Nächstes Spiel:
HEUTE
19:30 Uhr
Letztes Spiel:
6:1

2:3-Niederlage im Tigerkäfig -Steelers unterliegen in Bayreuth

Sonntag, 11.12.2016, EHC Bayreuth Tigers - Bietigheim Steelers
3:2
Heute unterlegen - David Wrigley und die Steelers

Am dritten Adventssonntag gastierten die Steelers beim Aufsteiger aus Bayreuth. Der Start in der DEL2 verlief für die Oberfranken ausgesprochen gut, konnte man selbst gegen namhafte Gegner Punkte ergattern. Verzichten mussten die Tiger heute auf Valentin Busch, der bei der U20 WM für Deutschland spielt. Bei den Steelers kehrte zwar David Wrigley zurück ins Team, allerdings fehlten mit Freddy Cabana, Andreas Schwarz, Justin Kelly, Dominic Auger, Markus Gleich und Max Lukes weiterhin sechs Stammkräfte. Von den Kooperationspartnern stand Denis Shevyrin zur Verfügung.

Mit Andreas Mechel im Tor begannen die Steelers die Partie. Und nach gerade einmal 37 Sekunden musste Selbiger erstmals hinter sich greifen. David Wohlberg hatte von weit links außen einfach abgezogen und die Scheibe schlug im langen Eck ein. Kalte Dusche für die Schwaben gleich zu Beginn. In den folgenden Minuten versuchten beide Teams den generischen Spielaufbau früh zu unterbinden und Scheibe und Gegner vom eigenen Kasten fern zu halten. Auf Seiten der Steelers war es vor allem die erste Reihe, um Goldhelm Matt McKnight, Marcus Sommerfeld und Rückkehrer David Wrigley, die Akzente setzte. So auch in der sechsten Spielminute als Matt McKnight David Wrigley im Slot mustergültig bediente, dieser aber am Goalie der Tigers, Johannes Wiedemann scheiterte. Greg Gibson hatte die nächste gute Gelegenheit für die Steelers, sein Schuss streifte jedoch nur die Querlatte. In der zweiten Hälfte des ersten Abschnittes stand das Schiedsrichtergespann dann mehrfach im Mittelpunkt. Die erste Strafe erhielt unser Kapitän, Adam Borzecki, wegen Spielverzögerung. Das gute Penaltykilling zeigte den Hausherren aber deutlich die Grenzen auf. In der 15. Spielminute dann ein unglücklicher Zusammenprall von Denis Shevyrin mit Michal Bartosch, welcher kurz auf dem Eis liegen blieb. Auch diese Aktion wurde mit einer zweiminütigen Strafe bedacht. Doch wie schon kurz zuvor wussten die Oberfranken nichts mit der numerischen Überlegenheit anzufangen. Kurz vor Ende des Powerplays gesellte sich dann Martin Heider auf Seiten der Tigers zu Denis Shevyrin auf die Strafbank. Dieser war kaum auf der Eisfläche zurück, als die Unparteiischen wegen zu vieler Spieler auf dem Eis die nächste Strafe gegen Bietigheim verhängten. Erneut saß Denis Shevyrin diese ab. Im vier gegen vier die Schwaben mit mehr Zug zum Tor ohne den Ausgleich erzielen zu können. 30 Sekunden vor Ende des Drittels nochmals Powerplay für Bayreuth nach Stockschlag von Greg Gibson. Am Ergebnis sollte sich nichts mehr ändern und so ging es mit der knappen wie auch etwas glücklichen Führung für die Gastgeber in die erste Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnitts verstrichen die restlichen Sekunden im Powerplay der Tigers ohne zwingende Möglichkeit. In der 23. Spielminute war wieder die erste Reihe mit McKnight und Sommerfeld gefährlich vor dem Kasten von Johannes Wiedemann, einzig der Treffer wollte nicht fallen. Im direkten Gegenzug zog Michal Bartosch denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Nach 26 gespielten Minuten dann der Jubel auf Seiten der Grün-Weißen. Bastian Steingroß mit dem Blueliner knapp am Pfosten vorbei, den Abpraller von der Bande hinter dem Tor konnte David Wrigley zum verdienten Ausgleich verwerten. Kurz darauf zeigte Shawn Weller eine schöne Einzelleistung, einzig der zählbare Erfolg blieb ihm verwehrt. Nicht besser erging es wenig später Robin Just, der nach langem Pass alleine auf Johannes Wiedemann zufuhr, in ihm aber ebenfalls seinen Meister fand. Die Steelers auch fortan durch den Ausgleich die spielbestimmende Mannschaft zunächst jedoch ohne zählbaren Erfolg. Fünf Minuten vor Ende des Drittels dann die Tigers mit einigen guten Abschlüssen. Andi Mechel konnte aber seine Klasse zeigen und lies keinen weiteren Treffer mehr zu. Dieser viel dann auf der anderen Seite. In der 37. Minute war es Marcus Sommerfeld der aus zentraler Position dem Bayreuther Schlussmann keine Chance lies. Matt McKnight und Rob Brown assistierten ihm. Mit der knappen Führung ging es zum zweiten Pausentee.

Die Steelers auch in den ersten Minuten des Schlussabschnitts die tonangebende Mannschaft. Bayreuth wurde nach Scheibenverlusten im eigenen Drittel sofort attackiert und hatte somit einige Probleme einen vernünftigen Spielaufbau gestalten zu können. Ein kapitaler Scheibenverlust hinter dem Tor brachte die Oberfranken dann jedoch zurück ins Spiel. David Wohlberg schnappte sich die Scheibe und konnte sie in der 45. Spielminute unter den Schonern von Andi Mechel hindurch über die Linie befördern. Im weiteren Spielverlauf scheiterten nacheinander Robin Just, Matt McKnight, Marcus Sommerfeld und Max Prommersberger. Mitte des Drittels dann doppelte Überzahl für Bayreuth, nachdem Hauptschiedsrichter Ulrich Hatz gleichzeitig David Wrigley und Max Prommersberger wegen unerlaubten Körperangriffs in die Kühlbox schickte. Nach 35 Sekunden im Powerplay jubelten die Hausherren über einen vermeintlichen Treffer. Andi Mechel hatte die Scheibe jedoch mit einem Monster-Save am überqueren der Torlinie gehindert. Auch nach der Inanspruchnahme des Videobeweises blieb der Unparteiische bei seiner zuvor getroffenen Entscheidung – kein Tor. Der dezimierte Defensivverbund konnte fast 90 Sekunden der doppelten Unterzahl überstehen, dann war es Jozef Potac der die erneute Bayreuther Führung erzielen konnte. Die Schwaben wieder komplett und David Wrigley mit der großen Chance auf den Ausgleich. Erneut war bei Johannes Wiedemann Endstation. In der 54. Spielminute wieder Strafe gegen die Gäste. David Wrigley bekam zwei Minuten wegen Behinderung und 35 Sekunden später erntete Bastian Steingroß die gleiche Zwangspause wegen Beinstellens. Somit erneut fast 90 Sekunden doppelte Überzahl für die Oberfranken die diesmal kein Kapital daraus schlagen konnten. Die dann folgende Schlussoffensive des Tabellenführers wurde knapp drei Minuten vor dem Ende durch einen fragwürdigen Pfiff des Schiedsrichters gestoppt. Max Prommersberger bekam die zwei Minuten für einen eher harmlosen Zweikampf. Bayreuth wurde jedoch früh im Spielaufbau gestört und das Powerplay war kurz darauf auch schon vorbei, als sich Fyodor Kolupaylo wegen Beinstellens ebenfalls in die Kühlbox begeben musste. Kevin Gaudet nahm die Auszeit, erteilte seinem Team letzte Anweisungen, um mit Ablauf der Strafe gegen Max Prommersberger, Andi Mechel durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Somit sechs Bietigheimer gegen vier Bayreuther Feldspieler in den letzten 50 Sekunden. Ein weiterer Treffer sollte den Steelers aber nicht mehr gelingen. Endstand 3:2 für die Hausherren.

Trotz der mageren Punkteausbeute mit nur einem Punkt an diesem Wochenende konnte man die Tabellenführung behaupten. Weiter geht es für die Steelers am Freitag den 16.12.2016 in der EgeTrans-Arena gegen die Ravensburg Towerstars. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Bericht: Bernd Mast

von Bietigheim Steelers

Zurück