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5:4-Sieg n.V. in Frankfurt - Freddy Cabana schnürt Doppelpack im Topspiel!

Dienstag, 19.12.2017, Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers
4:5 n.V.
Aus ähnlicher Situation traf er heute in Frankfurt - Freddy Cabana

Am heutigen Dienstagabend stand das dritte Spitzenspiel in Folge für die Steelers auf dem Programm - es ging gegen den amtierenden Meister aus Frankfurt. Beim Team von Trainer Kevin Gaudet kehrte Dominic Auger ins Aufgebot zurück, Norman Hauner und Justin Kelly fuhren nicht mit in die Mainmetropole. Vor Spielbeginn lag ein Hauch von Madrid in der Frankfurter Eissporthalle – eins der beiden Tore war kaputt und der Eismeister musste Überstunden schieben! Mit kurzer Verspätung konnte das Topspiel dann beginnen.

In den ersten fünf Spielminuten waren die Hausherren aus Hessen vor den 4.584 Zuschauern die spielbestimmende Mannschaft auf dem Eis, doch der heute vor Silo Martinovic wieder den Vorzug erhaltene Ilja Sharipov war zu jedem Moment auf seinem Posten. Die Steelers konnten sich in der siebten Spielminute erstmals im Drittel der Löwen festsetzen und eine kurzzeitige Druckphase auf das Tor von Hannibal Weitzmann aufbauen. Die mit hohem Tempo absolvierte Startphase der Partie zeigte zur Mitte des ersten Spielabschnitts dann erstmals Wirkung, Tyler McNeely konnte sich nur noch mit einem Haken helfen, erstmals ging nach zwölf Minuten die Strafbanktür auf. Doch sowohl zu jenem Zeitpunkt, als auch drei Minuten später bei erneuter Powerplay Situation zu Gunsten der Frankfurter, Andrew McPherson saß zwei Minuten wegen Haltens, konnten die Löwen die nominelle Überzahl ausnutzen – es blieb beim 0:0! Wie ein zielstrebiges Powerplay funktioniert, veranschaulichten die Steelers knapp 90 Sekunden vor der ersten Pause. Tyler Gron hatte gerade so Platz genommen auf der Frankfurter Strafbank, als Dominic Auger Maß nahm und den Puck hinter Weitzmann in die Tormaschen schlenzte - 0:1 leuchtete es auf der Anzeigetafel in der Eissporthalle und die ca. 60 mitgereisten Schwaben aus dem Häuschen. Die knappe Führung war gleichzeitig auch der erste Pausenstand!

Da der Hesse Dalton Yorke nach einem fiesen Kniecheck gegen Alex Preibisch kurz vor Drittelende noch zwei Minuten bekam, begann der Mittelabschnitt mit 75 Sekunden Powerplay für Bietigheim, was jedoch nicht genutzt werden konnte. Die beste Chance hatten sogar die Hausherren, doch Lucas Dumont scheiterte an Ilya Sharipov. Doch da C.J. Stretch einen Stockschlag beging, gab es erneut Überzahl für den Tabellenführer. Hier vergab Shawn Weller die beste Einschussmöglichkeit, als er im Slot an Hannibal Weitzmann scheiterte. Das Spiel wurde zur Mitte hin ruppiger, und es gab in der 28. Minute Strafe gegen beide Teams. Andrew McPherson uns Dalton Yorke konnten sich wegen eines kleinen Techtelmechtels in der Kühlbox erholen. Als dann keine Minute Später noch Matt McKnight eine Strafe wegen Stockchecks bekam, gelang den Hessen der Ausgleich. C.J. Stretch nahm Maß und traf zum 1:1 in kurze Eck – keine Sicht und Chance für Ilya Sharipov. Keine 120 Sekunden später stellten Jens Steinecke und Kevin Salewski erneut Andrew McPherson raus. War dies nicht schon schlimm genug, durfte sich wegen hohen Stocks nur 41 Sekunden später Bastian Steingroß zu seinem Kollegen gesellen. Die doppelte Überzahl nutzte das beste Powerplay-Team der Liga zur Führung. Tyler Gron versenkte die Scheibe unters Dach zum 1:2 aus Sicht der Schwaben. Weiter in Unterzahl hatten die Ellentaler dann beinahe den Ausgleich erzielt, doch Matt McKnight konnte nach toller Vorarbeit von Shawn Weller nicht einschießen.  Stattdessen stand es nach einer guten Kombination der Hausherren 1:3 – Stephan Seeger traf in der 34. Minute. Nach diesem Gegentor fingen sich die Gäste wieder und kamen besser ins Spiel und zu Chancen. Eine dieser nutzte Benjamin Zientek aus und stocherte die Scheibe zum Anschlusstreffer in die Maschen. Nach Videobeweis fand das Tor dann auch den Weg auf die Anzeigetafel. Diesmal ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabinen.

Im Schlussabschnitt waren gerade einmal 57 Sekunden gespielt, da stand es 3:3! Matt McKnight legte quer auf Freddy Cabana, dieser schlenzte die Scheibe unhaltbar zum Ausgleich ein! Doch direkt nach dem Bully hatte man Glück, als Stephan Seeger nur den Pfosten traf. Die Schwaben waren in den Anfangsminuten die spielbestimmende Mannschaft und bei gleicher Anzahl an Spielern dominant. Lediglich bei einem Konter musste Ilya Sharipov nach Schuss von Tyler Gron eingreifen. Ansonsten spielte sich das Geschehen vor Hannibal Weitzmann ab, der im Tor der Löwen eine strake Partie absolvierte. In der 49. Minute musste dann Nils Liesegang wegen Haltens auf die Strafbank. Das Powerplay lief gut, doch es dauerte bis zum Moment als der Hesse wieder aufs Eis kam, ehe ein Treffer fiel. Bastian Steingroß schoss von der blauen Linie, der Puck wurde abgefälscht und landete vor Freddy Cabana, der für seinen Doppelpack nur noch einschieben brauchte – Spiel gedreht, denn es stand 4:3 für Bietigheim. Im Anschluss an das Bully nach dem Tor kam es dann zu einer hässlichen Szene, Tyler Gron streckte mit einem Stockschlag Max Lukes nieder. Die Hauptschiedsrichter zögerten nicht und schickten den Toptorjäger der Hessen mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine. Für Max Lukes war die Partie ebenfalls beendet – gute Besserung an dieser Stelle. In der fünf Minuten Überzahl dominierten die Schwaben, doch Hannibal Weitzmann war nicht zu bezwingen, er machte ein überragendes Spiel. Als der Meister wieder komplett war kam es nach einem Schuss von C.J. Stretch zu einem Gerangel, aus diesem Dominic Auger wegen übertriebener Härte eine Strafe bekam. Paul Gardner nahm nach der Hälfte des Powerplays eine Auszeit und fand die richtigen Worte, denn in der 57. mInute traf Stretch zum 4:4-Ausgleich. Dies war gleichzeitig das Ergebnis nach 60 Minuten.

In der Overtime hatten beide Teams gleich zu Beginn den Siegtreffer auf dem Schläger, doch beide Keeper hatten Lust auf mehr. Wade MacLeod anscheinend nicht, denn wegen eines Stockschlags bekam er eine 2-Minuten-Strafe. Dieses Powerplay nutzten die Steelers dann aus. Matt McKnight passte scharf vor das Tor, wo Shawn Weller der Scheibe die entscheidende Richtungsänderung gab und zum vielumjubelten Siegtreffer einschoss.

Durch den Sieg konnten die Schwaben die Tabellenführung auf sechs Punkte ausbauen und fahren am Freitag erneut nach Hessen, diesmal zu den Teufeln aus Bad Nauheim. 

von Patrick Jonza

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