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5:0-Sieg im Topspiel! Silo mit Shutout und Marcus Sommerfeld gelingt Hattrick

Sonntag, 13.11.2016, Bietigheim Steelers - SC Riessersee
5:0

Am heutigen Sonntagabend stand das Topspiel gegen den SC Riessersee auf dem Programm. Der Tabellenführer aus Schwaben empfing den Vierten aus Oberbayern. Vor der stolzen Kulisse von 3.831 Zuschauern musste Trainer Kevin Gaudet weiter auf Markus Gleich, Justin Kelly, Andreas Schwarz und Sebastian Alt verzichten. Michael Fink half in Sonthofen aus. Bei den Gästen fehlten Coach Tim Regan mit dem Schweden Matthias Beck und dem Kanadier Scott Campbell zwei Kontingentspieler. Die Steelers liefen erstmals in ihren Movember-Trikots auf.

Die Partie begann mit einem Offensiv-Feuerwerk, bereits nach wenigen Sekunden scheiterten Matt McKnight und Marcus Sommerfeld an Matthias Nemec im Garmischer Tor, im direkten Gegenzug bewahrte Silo Martinovic sein Team vor einem frühen Gegentor. Das frühe Tor fiel dann dennoch – Max Prommersberger passte auf David Wrigley und dieser schloss kaltschnäuzig durch die Hosenträger von Matthias Nemec ab. 1:0 nach nur 41 Sekunden! In der dritten Minute schickte Schiedsrichter Carsten Lenhart Rob Brown wegen Beinstellens für zwei Minuten raus. In diesem Powerplay hatte Toptorjäger Andreas Driendl den Ausgleich auf der Kelle, konnte aber im entscheidenden Moment noch gestört werden. Noch näher dran am Ausgleich war bei numerischem Gleichstand dann Luke Oakley, der nach feinem Solo am Innenpfosten scheiterte. Das Spiel war in den Anfangsminuten von hoher Geschwindigkeit und Chancen auf beiden Seiten geprägt. In der siebten Minute packte Silo Martinovic einen Megasave gegen Benjamin Hüfner aus, so dass es bei der Führung blieb. Bietigheim blieb weiter am Drücker, das Team von Kevin Gaudet musste bei den schnellen Gegenstößen jedoch stets auf der Hut sein. In der 14. Minute dann das erste Überzahlspiel für die Gastgeber und das gleich für fünf Minuten. Michael Rimbeck hatte gegen Benjamin Zientek seinen Stock zu hoch und musste mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen. Ein harter aber vertretbarer Pfiff. Die Schwaben drängten auf den zweiten Treffer, doch weder Matt McKnight noch Adam Borzecki konnten den Treffer erzielen. Kurz darauf traf es die Gäste noch härter, Benjamin Hüfner musste wegen Behinderung auch in die Kühlbox. Trotz drückender Überlegenheit bei zwei Mann mehr auf dem Eis gelang kein Tor. Fels in der Brandung war Goalie Matthias Nemec, der über sich hinauswuchs. Ihm war es zu verdanken, dass seine Vorderleute weiter nur ein Tor aufholen mussten, denn mit dem 1:0 für Bietigheim ging es in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Strafe gegen die Schwaben, Max Prommersberger hakte und musste raus. Nach einer Minute Unterzahl Schrecksunde bei den Steelers, denn Silo Martinovic blieb nach einem Schuss unterhalb der Maske auf dem Eis liegen. Nach kurzer Pause ging es für den Rückhalt des Tabellenführers weiter. Auch die Garmischer konnten aus der Überzahl kein Kapital schlagen und es bleib bei der Ein-Tore-Führung. In der 25. Minute nahm sich dann David Wrigley von der blauen Linie aus ein Herz und schlenzte die Scheibe aus der Drehung in Richtung Tor, Marcus Sommerfeld stand goldrichtig und fälschte unhaltbar zum 2:0 ab! Zwei Minuten später gab es Strafen gegen beide Teams, Andreas Driendl und Marcel Kahle waren unterschiedlicher Meinung und mussten beide für zwei Minuten auf die Strafbank. Mit Vier gegen Vier ging es weiter. Dier Steelers nutzten den mehr vorhandenen Platz auf dem Eis besser aus, doch weder Freddy Cabana noch Matt McKnight überwanden Matthias Nemec. Zur Mitte des Spiels war dann wieder Silo Martinovic an der Reihe sein Können zu beweisen. Nach einem Konter über Roope Ranta entschärfte er den Schuss von Luke Oakley hervorragend. Nach 31 Minuten gab es wieder Powerplay für Bietigheim, Andreas Driendl foulte Marcel Kahle, da war doch was..., und musste diesmal alleine auf die Strafbank. Diesmal nutzte der Vizemeister die Überzahl zu einem Tor. Erneut war es Marcus Sommerfeld der traf, sein Schuss von der blauen Linie war nicht zu sehen für Mathias Nemec – 3:0! Vier Minuten vor Ablauf des zweiten Drittels passte Silo Martinovic gegen Florian Vollmer zweimal super auf und hielt die Null. Im Gegenzug zeigte dann wieder Matthias Nemec was er für ein guter Torwart er ist, indem er ohne Stock zwei Großchancen entschärfte. Kurz vor der zweiten Sirene noch eine Strafe gegen Bietigheim, es erwischte Matt McKnight wegen Stockschlags.

In diesem Powerplay hatte Valentin Gschmeißner die große Möglichkeit auf den ersten Treffer für seine Farben, scheiterte aber an Silo. In der 43. Minute tanzte David Wrigley dann die gesamten Garmischer Defensive aus, passte auf Marcus Sommerfeld, der nur noch einschieben musste – 4:0 und Hattrick durch die Nummer #13! Schöne Aktion dann der Fans in der 45. Minute, die Justin Kelly und Markus Gleich mit Sprechchören in der Halle begrüßten. Dann wieder Überzahl für die Hausherren, Roope Rantas Vergehen war Halten. Diesmal fiel kein Treffer, doch kaum komplett musste Simon Mayr wegen Beistellens raus und löste Ranta ab – der Platz auf der Strafbank war jedenfalls vorgewärmt. Und diesmal gelang das Tor – Goldhelm Matt McKnight zog auf Pass von Marcus Sommerfeld und David Wrigley trocken ab und traf zum 5:0.  Die endgültige Entscheidung 10 Minuten vor dem Ende. Unübersichtlich wurde es dann in der 52. Minute. Julian Eichinger saß für den SCR bereits auf der Strafbank. Matt McKnight bekam beim Bully dann einen Stock ins Gesicht, was ungeahndet blieb. Der Steelers-Goldhelm revanchierte sich dann mit einem Stockschlag beim Bully und musste deswegen raus. Es wurde hitziger, denn kurz darauf schnappte sich Freddy Cabana den Luke Oakley und bat ihn zum Tänzchen – 2+2 Minuten für den Steelers-Stürmer und zwei Minuten für den Garmischer. Dadurch Vier gegen Drei-Überzahl für Riessersee, in der nichts passierte und anschließend noch 47 Sekunden doppelte Unterzahl für Bietigheim. In dieser gelang Geburtstagskind Robin Just beinahe der Shorthander. Schiedsrichter Lenhart gewährte dann den Gästen erneut ein Powerplay – kaum komplett musste Shawn Weller wegen Haltens raus. Dem nicht genug, musste auch Rob Brown wegen Stockschlags raus. Wieder doppelte Unterzahl, diesmal für 15 Sekunden. Weiter ging es im Strafzeiten-Festival gegen den Tabellenführer. Bastian Steingroß schlug mit dem Stock, war mit der Strafe nicht einverstanden und erhielt 10 Minuten obendrauf. Die Schwaben kämpften wie Löwen um ihrem Keeper den Shutout nicht zu versauen. Und dies gelang auch!

Eine weitere super Aktion der Fans war das Geburtstagsständchen für Robin Just nach Schlusspfiff. Mit einem 5:0 – Sieg bauten die Steelers die Tabellenführung auf sieben Punkte aus, da Kassel in Rosenheim verlor. 

von Patrick Jonza

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