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Hauptrunden-Hattrick – die Saison im Rückblick Teil 1

DANKE - wir sehen uns in den Playoffs! WIR SIND BIETIGHEIM

52 Hauptrundenspiele sind nun vorüber und bevor es mit der schönsten Zeit im Eishockey weitergeht, möchten wir euch einen kleinen Rückblick auf die vergangene Hauptrunde zeigen. Am Ende dieser Zeit steht zum dritten Mal in Folge der Sieg der Hauptrunde – dieses Kunststück gelang bisher noch keinem Zweitligisten! Vom Hut ziehen vor dem Trainer Duo Kevin Gaudet und Marc St. Jean, Fitness-Coach Robin Niederost und natürlich dem Team, müsste man längst einen Muskelkater haben. Doch das Geschäft ist nun mal so, dass dieser „Titel“ ab dem 14.03. „nichts mehr wert ist“. Im Mai wird nur noch über das Team gesprochen, dass spätestens am 28.04. den Pokal in die Höhe streckt. Dennoch sollte man, ja darf man, diesen Erfolg nicht unter den Scheffel stellen.

An dieser Stelle ist es leicht die Statistik zu bemühen die sagt, dass in den vergangenen 11 Jahren siebenmal der Sieger der Hauptrunde auch Meister wurde. Das Statistiken auf dem Papier schön zu lesen sind, mussten die Schwaben im letzten Jahr am eigenen Leib spüren, als die Kassel Huskies als Vierter den Pott holten. Doch ganz ohne geht es auch nicht und wir beleuchten für euch die vergangenen sechs Monate.

52 Spiele sind absolviert, in denen die Steelers 109 Punkte erreichten, 199 Tore schossen und lediglich 121-mal mussten die Goalies die Scheibe aus dem Netz holen. Hinter Frankfurt (211) stellen die Schwaben die zweitbeste Offensive und auch hinten spielte man eine überragende Saison – die Ellentäler stellen die beste Defensive der Liga. 32-mal konnte man volle drei Punkte erringen, fünfmal gewann man nach Verlängerung oder Penaltyschießen. Erfreulich und ein Novum dabei ist, dass man alle Penaltyschießen der Hauptrunde (2x gegen Ravensburg, einmal gegen Riessersee) gewinnen konnte! Dreimal musste man sich in der Verlängerung geschlagen geben. 2,1 Punkte holte man im Schnitt, schoss dabei durchschnittlich 3,8 Tore und fing sich 2,3. Mit 2.877 Zuschauern im Schnitt pro Partie, stellen die Steelers den drittbesten Schnitt der DEL 2. Leider musste man hier einen Rückgang von 120 Zuschauern verkraften, der hoffentlich in den Playoffs egalisiert wird. Denn wenn etwas das Zünglein an der Waage sein kann, dann sind es die Fans in den Heimspielen! Daher bereits jetzt der Appel – macht die Arena bei den Heimspielen voll und verwandelt diese in die „Festung Ellental“!

Gestern wurde Matt McKnight nicht nur zum besten Stürmer der Liga gekürt, er wurde dank seiner 24 Tore und 48 Assists zudem Topscorer. Auf Platz zwei landete der Frankfurter Matthew Pistilli, der mit 32 Toren der beste Torschütze ist. Hätte sich Marcus Sommerfeld nicht in Rosenheim verletzt, wären wir uns sicher, dass er der beste deutsche Scorer der Liga geworden wäre. Christian Billich aus Freiburg konnte ihn noch einholen und „gewann“ diese inoffizielle „Kategorie“ mit 55 Punkten. Marcus Sommerfeld erreichte bei nur 46 Spielen 54 Punkte (25 Tore und 29 Vorlagen). Marcus ist dennoch Toptorjäger seines Teams. David Wrigley kam lediglich auf 37 Einsätze, dennoch bringt er 16 Tore und 32 Vorlagen aufs Papier. Shawn Weller gar nur auf 33 Spiele, dennoch traf er 17-mal und gab 25 Vorlagen. Rechnet man bei allen drei den Punkte/Spiel-Schnitt hoch, gäbe es eine Grün-Weiß-Blaue Dominanz bei den Liga-Scorern. Matt Pistilli und der Lausitzer Fuchs Jeff Hayes würden sich unter die Schwaben mischen. In seinem ersten Jahr für Bietigheim kam Benjamin Zientek auf überragende 20 Treffer und 21 Vorlagen, teamintern Platz fünf, knapp vor Robin Just, der auf 38 Punkte kommt und ebenfalls stark aufspielte. Rückkehrer Justin Kelly kam in seinen 10 Spielen auf fünf Tore und 10 Assists. Hochgerechnet hätte er damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Doch auch René Schoofs spielte mit 34 Punkten seine zweitbeste Hauptrunde als Profi und war erneut an Einsatz und Willen kaum zu toppen. Max Lukes erreichte starke 21 Punkte und manch einem Gegenspieler ist wohl jetzt noch schwindelig nachdem er aus dem Zweikampf mit dem schnellen Stürmer vom Eis gebracht wurde. Marcel Rodman kam im Januar aus Dresden und fügte sich sofort nahtlos ein und brachte es in seinen 16 Spielen auf 14 Punkte. Freddy Cabana zog sich leider nur 26-mal sein Trikot an, kommt dennoch auf 10 Tore und 16 Vorlagen. Es war eine Augenweide den L-C-Z Express bestehend aus Max Lukes, Freddy Cabana und Benny Zientek wirbeln zu sehen. Hoffentlich können wir diesen wieder in den Playoffs bestaunen. Unsere Youngsters Michael Fink und Mike Weigandt waren Großteils in Sonthofen im Einsatz und dort Leistungsträger. Auch für die Steelers gaben Sie alles und konnten jeweils ihr erstes Profi-Tor bejubeln. Waren Marcel Kahle und Denis Shevyrin für die Schwaben im Einsatz, strotzten sie vor Motivation und Einsatzwillen. Sie waren stets eine Bereicherung für das Spiel – schade, dass beide nicht in der Endrunde eingesetzt werden können.

Die Offensive gewinnt Spiele – die Defensive Meisterschaften: Die Steelers stellten die beste der Liga. Mit Kapitän Adam Borzecki und Dominic Auger gar zwei der besten Scorer aller Verteidiger. Dominic Auger kam in seinen 44 Spielen auf 17 Tore, gemeinsam mit dem Freiburger Márton Vas die meisten der Liga, und 18 Vorlagen. „Captain Bo“ auf sieben Buden und 22 Vorlagen. Der finnische Fuchs aus der Lausitz Patrick Parkkonen war mit 50 Punkten der erfolgreichste Punktesammler. Doch auch Bastian Steingroß spielte mit 27 Punkten eine überragende und gleichzeitig seine punktbeste Saison. Max Prommersberger ist dank seiner 1.90m nicht nur ein Turm von Mensch, sondern auch einer als Verteidiger, eines der Höhepunkte einer bockstarken Hauptrunde war das Tor in Unterzahl in Frankfurt, als er alle Gegenspieler stehen ließ und einschoss – der Pass kam damals von Bastian Steingroß! Ein ähnliches Tor gelang Andreas Schwarz am vergangenen Freitag. Nach seiner überstandenen Verletzung spielte der 21-jährige eine hervorragende Runde und avancierte zum Leistungsträger. Dieser ist auch Rob Brown, der selten aus der Ruhe gebracht werden konnte. Er war es, der am ersten Spieltag das erste Saisontor seines Teams schoss, gleichzeitig war dies der Siegtreffer. Fünf Treffer und 25 Vorlagen gelangen dem schussgewaltigen Routinier. Sebastian Alt ist nach René Schoofs die zweite Allzweckwaffe im Kader. Egal ob als Verteidiger oder Stürmer – der Bad Aiblinger war immer zur Stelle und spielte eine super Hauptrunde an deren Ende vier Tore und fünf Vorlegen stehen.

Die letzte Instanz auf dem Eis sind die Torhüter – und da verfügen die Steelers über drei überragende. Silo Martinovic spielte mit seine beste Saison und kommt auf einen sensationellen Gegentorschnitt von 2,04 pro Partie. Der beste Wert aller Vielspieler! Mit einer Fangquote von 91,2% gehört er mit zu den Besten. Fünf Shutouts gelangen dem Hexer zwischen den Pfosten. Andi Mechel kam achtmal zum Einsatz und er zeigte, dass er ein super Goalie ist. Am vergangenen Freitag in Weißwasser hielt er überragend und war stets zur Stelle wenn er gebraucht wurde. Der dritte im Bunde ist Patrick Golombek, der gestern sein Profi-Debüt feierte. Trotz der Niederlage zeigte der Youngster eine starke Leistung.

Wie in der Abschlusstabelle, so auch bei den Specialteams – die Steelers stehen auf Platz eins. In Überzahl weist man mit 24,4% den besten Wert auf. 51 Tore erzielte man, damit die meisten der Liga. Lediglich zwei Shorthander fing man sich. In Unterzahl kratzte man an der 90%-Marke, konnte sie jedoch nicht erreichen. Trotzdem sind 89,2% ein stolzer Wert. Lediglich 23 Gegentore musste man schlucken. Mit sieben Unterzahltoren ist man hinter Frankfurt gemeinsam mit den Dresdner Eislöwen das offensiv gefährlichste Team in Unterzahl.

Doch wie schon oft unter der Saison erwähnt sind Statistiken schön und gut aber was zählt ist das, was auf dem Eis passiert. Der Hauptrundensieg ist eine Momentaufnahme – jetzt gehen die Playoffs los.

Morgen blicken wir auf die einzelnen Monate zurück.

von Patrick Jonza

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