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0:2

Hallo Finale – da wären wir wieder! Steelers gelingt dank 3:2-Sieg in Frankfurt der Einzug ins Endspiel

Sonntag, 08.04.2018, Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers
2:3

Am gestrigen sonnigen Sonntag kam es in der Eissporthalle in Frankfurt zum sechsten Duell zwischen den Steelers und den Löwen aus Frankfurt. Die Vorzeichen waren klar – gewinnen die Schwaben, ziehen sie die Serie, machen es die Löwen, kommt es zum Showdown am Dienstag. Beim Team von Kevin Gaudet kehrte Dominic Auger zurück ins Line-up. Das Spiel war dann an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten.

Die Partie vor den 4.582 Zuschauern begann im Gegensatz zu den vorangegangen eher verhalten. In der zweiten Minuten schnellten die Arme der beiden Hauptschiedsrichter Bastian Haupt und Jens Steinecke jedoch zum ersten Mal in die Höhe. Es traf René Schoofs wegen Haltens. Die Löwen machten Druck, doch Silo Martinovic im Tor war stets Herr der Lage. Der Druck nahm dank einer Behinderung von Dani Bindels ab, da er 38 Sekunden vor Ablauf des Powerplays ebenfalls in die Kühlbox musste. Kaum waren die Steelers komplett, zogen sie ihr wiedererwecktes, überragendes Überzahlspiel auf. Playoff-Topscorer Justin Kelly sah den besser postierten Tyler McNeely und er brachte an seinem Geburtstag, seine Jungs in Führung - der Jubel bei den ca. 400 mitgereisten Steelers-Fans war riesig. Im Anschluss daran war es der Löwe Hannibal Weitzmann, der sein Team im Spiel hielt, denn egal ob zweimal gegen Benjamin Zientek oder Freddy Cabana, er parierte mit unglaublichen Reflexen. Wenn im ersten Abschnitt was von den Löwen kam, war Silo ebenfalls zur Stelle, jedoch war dies in den ersten 20 Minuten weniger der Fall, was sich aber noch ändern sollte.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag, denn quasi aus dem Nichts erzielte Tim Schüle in der 23. Minute den Ausgleich. Nur wenige Sekunde später folgte die Antwort der Ellentaler, doch erneut war es Benjamin Zientek, der in  Weitzmann seinen Meister fand. Das Spiel war nun offener und schneller – einfach spannend und gut! In der 28. Minute setzte Freddy Cabana zu einem feinem Solo an. Hinter dem Tor stehend sah er den im Slot lauernden René Schoofs. Sein erster Versuch landete am Pfosten, doch da die Schwaben gestern Scheibenglück hatten, rutschte der Puck postwendend zurück auf die Kelle von „Mr. Bietigheim“ und diesmal ließ er es sich nicht nehmen und traf zur zweiten Führung. Danach zeigte Weitzmann seine ganze Klasse gegen Tyler McNeely und ermöglichte es so, dass Pawel Dronia in der 29. Minute den Ausgleich erzielen konnte. Nachdem der Vizemeister eine Strafe gegen Andrew McPherson überstehen konnte wurde es kurz kurios. Einen Lapsus in der Defensive konnte Max Prommersberger gerade noch so retten, doch Silo Martinovic hob dabei das Tor aus den Angeln, so dass es eine kleine Strafe gegen ihn gab. Doch auch die überstand man dank gemeinsamen Einsatzes schadlos. 1:43 Minuten vor der zweiten Sirene musste Brett Breitkreuz nach einem harten Bandenchecks gegen Bastian Steingroß mit einer 2+10 Minuten Strafe vom Eis.

Die ersten 12 Minuten des Schlussabschnitts kann man mit einem Wort zusammenfassen: Wahnsinn! Das Tempo war immens hoch, es gab kaum Unterbrechungen, aus einem anfangs offenen Schlagabtausch wurde ein Sturmlauf der Löwen. Doch die Defensive und ein überragender Silo Martinovic im Kasten konnten diese heikle Minuten überstehen. Die beste Chance hatte C.J. Stretch, der mit einem satten Schuss den Innenpfosten traf. Sieben Minuten vor dem Ende, war es dann Stretch, der nach einer leichten Berührung eine Strafe gegen Justin Kelly rausholte. Doch auch diesmal überstand man diese Unterzahl schadlos. Dann waren noch knapp über zwei Minuten auf der Uhr. Marcus Sommerfeld schnappte sich den Puck, über links kommend umkurvte er seinen Gegenspieler, hielt den Kopf oben und sah in der Mitte Justin Kelly. Der Kanadier ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf ins lange Eck zur umjubelten Führung exakt 2:15 Minuten vor dem Ende. Die Hessen versuchten daraufhin nochmals alles, nahmen 140 Sekunden vor Schluss ihren Goalie runter, doch es sollte nicht sein.

Kevin Gaudet und sein Team zogen durch den 3:2-Sieg zum sechsten Mal in Serie ins Endspiel ein. Diese beginnt am Freitag den 13.04. mit dem Auswärtsspiel beim Hauptrundenmeister des SC Riessersee in Garmisch-Partenkirchen. Das erste Heimspiel findet am Sonntag um 17:00 Uhr in der EgeTrans Arena statt.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Löwen, für eine spannende und klasse Serie. Wir sehen uns wieder.

von Patrick Jonza

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