eislöwen, zog vor das Tor, wo er mit seinem Abschluss hängen blieb, die Scheibe danach aber frei im Slot und Andrew McPherson reaktionsschnell musste das Spielgerät nur noch über die Linie schieben. Bei angezeigter Strafe gegen Benjamin Zientek sieben Minuten vor Spielende hatte Alexander Höller die große Chance Dresden nochmals ins Spiel zu bringen. Der Goldhelm brachte die Scheibe aber nicht am bereits auf dem Eis liegenden Tormann der Bietigheimer vorbei. Im folgenden Unterzahlspiel standen die Grün / Weißen sehr sicher und Dresden wurde erneut am Torerfolg gehindert. Den Schlusspunkt, vier Minuten vor Ende der Partie, setzte erneut unser Routinier Dominic Auger. Er vollendete einen schnell vorgetragen Angriff nach Zuspiel von Alex Preibisch zum 0 : 4, was gleichbedeutend mit dem Endergebnis war.

Zum Spieler des Spiels bei den Eislöwen wurde Steven Rupprich und bei den Schwaben Ilya Sharipov. Dieser durfte sich, auch für seinen Shutout, zu Recht feiern lassen.

Die Steelers beenden das sächsische Wochenende mit sechs Punkten und beeindruckenden sieben zu null Toren. Selbstvertrauen also genug um mit breiter Brust bereits am Dienstag nach Ravensburg zu fahren. Spielbeginn in der Eissporthalle ist um 20.00 Uhr. 

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

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