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6:3-Sieg gegen Kaufbeuren - Robin Just überragt mit 5-Punkte-Spiel

Dienstag, 06.12.2016, Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren
6:3
Zwei Tore und drei Vorlagen - Robin Just überragte gestern!

Am Nikolausabend kam es zur Begegnung der Steelers gegen den ESV Kaufbeuren – Geschenke in Form von Punkten oder doch die Rute? Die Derbysieger-Mannschaft vom Sonntag wurde gestern von den beiden Iserlohnern Marcel Kahle und Denis Shevyrin verstärkt. Die Allgäuer mussten auf den starken Verteidiger Simon Schütz verzichten, der bei der U20-WM für Deutschland spielt, sowie den FinnenJoona Karevaara.

Beide Teams spielten zu Beginn konzentriertes Hockey und tasteten sich in den Anfangsminuten ab. Richtig große Chancen waren eher Mangelware und das was doch durchkam war sichere Beute für die beiden Keeper Stefan Vajs im Allgäuer und Silo Martinovic im Bietigheimer Tor. In der neunten Minute hatten die Gäste im Powerplay die Chance zur Führung. Max Lukes musste wegen Hakens in die Kühlbox. Der ESVK hatte jedoch Probleme in die Zone der Steelers zu gelangen, so dass die Defensive wenig Mühe hatte diese Unterzahl schadlos zu überstehen. Acht Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Max Lukes musste zudem Sebastian Osterloh für die Allgäuer für zwei Minuten raus. Kaum komplett stand die Powerplayformation der Schwaben prompt. Eine Kombination über Matt McKnight und Adam Borzecki nutzte Robin Just im Nachschuss zur Führung nach 13:45 Minuten. Jubel unter 1.997 Zuschauern, darunter ca. 40 aus dem Allgäu.Kurz darauf hatten die Kaufbeurer erneut in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Auch diese konnte dank geschickt verteidigender Schwaben nicht genutzt werden, so dass es mit dieser knappen Führung in die erste Pause ging. Ein ausgeglichenes Spiel bei fünf gegen mit effektiveren Steelers im Powerplay.

Im Mitteldrittel erwischten die Hausherren den besseren Start und setzten das Tor von Stefan Vajs von Beginn an unter Druck. Folgerichtig dann auch das zweite Tor. Max Prommersberger spielte einen langen Pass auf Namensvetter Max Lukes, der die Scheibe uneigennützig für Robin Just liegen ließ. Dieser lief allein auf den Keeper zu und schoss mit der Rückhand zum 2:0 ein. Der Druck der Schwaben nahm immer mehr zu, die Gäste hatten kaum Luft in der eigenen Zone und keine drei Minuten später mussten sie den dritten Treffer schlucken. Michael Fröhlich saß auf der Strafbank und das Überzahlspiel der Ellentäler lief wie am Schnürchen. Robin Just sah den Kapitän Adam Borzecki, der zur drei-Tore-Führung einschoss. Dies wollten die Gäste nicht so stehen lassen und kämpften sich zurück ins Spiel. In der 35. Minute setzte Simon Olsson den Kanadier Branden Gracel in Szene, der mit einer sehenswerten Aktion Silo Martinovic verlud und zum ersten Treffer für seine Farben einschoss. Der Treffer gab den Gästen nochmals Aufwind, jedoch wollte der Anschlusstreffer im Mittelabschnitt nicht mehr gelingen.

Zu Beginn des Schlussabschnitts erhielt Jeff Szwez wegen eines hohen Stocks gegen Adam Borzecki eine zwei Minuten Strafe. Das Powerplay der Schwaben lief am gestrigen Abend wie das warme Messer durch die kalte Butter und Matt McKnight schoss am kurzen Pfosten stehend zum 4:1 für Bietigheim ein. Ihm assistierte der überragende Robin Just. Wer dachte, dass dies die Entscheidung war, der irrte. Die Allgäuer gaben zu keinem Zeitpunkt auf und zeigten ein gutes Spiel.  Silo Martinovic im Tor hielt mit einigen guten Saves den drei-Tore-Abstand fest. Doch in der 51. Minute war selbst er machtlos. Der beste Kaufbeurer am gestrigen Abend, Branden Gracel bewies ein feines Auge und spielte auf den aufgerückten Fabio Wagner, der den Puck ins Tor zimmerte – nur noch 2:4 aus Sicht der Gäste. Doch durch zwei Strafen gegen Simon Olsson in den letzten sieben Minuten brachten sich die Allgäuer selber um den Lohn der Mühen. Wobei man sagen muss, dass gerade die zweite Strafe wegen Beinstellens eigentlich keine war. Genau dies nutzte der Tabellenführer um den Sack endgültig zuzumachen. Über Bastian Steingroß und Robin Just kam die Scheibe zu Marcus Sommerfeld, der mit seinem Schlagschuss Stefan Vajs keine Chance ließ. Der dritte Schlagschusstreffer in Serie für „Sommer“. Nur 34 Sekunden später spielten Michael Fink und René Schoofs Max Lukes frei und der letztjährige Kafbeurer traf zum 6:2. Doch wiederrum zeigte sich welch Moral in der Truppe von Andreas Brockmann steckt. 59 Sekunden vor der Schlusssirene traf Max Schmidle noch zum Endstand von 6:3.

 

Alles in Allem ein verdienter Sieg der Schwaben, der vielleicht einen Treffer zu hoch ausgefallen ist, jedoch aufgrund der zahlreichen Ausfälle ein immens wichtiger war. Am Freitag kommt es nun um 19:30 Uhr in der EgeTrans Arena zum absoluten Topspiel gegen die Löwen aus Frankfurt. Seid dabei, wenn der Tabellenführer auf die hessischen Verfolger trifft.

von Patrick Jonza

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