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6-Punkte-Wochenende - Steelers schlagen Bayreuth mit 6:2

Sonntag, 22.01.2017, Bietigheim Steelers - EHC Bayreuth Tigers
6:2

Nach dem grandiosen Sieg am vergangenen Freitag in Frankfurt galt es nun am heutigen Sonntagnachmittag diese Leistung gegen den starken Aufsteiger aus Bayreuth zu bestätigen. Bei den Steelers kehrten der am Freitag gesperrte Rob Brown und der wiedergenesene René Schoofs in den Kader zurück. Neben Justin Kelly fiel heute Sebastian Alt aus. Am „Tag der Hilfsorganisationen“ war die EgeTrans Arena mit 3.507 Zuschauern gut besucht.

Die Schwaben zeigten von Beginn an wer der Herr im Hause ist und starteten offensiv in die Partie. Bereits in der dritten Minute wusste sich der ehemalige Steeler Lukas Fröhlich nur durch ein Foul zu helfen und wurde von Schiedsrichter Tony Engelmann hinausgestellt. Im Powerplay lief die Scheibe zwar ordentlich, was zählbares sprang jedoch nicht heraus. Die Gäste hatten mit einem Mann weniger sogar zwei gute Schussmöglichkeiten. Der Druck des Tabellenführers wurde immer höher und endete in der 6. Minute mit dem überfälligen 1:0 durch Max Prommersberger. Sein Schuss aus halblinker Position rutschte an allen Beteiligten vorbei ins Netz. Bereits der zweite Treffer an diesem Wochenende des Verteidigers. In den Folgeminuten drängten die Schwaben auf den zweiten Treffer, doch weder Freddy Cabana noch Shawn Weller konnten Johannes Wiedemann im Tor der Tigers bezwingen. Ein großes Raunen hallte durch die Arena als René Schoofs Schuss parallel zur Torlinie wieder aus dem Slot flutschte. Ebenfalls Glück hatten die Oberfranken als Lukas Fröhlich im letzten Moment Max Lukes am Torschuss hindern konnte, gespielt waren zu diesem Zeitpunkt 14 Minuten. Kurz darauf die erste Strafe gegen die Gastgeber. Max Prommersberger ging wegen Haltens in die Kühlbox. Das gewohnt starke Penaltykilling verhinderte den Ausgleich. In der 18. Minute dann der zweite Treffer für Bietigheim, der ein wenig kurios gelang. Der Schuss von Dominic Auger prallte von hinter dem Tor etwas glücklich zum am kurzen Pfosten lauernden Matt McKnight und der Liga-Topscorer drückte die Scheibe zum 2:0 Pausenstand nach 20 Minuten über die Linie.

Die Tigers kamen gut aus der Kabine und hatten gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt sichere Beute für Silo Martinovic im Kasten der Bietigheimer waren. NAch fünf Minuten im Mittelabschnitt fing sich der Vizemeister und zog bei Fünf gegen Fünf ein „Powerplay“ vor dem Gehäuse der Oberfranken auf, welches aber keinen zählbaren Erfolg mit sich brachte. Aus dem Nichts dann der Anschlusstreffer. Einen schönen Angriff über die rechte Seite schloss der in der Mitte stehende Ivan Kolozvary zum 2:1 ab. Die sehenswerte Vorarbeit kam von David Kuchejda und Michal Bartosch. Das Spiel plötzlich komplett odden und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 31. Minute dann der dritte Treffer für die Schwaben, auch dieser fiel etwas kurios aus. Marcel Rodman spielte die Scheibe hinter dem Tor in Richtung Slot, der Puck trudelte zum langen Pfosten an dem Robin Just goldrichtig stand und traf. In der 36. Minute dann die Vorentscheidung. Aus halblinker Position fand Marcus Sommerfeld keine Anspielstation und zimmerte stattdessen die Scheibe mit einem Laser unter das Dach – 4:1 nach 40 Minuten.

100 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da stand es plötzlich nur noch 4:2. David Kuchejda traf auf Zuspiel Ivan Kolozvary und Michal Bartosch. In der 45. Minute hatten die Tigers dann in Überzahl, Max Prommersberger saß wegen Hakens, die Chance auf den dritten Treffer. Dieser fiel jedoch nicht, da die Bayreuther das Powerplay nicht wirklich gut spielten und die Ellentäler stark verteidigten. In der 49. Minute dann ein Beinstellen gegen Shawn Weller das genauso im Lehrvideo gezeigt werden könnte, alle sahen es nur der, der entscheidet ob Foul oder nicht, der hat es nicht gesehen. Nur wenige Sekunden später gab es dann eine kleine Strafe gegen Ivan Kolozvary wegen Spielverzögerung, ein Schelm wer da an Konzession dachte. In diesem Powerplay lief die Scheibe in Reihen der Steelers hervorragend und nach einem Hammer von Bastian Steingroß hielt Marcel Rodman die Kelle hin und fälschte unhaltbar zum 5:2 ab – der erste Treffer des Slowenen seit seiner Rückkehr. Das halbe Dutzend machte dann David Wrigley erneut im Powerplay voll. Sein harter und präziser Handgelenkschuss war für Johannes Wiedemann nicht zu entschärfen. Mit 6:2 entschieden die Schwaben die Partie für sich und fahren nun am kommenden Dienstag als Tabellenführer zum nächsten Topspiel nach Dresden.

von Patrick Jonza

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